„Yeah, yeah, yeah, yeah, yeah!“ – nur wenige Arcade-Spiele stehen so sehr für Geschwindigkeit, Chaos und Punkrock wie Crazy Taxi. Mehr als 25 Jahre nach dem ursprünglichen Arcade-Debüt bringt SEGA seine legendäre Taxi-Reihe zurück. Doch statt lediglich den Dreamcast-Klassiker neu aufzulegen, soll Crazy Taxi: World Tour das bekannte Konzept in die Gegenwart transportieren und erheblich erweitern.

Auf der gamescom 2026 hatten wir bei SEGA die Gelegenheit, erstmals selbst hinter dem Steuer Platz zu nehmen. Passender hätte der Schauplatz unserer Probefahrt kaum sein können: Ausgerechnet auf der Messe in Köln präsentierte SEGA erstmals die neue Deutschland-Karte, auf der zahlreiche bekannte Orte, Landschaften und Marken aus Deutschland miteinander kombiniert werden.

Das grundlegende Spielprinzip ist dabei sofort wiederzuerkennen. Wir sammeln Fahrgäste ein, rasen unter Zeitdruck durch die Stadt und versuchen, unsere Passagiere möglichst schnell an ihr Ziel zu bringen. Verkehrsregeln spielen dabei weiterhin eine eher untergeordnete Rolle.

Neu sind dagegen eine Reise rund um die Welt, zusätzliche Fahrmanöver, ein Nitro Boost, abwechslungsreichere Missionen, eine Story rund um Axel und erstmals sogar ein Online-Multiplayer.

Crazy Taxi ist zurück – und diesmal reicht eine einzelne Stadt offenbar nicht mehr aus.

Ein Arcade-Klassiker kehrt nach langer Pause zurück

Die Geschichte von Crazy Taxi begann bereits 1999 in den Spielhallen. Wenig später machte insbesondere die Dreamcast-Version SEGAs verrückte Taxifahrt einem wesentlich größeren Publikum bekannt.

Das Prinzip war ebenso simpel wie effektiv.

Wir fahren durch eine offene Stadt, sammeln wartende Fahrgäste ein und bringen sie so schnell wie möglich zu ihrem gewünschten Ziel. Je schneller und spektakulärer die Fahrt ausfällt, desto besser.

Verkehrsregeln?

Nicht besonders wichtig.

Rote Ampeln?

Nur eine Empfehlung.

Die Straße ist voll?

Dann suchen wir uns eben einen anderen Weg.

Genau diese kompromisslose Arcade-Mentalität machte Crazy Taxi zu etwas Besonderem. Hinzu kam der charakteristische Punkrock-Soundtrack, der untrennbar mit der Reihe verbunden ist.

Crazy Taxi: World Tour soll diese DNA erhalten und gleichzeitig deutlich ausbauen.

Diesmal geht die Taxifahrt um die ganze Welt

Der Name World Tour ist Programm.

Statt lediglich in einer einzigen Stadt unterwegs zu sein, führt uns der neue Ableger durch fünf internationale Karten.

Jede Region soll eigene Landschaften, Straßenführungen und fahrerische Herausforderungen bieten.

Damit möchte SEGA verhindern, dass sich lediglich die Kulisse verändert, während wir spielerisch immer wieder dasselbe erleben.

Enge Straßen verlangen eine andere Fahrweise als breite Schnellstraßen. Kurvige Landschaften stellen andere Anforderungen als dicht bebaute Innenstadtbereiche.

Auf der gamescom konnten wir erstmals eine dieser Regionen selbst ausprobieren – und die hätte für eine Messe in Köln kaum passender sein können.

Unsere World Tour führt ausgerechnet nach Deutschland

Für die gamescom 2026 enthüllte SEGA die Deutschland-Karte.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um die detailgetreue Nachbildung einer bestimmten deutschen Stadt.

Stattdessen kombiniert die Karte verschiedene Landschaften, Bauwerke und typische Elemente aus mehreren Regionen Deutschlands miteinander.

Dadurch entsteht gewissermaßen ein komprimierter Roadtrip durch das ganze Land.

Während unserer Fahrt begegneten uns urbane Gebiete, verwinkelte Straßen und deutlich offenere Abschnitte. Die Streckenführung wechselt zwischen engen Kurven und Bereichen, in denen wir unser Taxi deutlich stärker beschleunigen können.

Auch bekannte Wahrzeichen und typisch deutsche Umgebungen wurden in die Karte integriert.

Besonders auffällig ist, dass SEGA dabei nicht versucht, eine realistische Deutschland-Simulation zu erschaffen.

Alles wird durch die überzeichnete Crazy-Taxi-Perspektive betrachtet.

Und genau das passt hervorragend zur Reihe.

Der Kölner Dom darf natürlich nicht fehlen

Wer eine Deutschland-Karte ausgerechnet auf der gamescom in Köln präsentiert, kommt an einem Wahrzeichen kaum vorbei.

Auch der Kölner Dom findet seinen Weg in Crazy Taxi: World Tour.

Daneben entdecken wir zahlreiche weitere Anspielungen auf unterschiedliche Regionen des Landes.

Die Karte verbindet beispielsweise städtische Straßenzüge mit ländlicheren Gebieten, Autobahnabschnitten, Marktplätzen und weiteren typisch deutsch interpretierten Schauplätzen.

Dadurch wirkt die Umgebung bewusst wie eine Sammlung verschiedener Eindrücke aus Deutschland.

Realismus steht dabei nicht im Mittelpunkt.

Stattdessen geht es darum, eine abwechslungsreiche Spielwiese für das chaotische Arcade-Gameplay zu schaffen.

Wir sollen schließlich nicht gemütlich eine Sightseeing-Tour unternehmen.

Unsere Passagiere wollen möglichst schnell ans Ziel.

Deutsche Marken gehören zur Spielwelt

Crazy Taxi war schon früher für die Integration realer Marken bekannt.

Dieses Konzept kehrt in World Tour zurück.

Auf der Deutschland-Karte begegnen uns unter anderem bekannte Unternehmen wie Puma, Zwilling und Meissen.

Die Marken werden dabei direkt in die Spielwelt eingebunden.

Das passt erstaunlich gut zu Crazy Taxi, denn bereits die älteren Teile schickten uns zu realen Geschäften und Restaurants.

World Tour überträgt dieses Prinzip nun auf die unterschiedlichen Länder seiner Weltreise.

Dadurch bekommt jede Karte zusätzliche lokale Wiedererkennungsmerkmale.

Das klassische Crazy Taxi-Prinzip funktioniert noch immer

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Spielerisch benötigt World Tour nur wenige Augenblicke, um uns an seine Wurzeln zu erinnern.

Wir entdecken einen potenziellen Fahrgast, halten in seiner Nähe und nehmen ihn mit.

Anschließend erscheint das Ziel.

Jetzt zählt jede Sekunde.

Wir rasen durch den Verkehr, schneiden Kurven, suchen Abkürzungen und versuchen, unseren Passagier möglichst schnell abzuliefern.

Eine vorsichtige und regelkonforme Fahrt bringt uns dabei kaum weiter.

Crazy Taxi belohnt bewusst eine aggressive Fahrweise.

Je besser wir die Straßen kennen und je effektiver wir unsere Fahrmanöver einsetzen, desto schneller erreichen wir das Ziel.

Damit bleibt das Spiel auch 2026 angenehm unkompliziert.

Einsteigen, Gas geben und Chaos verursachen.

Crazy Dash und Crazy Stop sind wieder dabei

Veteranen dürfen sich über die Rückkehr bekannter Crazy Moves freuen.

Dazu gehört zunächst der Crazy Dash.

Mit dem richtigen Einsatz können wir unser Taxi schlagartig beschleunigen und damit wertvolle Sekunden gewinnen.

Ebenfalls wieder dabei ist der Crazy Stop.

Damit können wir unser Fahrzeug schnell abbremsen und beispielsweise unmittelbar bei einem Fahrgast oder am Zielpunkt zum Stehen bringen.

Beide Manöver gehören seit den frühen Teilen zur DNA der Reihe.

Gerade erfahrene Spieler konnten damit wesentlich mehr aus ihrem Taxi herausholen als jemand, der lediglich Gas und Bremse benutzt.

World Tour behält diese Mechaniken bei und ergänzt sie um neue Möglichkeiten.

Crazy Drift erweitert unsere Fahrmanöver

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Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Crazy Drift.

Damit können wir unser Taxi kontrolliert durch enge Kurven schicken.

Gerade auf der Deutschland-Karte spielt diese Mechanik eine wichtige Rolle, denn viele Straßen besitzen verwinkelte beziehungsweise kurvige Abschnitte.

Statt vor jeder Kurve stark abzubremsen, können wir versuchen, das Tempo durch einen Drift aufrechtzuerhalten.

Richtig eingesetzt, lassen sich verschiedene Manöver miteinander verbinden.

Wir beschleunigen beispielsweise mit einem Crazy Dash, gehen anschließend in einen Crazy Drift über und bringen das Taxi am Ziel mit einem Crazy Stop möglichst präzise zum Stehen.

Dadurch entsteht ein deutlich stärkerer Flow.

Wer die Mechaniken beherrscht, soll nicht einfach nur schneller fahren, sondern seine komplette Route zu einer langen Kombination unterschiedlicher Manöver verbinden können.

Nitro Boost sorgt für zusätzlichen Schub

Falls selbst Crazy Dash und Drift nicht schnell genug sind, gibt es noch den neuen Nitro Boost.

Damit bekommt unser Taxi für kurze Zeit einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub.

Der Boost passt perfekt zur vollkommen überdrehten Natur des Spiels.

Crazy Taxi möchte schließlich keine realistische Fahrsimulation sein.

Hier geht es darum, innerhalb möglichst kurzer Zeit möglichst spektakulär von A nach B zu gelangen.

Gerade auf längeren und offeneren Straßenabschnitten lässt sich der zusätzliche Schub effektiv einsetzen.

Gleichzeitig müssen wir allerdings aufpassen, dass wir die Geschwindigkeit auch kontrollieren können.

Mit Vollgas in eine enge Kurve zu rasen, hilft schließlich wenig, wenn wir anschließend irgendwo in der Umgebung landen.

Abkürzungen gehören weiterhin zum Erfolgsrezept

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Ein wichtiger Bestandteil von Crazy Taxi war schon immer das Kennenlernen der jeweiligen Karte.

Der offensichtliche Straßenverlauf ist nämlich nicht zwangsläufig der schnellste Weg.

World Tour führt dieses Prinzip fort.

Wir können Abkürzungen entdecken und teilweise Wege nehmen, die mit einer normalen Taxifahrt wenig zu tun haben.

Felder?

Warum nicht.

Offene Flächen?

Wenn sie uns schneller ans Ziel bringen, fahren wir darüber.

Das Spiel belohnt uns dafür, die Umgebung kennenzulernen und mit unterschiedlichen Routen zu experimentieren.

Je häufiger wir eine Karte spielen, desto besser verstehen wir, welche Wege tatsächlich schnell sind.

Dadurch entsteht langfristig eine zusätzliche Ebene hinter dem zunächst sehr einfachen Spielprinzip.

Unsere Fahrgäste sind alles andere als gewöhnlich

Auch die Passagiere tragen wieder einen großen Teil zum Humor bei.

World Tour schickt uns nicht ausschließlich gewöhnliche Pendler auf die Rückbank.

Die verschiedenen Charaktere besitzen eigene Persönlichkeiten und teilweise ausgesprochen ungewöhnliche Wünsche.

Dadurch können Fahrten schnell vollkommen absurd werden.

Genau diese Übertreibung gehört zu Crazy Taxi.

Wir spielen keinen seriösen Taxifahrer, der seine Schicht möglichst professionell absolvieren möchte.

Wir sind Teil einer vollkommen überdrehten Arcade-Welt, in der möglichst jede Fahrt in irgendeiner Form eskalieren darf.

Missionen sorgen für zusätzliche Abwechslung

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Neben den klassischen Fahrgastaufträgen bietet Crazy Taxi: World Tour verschiedene Missionen und Herausforderungen.

Dadurch soll das Spielprinzip über das einfache Abholen und Abliefern hinaus erweitert werden.

Die Missionen stellen uns vor unterschiedliche Aufgaben und verlangen teilweise eine andere Herangehensweise.

Damit versucht SEGA, mehr Abwechslung in die einzelnen Sessions zu bringen.

Gerade für einen modernen Nachfolger ist das wichtig.

Das ursprüngliche Crazy Taxi konnte mit seinem einfachen Arcade-Konzept problemlos funktionieren. Bei einem umfangreicheren Spiel im Jahr 2027 erwarten viele Spieler allerdings zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.

World Tour möchte deshalb die unkomplizierte Grundlage erhalten und gleichzeitig wesentlich mehr drumherum bauen.

Axel bekommt eine eigene Geschichte

Dazu gehört erstmals auch ein stärkerer erzählerischer Rahmen.

Im Mittelpunkt steht der bekannte Fahrer Axel.

In World Tour reist er rund um den Globus und baut dabei sein eigenes Taxiunternehmen auf.

Damit bekommt unsere Reise durch die verschiedenen Regionen einen nachvollziehbaren Zusammenhang.

Wir fahren nicht einfach fünf voneinander unabhängige Karten ab, sondern begleiten Axel auf seiner internationalen Karriere.

Wie umfangreich die Geschichte am Ende ausfällt, bleibt noch abzuwarten.

Crazy Taxi wird dadurch natürlich nicht plötzlich zu einem Story-RPG.

Der Ansatz zeigt aber, dass SEGA World Tour stärker als vollständiges Abenteuer aufbauen möchte und nicht lediglich eine Sammlung voneinander unabhängiger Arcade-Runden plant.

Erstmals gibt es Online-Multiplayer

Eine der größten Neuerungen betrifft den Multiplayer.

Crazy Taxi: World Tour bietet erstmals in der Geschichte der Reihe einen Online-Multiplayer-Modus.

Mehrere Fahrer können gleichzeitig durch dieselbe Stadt rasen und gegeneinander antreten.

Damit bekommt das chaotische Grundprinzip eine vollkommen neue Dynamik.

Denn plötzlich kämpfen wir nicht mehr ausschließlich gegen die Uhr.

Andere Taxifahrer wollen dieselben Straßen, Abkürzungen und teilweise sogar Fahrgäste nutzen.

Dadurch kann eine ohnehin hektische Fahrt noch chaotischer werden.

Pickup Race macht aus Fahrgästen ein Wettrennen

Zu den angekündigten Online-Modi gehört Pickup Race.

Hier treten mehrere Taxifahrer gegeneinander an und versuchen, ihre Fahrgäste schneller als die Konkurrenz ans Ziel zu bringen.

Das klassische Crazy-Taxi-Prinzip wird damit unmittelbar zum Wettbewerb.

Wir müssen nicht nur eine gute Route finden.

Wir müssen schneller sein als die anderen Fahrer.

Dadurch gewinnen Abkürzungen, Crazy Moves und Streckenkenntnis noch stärker an Bedeutung.

Wer eine Karte genau kennt und seine Manöver beherrscht, kann sich entscheidende Vorteile verschaffen.

Cops ’n‘ Cabbies bringt Polizei und Taxis zusammen

Noch verrückter klingt der zweite Multiplayer-Modus Cops ’n‘ Cabbies.

Hier treten Taxis und Polizeifahrzeuge gegeneinander an.

Damit verwandelt sich die offene Stadt gewissermaßen in ein chaotisches Katz-und-Maus-Spiel.

Der Modus zeigt gut, in welche Richtung SEGA den Multiplayer entwickeln möchte.

Es soll nicht ausschließlich darum gehen, klassische Einzelspieler-Aufgaben mit mehreren Personen gleichzeitig zu erledigen.

Stattdessen entstehen eigene Spielvarianten, die das schnelle Fahrgefühl der Reihe für direkte Wettbewerbe nutzen.

Bis zu sechs Fahrer sorgen für Chaos

Im Multiplayer können bis zu sechs Fahrer gleichzeitig unterwegs sein.

Damit dürfte es auf den Straßen entsprechend turbulent werden.

Sechs Fahrzeuge, die gleichzeitig mit hoher Geschwindigkeit durch dieselben Kreuzungen rasen, Abkürzungen verwenden und um Positionen kämpfen, passen hervorragend zur chaotischen Natur der Reihe.

Neben Ranglisten-Matches sind auch benutzerdefinierte Partien vorgesehen.

Damit können Spieler entweder gegen ähnlich starke Gegner antreten oder gemeinsam mit Freunden eigene Regeln verwenden.

Der Multiplayer könnte dadurch zu einem der wichtigsten Bestandteile von World Tour werden.

Der Punkrock ist zurück

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Ein Crazy Taxi ohne passenden Soundtrack wäre kaum vorstellbar.

Entsprechend setzt auch World Tour wieder stark auf Rock und Punk.

Für die Enthüllung der Deutschland-Karte nutzte SEGA beispielsweise „Ten in 2010“ von Bad Religion.

Damit kehrt eine Band zurück, die eng mit der musikalischen Identität der Reihe verbunden ist.

Auch andere bekannte Songs und Künstler sollen für das typische Gefühl sorgen.

Während wir mit hoher Geschwindigkeit durch den Verkehr rasen, gehört die Musik schließlich fast genauso zum Erlebnis wie das Taxi selbst.

Gerade für Fans der älteren Teile dürfte bereits nach wenigen Takten Nostalgie aufkommen.

Unser Hands-on auf der gamescom 2026

Auf der gamescom konnten wir Crazy Taxi: World Tour schließlich selbst ausprobieren und uns auf der neuen Deutschland-Karte hinter das Steuer setzen.

Schon nach wenigen Augenblicken wird klar, dass SEGA den grundlegenden Charakter der Reihe nicht vergessen hat.

Crazy Taxi funktioniert weiterhin nach einem herrlich simplen Prinzip.

Fahrgast finden.

Einsteigen lassen.

Ziel ansehen.

Und dann so schnell wie möglich losfahren.

Das Spiel verlangt keine lange Eingewöhnung und überhäuft uns nicht mit komplizierten Fahrsystemen.

Wir können praktisch sofort loslegen.

Genau diese Zugänglichkeit gehört weiterhin zu den größten Stärken.

Die Deutschland-Karte ist der heimliche Star der Demo

Besonders viel Spaß macht es natürlich, auf einer gamescom in Köln ausgerechnet durch eine überzeichnete Version Deutschlands zu rasen.

Immer wieder entdecken wir Elemente, die uns bekannt vorkommen.

Das führt dazu, dass wir nicht ausschließlich auf die nächste Zielmarkierung achten, sondern zwischendurch auch die Umgebung betrachten.

Was hat SEGA hier eingebaut?

Welche Region soll dieser Bereich darstellen?

Und befindet sich dort vielleicht eine Abkürzung?

Gerade dieser Entdeckungsfaktor dürfte auch bei den übrigen internationalen Karten eine wichtige Rolle spielen.

Wenn jede Region tatsächlich eigene landschaftliche und fahrerische Besonderheiten bietet, könnte die World-Tour-Idee wesentlich mehr sein als ein hübscher Name.

Driften bringt einen neuen Flow in die Fahrten

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Während unseres Hands-ons gehörte der Crazy Drift zu den auffälligsten spielerischen Neuerungen.

Das Manöver passt hervorragend zum bestehenden Konzept.

Crazy Taxi war schon immer schnell und hektisch. Mit dem Drift können wir diese Geschwindigkeit nun besser durch Kurven mitnehmen.

Gerade auf verwinkelten Straßen entsteht dadurch ein angenehmer Rhythmus.

Beschleunigen, Kurve anvisieren, Taxi querstellen und anschließend direkt weiter zum nächsten Ziel.

Zusammen mit Crazy Dash, Crazy Stop und Nitro Boost besitzt World Tour damit mehrere Werkzeuge, die sich miteinander kombinieren lassen.

Für Einsteiger bleibt das Grundprinzip einfach.

Wer dagegen möglichst schnelle Zeiten erreichen möchte, kann sich intensiver mit den einzelnen Manövern beschäftigen.

Arcade statt Fahrsimulation

Wer ein realistisches Fahrverhalten erwartet, ist bei Crazy Taxi natürlich weiterhin falsch.

World Tour möchte bewusst Arcade sein.

Unser Taxi reagiert entsprechend direkt und das Spiel ermutigt uns dazu, Dinge zu tun, die im realen Straßenverkehr ausgesprochen schlechte Ideen wären.

Mit hoher Geschwindigkeit durch Kreuzungen fahren, über Felder abkürzen oder das Taxi quer durch eine Kurve driften zu lassen, gehört hier zum Alltag.

Genau deshalb funktioniert das Spiel.

SEGA versucht nicht, Crazy Taxi an moderne realistische Rennspiele anzupassen.

Stattdessen wird die übertriebene Identität der Reihe bewahrt und mit zusätzlichen Mechaniken erweitert.

Modernisiert, aber sofort wiederzuerkennen

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Optisch präsentiert sich World Tour deutlich moderner als seine Vorgänger.

Die Welt ist farbenfroh, lebendig und bewusst überzeichnet.

Fahrzeuge und Charaktere besitzen einen stilisierten Look, der gut zur Arcade-Ausrichtung passt.

Gleichzeitig bleibt das Spiel sofort als Crazy Taxi erkennbar.

Gelbe Taxis, auffällige Fahrgäste, große Zielanzeigen, hektische Fahrten und Punkrock sorgen dafür, dass sich alte Fans schnell zuhause fühlen.

Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Nach einer derart langen Pause hätte SEGA die Reihe problemlos komplett neu interpretieren können.

Stattdessen wirkt World Tour bislang eher wie eine moderne Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee.

Noch ist Zeit für Feinschliff

Natürlich handelte es sich bei unserer gamescom-Version noch nicht um das fertige Spiel.

Crazy Taxi: World Tour erscheint erst 2027.

SEGA hat entsprechend noch Zeit, Steuerung, Balancing, Missionen und Multiplayer weiter zu optimieren.

Besonders der Online-Bereich wird dabei wichtig sein.

Ein Closed Network Test soll noch im September 2026 weitere Erkenntnisse liefern und den Entwicklern ermöglichen, die Multiplayer-Systeme unter realen Bedingungen zu testen.

Dabei stehen unter anderem Pickup Race und Cops ’n‘ Cabbies zur Verfügung.

Gerade weil der Online-Multiplayer eine Premiere für die Reihe darstellt, dürfte das Feedback der Spieler hier besonders wertvoll sein.

Unser Eindruck von der Gamescom 2026

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Nach unserem Hands-on bei SEGA hinterlässt Crazy Taxi: World Tour einen positiven und vor allem angenehm vertrauten ersten Eindruck.

Die wichtigste Erkenntnis unserer Probefahrt lautet: Crazy Taxi fühlt sich noch immer nach Crazy Taxi an.

Das klingt zunächst selbstverständlich, ist nach einer so langen Pause aber wahrscheinlich die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Rückkehr.

Das grundlegende Konzept funktioniert weiterhin hervorragend.

Wir sammeln einen Fahrgast ein, treten das Gaspedal durch und versuchen anschließend mit möglichst wenig Rücksicht auf Verkehrsregeln das Ziel zu erreichen.

Crazy Dash und Crazy Stop sorgen dabei für die vertraute Grundlage, während Crazy Drift und Nitro Boost zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Besonders der neue Drift fügt sich gut in das bestehende Gameplay ein und kann den Fahrten einen angenehmen Flow verleihen.

Auch die Deutschland-Karte hat uns gefallen.

Statt eine einzelne reale Stadt möglichst exakt nachzubauen, kombiniert SEGA verschiedene deutsche Regionen, Wahrzeichen und Landschaften zu einer überzeichneten Arcade-Spielwiese. Das passt wesentlich besser zu Crazy Taxi als eine realistische Rekonstruktion.

Die größere Frage betrifft deshalb weniger das eigentliche Fahrgefühl als den langfristigen Umfang.

Fünf internationale Karten, eine Story rund um Axel, unterschiedliche Missionen und der neue Online-Multiplayer sollen dafür sorgen, dass World Tour wesentlich mehr bietet als kurze Arcade-Runden.

Insbesondere der Multiplayer besitzt großes Potenzial. Mit bis zu sechs Fahrern gleichzeitig durch eine Stadt zu rasen und sich gegenseitig um Fahrgäste beziehungsweise den Sieg zu bringen, klingt wie eine logische Weiterentwicklung der ohnehin chaotischen Grundidee.

Wie gut dieses Konzept langfristig funktioniert, muss sich noch zeigen.

Unser Hands-on hat aber bereits deutlich gemacht, dass SEGA verstanden hat, was Crazy Taxi ursprünglich ausgezeichnet hat.

World Tour versucht nicht, aus dem Arcade-Klassiker eine seriöse Fahrsimulation zu machen. Stattdessen wird alles größer, schneller und umfangreicher – während im Kern weiterhin dieselbe herrlich einfache Frage steht: Wie verrückt können wir fahren und unseren Fahrgast trotzdem rechtzeitig ans Ziel bringen?

Nach unserer Probefahrt durch Deutschland lautet die Antwort jedenfalls: ziemlich verrückt.

Und genau so sollte Crazy Taxi sein.

Crazy Taxi: World Tour erscheint 2027 für PlayStation 5, XBOX Series X|S, XBOX on PC, PC via Steam und Nintendo Switch 2.

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