Kaugummi klebt, lässt sich aufblasen und sorgt manchmal für eine ziemliche Sauerei. In MegaGum wird die eigentlich alltägliche Süßigkeit jedoch zur Grundlage einer ganzen Welt – und gleichzeitig zu unserem wichtigsten Werkzeug. Auf der gamescom 2026 hatten wir die Gelegenheit, das farbenfrohe 3D-Action-Adventure von N-Zone selbst anzuspielen und gemeinsam mit der jungen Protagonistin Uja einen ersten Ausflug in den geheimnisvollen Gum Tower zu unternehmen.
Bereits nach wenigen Minuten fällt auf, dass MegaGum nicht einfach nur ein weiterer klassischer 3D-Plattformer sein möchte. Praktisch das gesamte Gameplay dreht sich um eine außergewöhnliche Substanz namens Gum. Sie dient als Energiequelle und Baumaterial, steckt in Waffen, Gegnern und Teilen der Umgebung und ermöglicht Uja verschiedene Fähigkeiten.
Wir können an Wänden entlanglaufen, Gum aufblasen, uns durch gefährliche Fabrikbereiche bewegen und die klebrige Substanz im Kampf einsetzen. Gleichzeitig versteckt sich hinter der knallbunten Fassade eine wesentlich düsterere Geschichte.
Denn im gigantischen Gum Tower stimmt etwas ganz und gar nicht.
Willkommen in einer Welt voller Kaugummi

Die Grundidee von MegaGum ist ebenso ungewöhnlich wie charmant.
In der Welt des Spiels ist Gum wesentlich mehr als eine Süßigkeit. Die wundersame Substanz hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Gesellschaft entwickelt. Sie liefert Energie, dient als Material und wird sogar zur Erschaffung lebender Wesen verwendet.
Im Mittelpunkt steht der gigantische Gum Tower.
Die gewaltige Fabrik bildet den zentralen Schauplatz unseres Abenteuers und besteht aus zahlreichen unterschiedlichen Abteilungen, Korridoren und Produktionsbereichen.
Auf den ersten Blick wirkt alles bunt, verspielt und beinahe einladend.
Leuchtende Farben, skurrile Maschinen und niedliche Gum-Kreaturen erzeugen eine Atmosphäre, die zunächst eher an einen verrückten Freizeitpark als an einen gefährlichen Industriekomplex erinnert.
Doch genau mit diesem Gegensatz spielt MegaGum.
Je tiefer wir in den Turm vordringen, desto deutlicher soll werden, dass sich hinter der fröhlichen Fassade einige ziemlich dunkle Geheimnisse verbergen.
Uja sucht nach Antworten
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Uja.
Die junge Waise ist keine klassische Auserwählte und besitzt auch keine vorherbestimmte Aufgabe, die Welt zu retten. Stattdessen wird ihre Geschichte von Verlust und zahlreichen unbeantworteten Fragen geprägt.
Uja misstraut ausgerechnet jener Substanz, auf der praktisch ihre gesamte Gesellschaft aufgebaut wurde: Gum.
Ihre Vergangenheit und die Geheimnisse rund um den Gum Tower führen sie schließlich direkt in das Herz des Kaugummi-Imperiums.
Dabei präsentiert N-Zone seine Protagonistin bewusst nicht als schweigsame Spielfigur.
Uja besitzt einen eigenen Charakter, ist direkt, selbstbewusst und mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus ausgestattet. Diese Persönlichkeit passt gut zur verspielten Präsentation des Spiels und sorgt dafür, dass die Heldin nicht einfach nur als Werkzeug dient, mit dem wir durch die Level springen.
Gleichzeitig besitzt ihre Reise einen persönlichen Hintergrund.
Je weiter wir in den Gum Tower eindringen, desto mehr erfahren wir darüber, was hinter der MegaGum Corporation steckt und welche Verbindung Uja selbst zu den Ereignissen besitzt.
Mister Gum und sein mysteriöses Imperium

Über allem schwebt der Name Mister Gum.
Er ist der Kopf hinter der MegaGum Corporation und der Schöpfer jener wundersamen Substanz, die das Leben der Menschen grundlegend verändert hat.
Allerdings wurde Mister Gum seit Jahren nicht mehr gesehen.
Was mit ihm passiert ist und welche Geheimnisse innerhalb seines gewaltigen Fabrikturms verborgen liegen, gehört zu den zentralen Fragen der Geschichte.
MegaGum erzählt damit nicht einfach nur ein buntes Abenteuer über eine Heldin, die sich durch eine verrückte Fabrik kämpft.
Hinter der fröhlichen Oberfläche beschäftigt sich das Spiel auch mit Themen wie Verlust, Familie, Kontrolle und falschen Versprechungen.
Gerade dieser Kontrast könnte der Geschichte langfristig einen besonderen Reiz verleihen.
Die Welt möchte uns permanent vermitteln, wie großartig Gum ist. Überall begegnen uns Farben, Maskottchen und Unternehmenspropaganda.
Doch gleichzeitig bekommen wir immer stärker das Gefühl, dass diese perfekte Fassade Risse besitzt.
Gum bestimmt das gesamte Gameplay
Besonders interessant ist, dass Gum nicht ausschließlich für die Geschichte wichtig ist.
N-Zone hat die Substanz zum Mittelpunkt nahezu sämtlicher Gameplay-Systeme gemacht.
Ujas Fähigkeiten basieren auf unterschiedlichen Eigenschaften des Materials. Dadurch bekommen wir im Laufe unseres Abenteuers immer mehr Möglichkeiten, mit unserer Umgebung zu interagieren.
Wir können beispielsweise an Wänden entlanglaufen beziehungsweise haften, uns durch bestimmte Bereiche katapultieren oder Gum aufblasen.
Diese Fähigkeiten werden sowohl für die Fortbewegung als auch für Rätsel und Kämpfe eingesetzt.
Damit versucht MegaGum zu vermeiden, dass neue Fähigkeiten lediglich stärkere Versionen bereits vorhandener Angriffe darstellen.
Stattdessen sollen Upgrades tatsächlich verändern, wie wir spielen.
Eine neue Gum-Fähigkeit kann uns Zugang zu Bereichen ermöglichen, die zuvor unerreichbar waren, gleichzeitig neue Möglichkeiten im Kampf eröffnen und die Art verändern, wie wir Plattformpassagen bewältigen.
Springen, kleben und durch die Fabrik gleiten

Das grundlegende Gameplay verbindet klassische 3D-Plattforming-Elemente mit Action und Erkundung.
Uja bewegt sich ausgesprochen agil durch die verschiedenen Bereiche des Gum Towers.
Wir springen über Abgründe, überwinden Hindernisse und nutzen die besonderen Gum-Eigenschaften, um uns durch die teilweise gefährlichen Fabrikanlagen zu bewegen.
Besonders das Zusammenspiel aus klassischer Bewegung und den Gum-Fähigkeiten verleiht MegaGum seinen eigenen Charakter.
Wo ein normaler Plattformer vielleicht einfach eine Reihe beweglicher Plattformen platzieren würde, kann MegaGum seine klebrige Hauptmechanik einbeziehen.
Wände werden dadurch nicht zwangsläufig zu Grenzen.
Stattdessen können sie Teil unseres Weges sein.
Das eröffnet den Entwicklern interessante Möglichkeiten beim Leveldesign und sorgt gleichzeitig dafür, dass wir die Umgebung genauer betrachten müssen.
Jeder Bereich bringt neue Herausforderungen
Der Gum Tower besteht aus unterschiedlichen Bereichen beziehungsweise Abteilungen.
Dabei möchte N-Zone vermeiden, dass wir uns lediglich durch optisch leicht veränderte Versionen derselben Räume bewegen.
Neue Stockwerke sollen eigene Mechaniken, Rätsel und Herausforderungen einführen.
Dadurch müssen wir unser bisher erlerntes Wissen regelmäßig mit neuen Ideen kombinieren.
Gerade für einen 3D-Plattformer ist das entscheidend.
Eine gute Bewegungsmechanik macht zwar bereits Spaß, langfristig benötigt sie aber Level, die unsere Fähigkeiten immer wieder auf unterschiedliche Weise fordern.
MegaGum versucht genau hier anzusetzen.
Die Fabrik soll sich mit unserem Fortschritt weiterentwickeln und uns regelmäßig vor neue Situationen stellen.
Auch im Kampf wird Gum zur Waffe

Natürlich lässt uns der Gum Tower nicht einfach ungestört seine Geheimnisse erkunden.
Verschiedene Gegner stellen sich Uja in den Weg.
Auch hier bleibt das Spiel seiner zentralen Idee treu: Gum ist gleichzeitig Werkzeug und Waffe.
Unsere Ausrüstung nutzt unterschiedliche Eigenschaften der Substanz und ermöglicht dadurch verschiedene Angriffe.
Das Kampfsystem verbindet sich mit Ujas hoher Beweglichkeit. Statt ausschließlich stehen zu bleiben und auf Gegner einzuschlagen, können wir unsere Mobilität nutzen, Angriffen ausweichen und die Umgebung in die Auseinandersetzungen einbeziehen.
Dadurch entsteht eine Mischung aus Action und Plattforming.
Wie abwechslungsreich sich die Kämpfe über die gesamte Spielzeit entwickeln, muss sich natürlich noch zeigen. Die grundsätzliche Idee, Bewegungs- und Kampffähigkeiten über dasselbe Gum-System miteinander zu verbinden, machte während unseres ersten Kontakts aber einen interessanten Eindruck.
Gummies sind niedlich und vollkommen chaotisch
Nicht jedes Lebewesen im Gum Tower möchte uns sofort an den Kragen.
Zu den auffälligsten Bewohnern gehören die sogenannten Gummies.
Dabei handelt es sich um kleine Gum-Kreaturen, die ursprünglich als günstige Arbeitskräfte erschaffen wurden. Sie sollten schwere Maschinen bedienen und bei der Produktion helfen.
Mittlerweile haben sie sich allerdings zu den inoffiziellen Maskottchen der MegaGum-Welt entwickelt.
Die kleinen Wesen sehen niedlich aus, besitzen aber offenbar ein ausgesprochen großes Talent dafür, Chaos anzurichten.
Überall im Tower geraten sie in absurde Situationen, spielen mit der Umgebung oder sorgen für kleine humorvolle Momente.
Damit bilden die Gummies einen wichtigen Gegenpol zu den dunkleren Themen der Geschichte.
Sie verleihen der Welt Persönlichkeit und sorgen dafür, dass sich die Fabrik nicht einfach wie eine Aneinanderreihung leerer Plattformräume anfühlt.
Hinter der bunten Fassade wird es zunehmend düster

Optisch setzt MegaGum zunächst auf kräftige Farben und einen stark stilisierten Comic-Look.
Gerade dadurch funktioniert der Kontrast zur Geschichte besonders gut.
Die MegaGum Corporation präsentiert ihre Welt als perfekten Ort. Alles ist bunt, Gum löst scheinbar jedes Problem und die kleinen Gummies könnten problemlos als Figuren einer Kinderserie durchgehen.
Doch unter dieser Oberfläche stimmt etwas nicht.
Während wir die Fabrik erkunden, entdecken wir nach und nach Hinweise darauf, dass Gum möglicherweise einen wesentlich höheren Preis besitzt, als die Unternehmenspropaganda vermuten lässt.
Die Entwickler möchten die Geschichte dabei nicht ausschließlich über lange Zwischensequenzen erzählen.
Charaktere, Umgebung und Leveldesign liefern ebenfalls Hinweise.
Wer aufmerksam durch den Tower läuft und sich genauer umsieht, soll zusätzliche Details entdecken und dadurch selbst Teile der Geschichte zusammensetzen können.
Erkundung wird belohnt
Damit bekommt auch die Erkundung einen höheren Stellenwert.
Der direkte Weg durch einen Level ist nicht zwangsläufig der einzige interessante Weg.
Versteckte Bereiche und Geheimnisse laden dazu ein, die Umgebung genauer zu untersuchen.
Gerade durch Ujas wachsende Gum-Fähigkeiten können Bereiche interessant werden, die wir zuvor vielleicht bereits gesehen haben.
Eine neue Bewegungsmöglichkeit kann plötzlich einen bislang unerreichbaren Weg öffnen.
Dadurch besitzt MegaGum leichte Metroidvania-Einflüsse, ohne seinen grundlegenden Charakter als 3D-Action-Plattformer aufzugeben.
Die Entwickler wollen uns also nicht ausschließlich von einem Hindernis zum nächsten schicken.
Neugier soll sich lohnen.
Asymmetrischer Koop erweitert das Abenteuer

MegaGum ist grundsätzlich als Singleplayer-Abenteuer spielbar, bietet allerdings zusätzlich einen lokalen Koop-Modus.
Dabei setzt N-Zone auf einen interessanten Ansatz.
Der zweite Spieler übernimmt nicht einfach eine identische Kopie von Uja.
Stattdessen basiert der Koop auf asymmetrischen Fähigkeiten und Interaktionen.
Die Charaktere besitzen unterschiedliche Möglichkeiten und müssen ihre Fähigkeiten kombinieren, um bestimmte Situationen zu meistern.
Dadurch sollen Plattforming, Erkundung und Rätsel auch gemeinsam funktionieren, ohne dass sich der zweite Spieler lediglich wie ein Anhängsel anfühlt.
Gerade bei Rätseln eröffnet das interessante Möglichkeiten.
Ein Charakter kann beispielsweise eine bestimmte Interaktion ausführen, während der andere an einer vollkommen anderen Stelle benötigt wird.
Koordination wird dadurch wichtiger.
Unser Hands-on auf der gamescom 2026
Auf der gamescom 2026 konnten wir MegaGum selbst ausprobieren und damit erstmals erleben, wie sich Ujas ungewöhnliche Gum-Fähigkeiten tatsächlich spielen.
Bereits optisch fällt das Spiel sofort auf.
Zwischen zahlreichen düsteren, realistischen oder postapokalyptischen Spielen setzt MegaGum bewusst auf kräftige Farben, überzeichnete Figuren und eine beinahe zuckersüße Präsentation.
Das passt hervorragend zur Grundidee.
Noch wichtiger ist allerdings, dass Gum nicht einfach nur als optisches Gimmick verwendet wird.
Während unserer Anspielsession merkten wir schnell, dass die verschiedenen Eigenschaften der Substanz unmittelbar in die Fortbewegung und das Leveldesign einfließen.
Das klassische Springen wird durch zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten ergänzt und insbesondere die Interaktion mit Wänden verleiht den Plattformpassagen eine eigene Dynamik.
Ujas Beweglichkeit macht Lust aufs Experimentieren

Bei einem 3D-Plattformer steht und fällt ein großer Teil des Spielspaßes mit der Bewegung der Hauptfigur.
Uja soll sich nicht schwerfällig durch den Gum Tower bewegen.
Stattdessen setzt MegaGum auf ein agiles Spielgefühl.
Springen, unterschiedliche Gum-Fähigkeiten und die Interaktion mit der Umgebung greifen ineinander.
Gerade dadurch entsteht schnell der Wunsch, auszuprobieren, welche Bereiche wir erreichen können.
Ist dort oben vielleicht ein versteckter Weg? Können wir diese Wand für unsere Bewegung nutzen? Befindet sich hinter der nächsten Maschine ein Geheimnis?
Dieses Gefühl der Neugier passt hervorragend zum Aufbau des Gum Towers.
Da die Fabrik selbst eines der größten Geheimnisse des Spiels darstellt, motiviert uns das Gameplay dazu, genau jene Umgebung genauer zu untersuchen.
Plattforming und Action greifen ineinander
Während unseres Hands-ons zeigte sich außerdem, dass MegaGum seine unterschiedlichen Bestandteile nicht strikt voneinander trennt.
Wir befinden uns nicht zunächst in einem Plattformabschnitt, betreten anschließend eine Kampfarena und lösen danach isoliert ein Rätsel.
Stattdessen sollen die verschiedenen Systeme stärker ineinandergreifen.
Unsere Bewegungsfähigkeiten helfen uns im Kampf.
Gum wird für Rätsel benötigt.
Und beim Erkunden entdecken wir wiederum neue Möglichkeiten oder Informationen über die Geschichte.
Dadurch wirkt das grundlegende Konzept angenehm zusammenhängend.
Die zentrale Gum-Idee ist nicht einfach eines von mehreren Features.
Sie bildet das Fundament des Spiels.
Ein ungewöhnlicher Indie-Titel zwischen Humor und ernsten Themen

Besonders interessant fanden wir während unseres Gamescom-Termins die Mischung aus Humor und düsterer Hintergrundgeschichte.
Auf der einen Seite stehen die chaotischen Gummies, knallige Farben und eine Hauptfigur mit frechen Kommentaren.
Auf der anderen Seite geht es um Verlust, Kontrolle und eine Gesellschaft, die sich vollkommen von einer scheinbar wundersamen Substanz abhängig gemacht hat.
Dieser Kontrast könnte MegaGum langfristig von anderen farbenfrohen 3D-Plattformern unterscheiden.
Natürlich hängt viel davon ab, wie gut es den Entwicklern gelingt, beide Seiten miteinander zu verbinden.
Wird die Geschichte zu düster, könnte sie mit dem verspielten Gameplay kollidieren. Bleibt sie dagegen zu oberflächlich, würde ein großer Teil des interessanten Worldbuildings ungenutzt bleiben.
Der bisher gezeigte Ansatz macht jedoch neugierig darauf, was tatsächlich hinter Mister Gum und seinem Imperium steckt.
Noch befindet sich MegaGum mitten in der Entwicklung
Unsere Gamescom-Version stellte natürlich noch nicht das fertige Spiel dar.
MegaGum befindet sich weiterhin in Entwicklung und soll 2027 erscheinen.
Entsprechend können sich bis zur Veröffentlichung noch verschiedene Bereiche verändern.
Gerade Balancing, Feinschliff der Steuerung und das Zusammenspiel der zahlreichen Gum-Fähigkeiten dürften bis zum Release weiter optimiert werden.
N-Zone nutzt öffentliche Veranstaltungen wie die gamescom ausdrücklich dazu, Spieler selbst an MegaGum heranzulassen und Feedback zu sammeln.
Bereits unmittelbar vor der Messe konnte das Spiel beim The MIX Cologne ausprobiert werden. Anschließend zog das Team weiter zur gamescom, wo Besucher erneut selbst Hand anlegen konnten.
Unser Eindruck von der Gamescom 2026
Nach unserem Hands-on gehört MegaGum für uns zu den ungewöhnlicheren Indie-Titeln der gamescom 2026.
Die grundlegende Idee klingt zunächst beinahe absurd: Eine ganze Welt basiert auf Kaugummi und praktisch sämtliche Gameplay-Systeme drehen sich um dessen Eigenschaften.
Doch genau daraus entwickelt das Spiel seine eigene Identität.
Statt einen gewöhnlichen 3D-Plattformer zu entwickeln und anschließend eine Kaugummi-Optik darüberzulegen, versucht N-Zone, das Thema konsequent in Bewegung, Kämpfe, Rätsel, Gegner und die Geschichte einzubauen.
Besonders Ujas Gum-Fähigkeiten besitzen Potenzial.
An Wänden entlangzulaufen, die klebrige Substanz für die Fortbewegung einzusetzen und mit neuen Fähigkeiten zusätzliche Wege zu erschließen, passt hervorragend zu einem 3D-Plattformer.
Gleichzeitig sorgt der Gum Tower für einen interessanten Schauplatz.
Die gigantische Fabrik kann unterschiedlichste Abteilungen beherbergen, wodurch die Entwickler genügend Möglichkeiten haben, neue Mechaniken und optische Ideen einzuführen.
Auch die Geschichte macht neugierig.
Hinter den leuchtenden Farben und den niedlichen Gummies versteckt sich offensichtlich eine wesentlich unangenehmere Wahrheit über Mister Gum und seine Corporation. Ujas persönliche Suche nach Antworten gibt uns dabei einen guten Grund, immer tiefer in den Tower vorzudringen.
Nach unserer Anspielsession bleiben natürlich noch Fragen offen. Vor allem muss sich zeigen, wie abwechslungsreich die Gum-Fähigkeiten über ein komplettes Abenteuer bleiben, wie umfangreich die unterschiedlichen Bereiche des Towers ausfallen und wie gut die Balance zwischen Plattforming, Kämpfen, Rätseln und Story funktioniert.
Die Grundlage gefällt uns jedoch.
MegaGum wirkt farbenfroh, verspielt und zunächst beinahe harmlos, versteckt unter seiner zuckersüßen Oberfläche aber ein überraschend interessantes Action-Adventure. Vor allem die konsequente Einbindung von Gum in nahezu sämtliche Spielmechaniken könnte dafür sorgen, dass sich Ujas Abenteuer von der Masse der 3D-Plattformer abhebt.
Unser erster Ausflug in den Gum Tower hat deshalb vor allem eines erreicht: Wir möchten wissen, was sich in den höheren Etagen verbirgt – und was Mister Gum mit all dem zu tun hat.
MegaGum soll 2027 für PlayStation 5, XBOX, Nintendo Switch2 und PC erscheinen. Eine deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel sind bereits auf Steam aufgeführt.


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