Mit dem Strecken-DLC „Thames Valley: Windsor, Henley & Marlow Branch Lines“ erweitert Entwickler Incredible Trains in Zusammenarbeit mit Publisher Dovetail Games die Eisenbahnsimulation Train Sim World um drei historische Nebenbahnen im malerischen Themsetal westlich von London. Die Erweiterung erschien ursprünglich am 21. Juli 2026 für Train Sim World 6 und ist dank der Kompatibilität auch in Train Sim World 7 spielbar. Anders als viele klassische Streckenerweiterungen setzt das Add-On nicht auf eine lange Hauptstrecke, sondern kombiniert drei voneinander unabhängige Bahnverbindungen in einem Paket. Im Mittelpunkt steht der Dieseltriebzug BR Class 165 Networker Turbo der Great Western Railway (GWR), mit dem Spieler den regionalen Personenverkehr zwischen Slough und Windsor, Maidenhead und Marlow sowie Twyford und Henley-on-Thames übernehmen.

Mit insgesamt 11 Bahnhöfen, fünf Szenarien, einem umfangreichen Fahrplanmodus und einem erstmals in Train Sim World umgesetzten Zugstabverfahren möchte die Erweiterung vor allem Fans des gemütlichen britischen Nebenbahnbetriebs ansprechen. Doch können die drei vergleichsweise kurzen Strecken trotz ihres überschaubaren Umfangs überzeugen, und wie viel Abwechslung bietet das DLC in Train Sim World 7?

Drei historische Nebenbahnen in einer Erweiterung

Eine Besonderheit von Thames

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Valley: Windsor, Henley & Marlow Branch Lines ist das ungewöhnliche Streckenkonzept. Während die meisten Erweiterungen für Train Sim World eine zusammenhängende Bahnverbindung abbilden, erhalten Spieler hier gleich drei eigenständige Nebenstrecken, die von der Great Western Main Line abzweigen. Zusammen umfassen sie rund 21,7 Kilometer beziehungsweise 13,5 Meilen und führen durch unterschiedliche Regionen des englischen Themsetals.

Die Windsor Branch verbindet Slough mit Windsor & Eton Central und ist mit rund 3,2 Kilometern die kürzeste Strecke des Pakets. Die Marlow Branch führt über etwa 11,3 Kilometer von Maidenhead über Bourne End bis nach Marlow, während die Henley Branch auf rund 7,2 Kilometern Twyford mit Henley-on-Thames verbindet. Jede dieser Verbindungen besitzt ihren eigenen Fahrplan, unterschiedliche betriebliche Besonderheiten und einen eigenständigen landschaftlichen Charakter.

Insgesamt umfasst die Erweiterung 11 Bahnhöfe, die sich auf die drei Nebenbahnen verteilen. Dabei stehen weniger hohe Geschwindigkeiten oder lange Fahrten im Mittelpunkt, sondern vielmehr kurze Pendelverbindungen, regelmäßige Richtungswechsel und ein möglichst authentischer regionaler Eisenbahnbetrieb.

Die Strecken sind allerdings nicht direkt miteinander verbunden. Wer zwischen den drei Nebenbahnen wechseln möchte, kann die Schnellreisefunktion verwenden. Besitzer der separat erhältlichen Erweiterung Great Western Express können außerdem über die Funktion „Route Hopping“ auf die Great Western Main Line wechseln und so die Verbindungen zwischen den Ausgangsbahnhöfen Slough, Maidenhead und Twyford nutzen.

Windsor Branch – Kurze Pendelfahrten zur königlichen Residenz

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Die Windsor Branch ist mit gerade einmal zwei Meilen die kürzeste der drei enthaltenen Strecken. Sie verbindet den Bahnhof Slough mit Windsor & Eton Central und führt damit in unmittelbare Nähe einer der bekanntesten königlichen Residenzen Großbritanniens. Die Bahnstrecke besitzt eine lange Geschichte und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil des regionalen Verkehrs.

Trotz ihrer geringen Länge bietet die Verbindung einige interessante Besonderheiten. Die Gleise verlaufen teilweise auf einem erhöhten Streckenabschnitt und führen in einem markanten Bogen in Richtung Windsor. Dabei können Spieler die Umgebung der historischen Stadt erkunden, während sich die Strecke dem Bahnhof Windsor & Eton Central nähert.

Im Mittelpunkt stehen regelmäßige Pendelfahrten zwischen den beiden Endbahnhöfen. Aufgrund der kurzen Distanz müssen Spieler bereits nach wenigen Minuten wieder den Führerstand wechseln und die Rückfahrt vorbereiten. Gerade diese schnellen Richtungswechsel gehören zum typischen Betriebsablauf der Windsor Branch.

Die geringe Streckenlänge ist allerdings gleichzeitig eine Schwäche. Wer längere Fahrten bevorzugt, dürfte hier nur wenig Abwechslung finden. Für kurze Spielsessions eignet sich die Verbindung dagegen hervorragend, da sich einzelne Fahrplandienste ohne großen Zeitaufwand absolvieren lassen.

Besonders interessant ist das Szenario „Wedding Bells in Windsor“, bei dem ein erhöhtes Fahrgastaufkommen anlässlich einer königlichen Hochzeit bewältigt werden muss. Die engen Fahrpläne und kurzen Wendezeiten sorgen dafür, dass auch auf dieser vergleichsweise einfachen Strecke ein gewisser Anspruch entsteht.

Marlow Branch – Historischer Nebenbahnbetrieb mit Zugstabverfahren

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Die Marlow Branch ist mit sieben Meilen beziehungsweise rund 11,3 Kilometern die längste Verbindung der Erweiterung. Sie führt von Maidenhead über Furze Platt, Cookham und Bourne End bis nach Marlow und bietet damit deutlich mehr Fahrstrecke als die Windsor Branch.

Eine Besonderheit ist der ungewöhnliche Streckenverlauf. Die Verbindung entstand aus Teilen der historischen Great Marlow Railway und der ehemaligen Wycombe Railway. Während die Strecke früher als Verbindung zwischen verschiedenen Hauptstrecken diente, ist heute nur noch ein Teil des ursprünglichen Netzes in Betrieb.

Besonders interessant gestaltet sich der Betriebsablauf in Bourne End. Dort müssen Züge ihre Fahrtrichtung wechseln, bevor sie die Fahrt nach Marlow fortsetzen können. Diese betriebliche Besonderheit unterscheidet die Marlow Branch von vielen anderen Nebenstrecken und sorgt für zusätzliche Aufgaben während einer regulären Zugfahrt.

Ein weiteres Highlight ist das erstmals in Train Sim World integrierte Zugstabverfahren (Token-System). Dabei dient ein spezieller Zugstab als Berechtigung, einen bestimmten eingleisigen Streckenabschnitt zu befahren. Dieses historische Sicherungsverfahren verhindert, dass sich mehrere Züge gleichzeitig in einem dafür gesicherten Abschnitt befinden. Spieler können den Zugstab im Spiel selbst übernehmen und müssen ihn bei der Fahrt entsprechend berücksichtigen.

Gerade diese Funktion verleiht der Marlow Branch einen besonderen Reiz. Statt lediglich von Bahnhof zu Bahnhof zu fahren, werden zusätzliche betriebliche Abläufe simuliert, die im modernen Eisenbahnverkehr nur noch auf wenigen Strecken anzutreffen sind.

Auch landschaftlich bietet die Verbindung einiges. Kleine Bahnhöfe, dicht bewachsene Streckenabschnitte und typisch britische Ortschaften sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Der historische Charakter der Nebenbahn wird dadurch besonders deutlich.

Das Szenario „The Marlow Donkey“ greift den traditionellen Spitznamen des Pendelverkehrs zwischen Bourne End und Marlow auf. Spieler übernehmen dabei einen Zug für den Nachmittagsverkehr und müssen die typischen Betriebsabläufe dieser Verbindung bewältigen.

Henley Branch – Unterwegs zur berühmten Ruderregatta

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Die dritte Strecke führt von Twyford über Wargrave und Shiplake bis nach Henley-on-Thames. Mit einer Länge von rund 7,2 Kilometern beziehungsweise 4,5 Meilen liegt sie zwischen den beiden anderen Nebenbahnen und besitzt ebenfalls einen ganz eigenen Charakter.

Die Henley Branch wird auch als „Regatta Line“ bezeichnet. Ihren Beinamen verdankt sie der berühmten Henley Royal Regatta, einer traditionsreichen Ruderveranstaltung auf der Themse, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anzieht. Während solcher Veranstaltungen spielt die Bahnverbindung eine wichtige Rolle bei der Beförderung der Zuschauer.

Im Vergleich zur Marlow Branch verläuft die Strecke relativ geradlinig und bietet einen entspannten Nebenbahnbetrieb. Besonders die ländliche Umgebung mit ihren grünen Wiesen, Bäumen und kleinen Ortschaften trägt zur Atmosphäre bei. Die Nähe zur Themse und die charakteristischen britischen Bahnstationen machen die Verbindung zu einer interessanten Ergänzung des Pakets.

Ein Höhepunkt ist das Szenario „Regatta Day“, bei dem Spieler einen verstärkten Pendelzug zwischen Twyford und Henley-on-Thames übernehmen. Durch das erhöhte Fahrgastaufkommen während der Ruderregatta entsteht eine besondere Betriebssituation, die sich von den gewöhnlichen Fahrplandiensten unterscheidet.

Obwohl auch diese Strecke vergleichsweise kurz ausfällt, bietet sie durch ihre landschaftliche Gestaltung und die Verbindung zur berühmten Regatta einen hohen Wiedererkennungswert. Wer gerne gemütliche Regionalbahnfahrten durch die britische Landschaft unternimmt, dürfte hier besonders auf seine Kosten kommen.

Die BR Class 165 Networker Turbo als einziges enthaltenes Fahrzeug

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Das Herzstück der Erweiterung bildet der Dieseltriebzug BR Class 165 Networker Turbo, der in der grünen Lackierung der Great Western Railway enthalten ist. Die Fahrzeuge wurden Anfang der 1990er-Jahre für den britischen Regionalverkehr entwickelt und sind bis heute auf verschiedenen Strecken im Westen Englands im Einsatz.

Die Class 165 gehört zur Networker-Familie und wurde speziell für den Einsatz auf nicht elektrifizierten Regionalstrecken konzipiert. Ihre kompakte Bauweise und die vergleichsweise gute Beschleunigung machen sie besonders für Nebenbahnen mit kurzen Haltestellenabständen geeignet.

Im Spiel verfügt der Triebzug über einen detaillierten Führerstand mit zahlreichen Bedienelementen. Neben der Beschleunigung und Bremssteuerung müssen Spieler auch die britischen Sicherheitssysteme berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem das Automatic Warning System (AWS) und das Train Protection & Warning System (TPWS), die den Lokführer bei der sicheren Zugführung unterstützen.

Die Fahrzeugdynamik wird mithilfe der SimuGraph-Technologie von Dovetail Games simuliert. Dabei sollen unter anderem das Beschleunigungs- und Bremsverhalten sowie die Federung möglichst realitätsnah umgesetzt werden. Gerade auf den kurzen Nebenstrecken, auf denen häufig angefahren und abgebremst wird, spielen diese Eigenschaften eine wichtige Rolle.

Auch die akustische Gestaltung trägt zum Gesamteindruck bei. Motorengeräusche, Ansagen und die Geräuschkulisse der Fahrgäste vermitteln den Charakter eines britischen Regionaltriebzugs. Die Class 165 passt damit hervorragend zu den drei enthaltenen Strecken und bildet eine stimmige Grundlage für den Nebenbahnbetrieb.

Allerdings ist die Fahrzeugauswahl mit nur einem enthaltenen Zugtyp vergleichsweise begrenzt. Während andere Streckenerweiterungen teilweise mehrere unterschiedliche Lokomotiven oder Triebzüge bieten, konzentriert sich Thames Valley vollständig auf die Class 165. Wer sich mehr Abwechslung bei den Fahrzeugen wünscht, ist deshalb auf zusätzliche Erweiterungen angewiesen.

Fünf Szenarien und ein abwechslungsreicher Fahrplanmodus

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Neben den regulären Fahrplandiensten bietet Thames Valley insgesamt fünf eigenständige Szenarien, die unterschiedliche Situationen aus dem britischen Eisenbahnbetrieb aufgreifen. Dazu gehören „Divide and Conquer“, „Rescue on the Windsor Branch“, „Regatta Day“, „The Marlow Donkey“ und „Wedding Bells in Windsor“.

Die Aufgaben unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Während bei „Divide and Conquer“ zwei gekuppelte Class-165-Triebzüge in Bourne End getrennt werden müssen, steht bei „Rescue on the Windsor Branch“ die Bergung eines liegen gebliebenen Zuges im Mittelpunkt. Andere Szenarien beschäftigen sich mit dem erhöhten Fahrgastaufkommen während einer Ruderregatta oder einer königlichen Hochzeit.

Gerade diese unterschiedlichen Aufgaben sorgen dafür, dass sich die Erweiterung nicht ausschließlich auf gewöhnliche Pendelfahrten beschränkt. Die Szenarien greifen typische betriebliche Besonderheiten der drei Strecken auf und ermöglichen es, verschiedene Funktionen der Class 165 kennenzulernen.

Im Fahrplanmodus können Spieler den regulären Personenverkehr auf allen drei Nebenbahnen übernehmen. Durch die kurzen Streckenlängen stehen häufige Halte, schnelle Richtungswechsel und regelmäßige Pendelfahrten im Mittelpunkt. Besonders auf der Windsor Branch entstehen dadurch kurze, aber eng getaktete Dienste.

Der Reisemodus verbindet die verschiedenen Inhalte miteinander und umfasst vier Kapitel mit insgesamt 27 Diensten beziehungsweise Aktivitäten. Zusätzlich stehen zwei Trainingsmodule zur Verfügung, die in die Bedienung der Class 165 und die Besonderheiten der Thames-Valley-Strecken einführen.

Auch der Schaffnermodus wird unterstützt. Statt selbst im Führerstand zu sitzen, können Spieler die Aufgaben des Zugpersonals übernehmen, Türen bedienen und Fahrkarten kontrollieren. Gerade auf den kurzen Regionalbahnstrecken bietet dieser Modus eine interessante Alternative zum klassischen Lokführerbetrieb.

Zusätzliche Fahrplanebenen und Verbindung zur Great Western Express

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Besitzer weiterer Train Sim World-Erweiterungen können das Streckenangebot zusätzlich erweitern. Unterstützt werden unter anderem Sonderfahrten mit der BR Class 37 sowie Bauzugleistungen mit der Class 70. Darüber hinaus kann zusätzlicher KI-Verkehr mit den bekannten High Speed Trains der Great Western Railway für mehr Betrieb an den Bahnhöfen der Great Western Main Line sorgen.

Diese zusätzlichen Fahrplanebenen tragen dazu bei, dass die drei Nebenbahnen stärker in das größere Eisenbahnnetz eingebunden werden. Besonders an den Ausgangsbahnhöfen Slough, Maidenhead und Twyford wirkt der Betrieb dadurch lebendiger, da dort neben den Regionalzügen weitere Fahrzeuge anzutreffen sind.

Allerdings stehen nicht sämtliche zusätzlichen Leistungen automatisch zur Verfügung. Für bestimmte Fahrplanebenen müssen entsprechende Erweiterungen separat erworben werden. Spieler, die lediglich Thames Valley besitzen, erhalten somit nicht den vollständigen Umfang aller möglichen Zugleistungen.

Besonders interessant ist die Kompatibilität mit Great Western Express. Durch die Funktion „Route Hopping“ können Spieler zwischen den beiden Erweiterungen wechseln und so die drei Nebenbahnen mit der größeren Hauptstrecke verbinden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine durchgehend befahrbare Gesamtstrecke innerhalb einer einzigen Spielsitzung, sondern um einen Wechsel zwischen den jeweiligen Streckeninhalten.

Für Besitzer von Great Western Express stellt Thames Valley dennoch eine sinnvolle Ergänzung dar. Die drei Nebenbahnen erweitern das bekannte Streckennetz um zusätzliche regionale Verbindungen und ermöglichen einen anderen Blick auf den Eisenbahnbetrieb im Westen Londons.

Landschaftsgestaltung und Atmosphäre im britischen Themsetal

e im britischen Themsetal

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Ein besonderes Augenmerk liegt bei Thames Valley auf der landschaftlichen Gestaltung. Statt großer Bahnhöfe, dicht befahrener Hauptstrecken und moderner Hochgeschwindigkeitszüge stehen kleine Ortschaften, grüne Landschaften und historische Nebenbahnen im Mittelpunkt. Gerade diese ruhige Atmosphäre unterscheidet die Erweiterung von vielen anderen Strecken in Train Sim World 7.

Die drei Nebenbahnen führen durch unterschiedliche Landschaftsabschnitte des englischen Themsetals. Dicht bewachsene Gleisbereiche, typische britische Wohnhäuser, kleine Bahnhöfe und zahlreiche Details entlang der Strecken sorgen für einen abwechslungsreichen Gesamteindruck. Besonders die Vegetation fällt auf, da Bäume und Sträucher teilweise unmittelbar an die Gleise heranreichen und dadurch eine natürliche Streckenführung entsteht.

Entwickler Incredible Trains hat darüber hinaus verschiedene Umgebungsdetails integriert, die zur Atmosphäre beitragen. Dazu gehören jahreszeitlich veränderte Felder, auf die vorbeifahrenden Züge reagierende Tiere, typisch britische Straßenelemente und animierter Schiffsverkehr auf der Themse. Diese Details verleihen der Umgebung zusätzliche Lebendigkeit und unterstreichen den ländlichen Charakter der drei Strecken.

Auch die Bahnhöfe besitzen jeweils eigene Besonderheiten. Während Windsor & Eton Central durch seine Nähe zum berühmten Windsor Castle auffällt, vermitteln die kleineren Stationen entlang der Marlow Branch den Eindruck einer traditionellen britischen Nebenbahn. Henley-on-Thames wiederum profitiert von seiner Verbindung zur bekannten Ruderregatta und der reizvollen Lage in der Nähe des Flusses.

Die landschaftliche Gestaltung zählt damit zu den größten Stärken der Erweiterung. Besonders Spieler, die sich für gemütliche Zugfahrten durch die britische Landschaft begeistern, erhalten hier eine interessante Alternative zu den deutlich längeren und hektischeren Hauptstrecken.

Technische Umsetzung und bekannte Probleme

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Technisch basiert Thames Valley auf der Unreal Engine 4 und der SimuGraph-Technologie von Dovetail Games. Die Erweiterung wurde ursprünglich für Train Sim World 6 entwickelt und ist mit Train Sim World 7 kompatibel. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine vollständig überarbeitete Neuauflage, weshalb nicht zwangsläufig sämtliche neuen Funktionen des aktuellen Hauptspiels unterstützt werden.

Gerade die landschaftliche Gestaltung wurde von vielen Spielern positiv aufgenommen. Allerdings verlief die ursprüngliche Veröffentlichung nicht vollständig problemlos. Zum Verkaufsstart wurden unter anderem schwebende Objekte, fehlerhafte Geländebereiche, Probleme mit Brücken und kleinere Darstellungsfehler an Bahnhöfen gemeldet.

Mit einem TSW-6Update vom 24. August 2026 wurden verschiedene dieser Probleme behoben. Dazu gehörten Korrekturen an der Umgebung, fehlerhaften Objekten, Bahnsteigen und der nächtlichen Beleuchtung. Dennoch gab es auch nach diesem Update vereinzelte Berichte über technische Schwierigkeiten, insbesondere im Bereich Windsor & Eton Central. Ob diese Probleme auf allen Plattformen vollständig behoben wurden, lässt sich ohne aktuelle Überprüfung nicht abschließend beurteilen.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die vergleichsweise kurzen Strecken und ihre voneinander getrennte Struktur. Da die drei Nebenbahnen nicht direkt miteinander verbunden sind, entsteht ohne zusätzliche Erweiterungen kein durchgehender Eisenbahnbetrieb. Auch die begrenzte Fahrzeugauswahl kann sich auf längere Sicht bemerkbar machen.

Positiv ist dagegen, dass die Erweiterung den Lackierungsgestalter, den Zugverbandsgestalter und den Szenarioentwickler unterstützt. Eigene Kreationen können außerdem über den Creators Club mit anderen Spielern geteilt werden.

Speicherplatz und Veröffentlichung auf PlayStation 5 und PC

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Thames Valley: Windsor, Henley & Marlow Branch Lines erschien am 21. Juli 2026 zunächst als Streckenerweiterung für Train Sim World 6. Durch die Abwärtskompatibilität der Streckeninhalte steht das DLC auch in Train Sim World 7 zur Verfügung.

Auf der PlayStation 5 benötigt die Erweiterung 3,87 GB Speicherplatz, während auf Steam eine Downloadgröße von 4,3 GB angegeben wird. Damit fällt das Add-On trotz seiner drei unterschiedlichen Nebenbahnen vergleichsweise kompakt aus. Unterschiede bei den Downloadgrößen können unter anderem durch plattformspezifische Datenkomprimierung und unterschiedliche Paketstrukturen entstehen.

Mit einem regulären Verkaufspreis von 17,99 € gehört Thames Valley zudem zu den günstigeren Streckenerweiterungen der Reihe. Angesichts der drei enthaltenen Nebenbahnen, der fünf Szenarien und des zusätzlichen Schaffnermodus erscheint der Umfang für diesen Preis durchaus attraktiv. Allerdings sollten Käufer berücksichtigen, dass die einzelnen Strecken deutlich kürzer ausfallen als bei vielen größeren DLCs.

Für wen lohnt sich Thames Valley?

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Thames Valley richtet sich in erster Linie an Spieler, die den klassischen britischen Regionalverkehr bevorzugen und gerne auf kleineren Nebenbahnen unterwegs sind. Wer entspannte Zugfahrten durch ländliche Regionen, historische Eisenbahninfrastruktur und kurze Pendelverbindungen schätzt, findet hier ein interessantes Streckenpaket.

Besonders die Marlow Branch hebt sich durch das Zugstabverfahren und den Richtungswechsel in Bourne End hervor. Diese beiden Besonderheiten bringen zusätzliche betriebliche Herausforderungen mit sich und unterscheiden die Strecke von gewöhnlichen Regionalbahnverbindungen.

Auch für Spieler mit wenig Zeit eignet sich die Erweiterung. Da viele Fahrplandienste nur wenige Minuten dauern, lassen sich problemlos mehrere Zugfahrten während einer kurzen Spielsitzung absolvieren. Wer dagegen lange Fernverkehrsverbindungen, hohe Geschwindigkeiten oder umfangreiche Gütertransporte bevorzugt, dürfte mit anderen Streckenerweiterungen besser bedient sein.

Ein zusätzlicher Mehrwert ergibt sich für Besitzer von Great Western Express, da sich die Nebenbahnen durch Route Hopping mit der bekannten Hauptstrecke kombinieren lassen. Allerdings bleibt die Erweiterung auch ohne dieses zusätzliche DLC eigenständig spielbar.

Fazit
Drei charmante Nebenbahnen mit viel Atmosphäre und begrenztem Streckenumfang

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Mit Thames Valley: Windsor, Henley & Marlow Branch Lines bietet Incredible Trains eine interessante Streckenerweiterung für Train Sim World 7, die sich bewusst von den großen Hauptstrecken der Eisenbahnsimulation unterscheidet. Statt langer Fernverkehrsverbindungen und hoher Geschwindigkeiten stehen drei historische Nebenbahnen, gemütlicher Regionalverkehr und abwechslungsreiche betriebliche Abläufe im Mittelpunkt.

Besonders die Kombination aus drei unterschiedlichen Strecken sorgt für einen eigenständigen Charakter. Während die Windsor Branch mit kurzen Pendelfahrten zur königlichen Residenz überzeugt, bietet die Marlow Branch mit ihrem Richtungswechsel in Bourne End und dem erstmals integrierten Zugstabverfahren die interessantesten betrieblichen Besonderheiten. Die Henley Branch wiederum punktet mit ihrer landschaftlichen Gestaltung und der Verbindung zur berühmten Ruderregatta.

Auch die BR Class 165 Networker Turbo passt hervorragend zum Streckenpaket. Der Dieseltriebzug bietet eine interessante Fahrzeugsteuerung und eignet sich ideal für die kurzen Regionalbahnverbindungen. Allerdings bleibt die Fahrzeugauswahl mit nur einem enthaltenen Zugtyp begrenzt, wodurch sich die Fahrten nach längerer Spielzeit teilweise ähneln können.

Die fünf Szenarien, der umfangreiche Fahrplanmodus und die Möglichkeit, als Schaffner unterwegs zu sein, sorgen für zusätzliche Beschäftigung. Besonders die unterschiedlichen Aufgaben während der Szenarien lockern den ansonsten eher ruhigen Nebenbahnbetrieb auf. Hinzu kommt die gelungene Landschaftsgestaltung, die mit dichter Vegetation, kleinen Ortschaften und zahlreichen Details entlang der Themse überzeugen kann.

Weniger erfreulich sind die dokumentierten technischen Schwierigkeiten, die insbesondere zum ursprünglichen Veröffentlichungszeitpunkt auftraten. Zwar wurden verschiedene Fehler bereits mit Updates behoben, dennoch bleibt die technische Umsetzung ein Punkt, der bei der Bewertung berücksichtigt werden muss. Auch die fehlende direkte Verbindung zwischen den drei Nebenbahnen und die teilweise separat erhältlichen Fahrplanebenen schränken den Gesamtumfang etwas ein.

Unterm Strich ist Thames Valley eine empfehlenswerte Erweiterung für Fans britischer Nebenbahnen und gemütlicher Regionalbahnfahrten. Die drei unterschiedlichen Strecken, die detaillierte Landschaft und die besonderen Betriebsabläufe bieten trotz der kurzen Streckenlängen ein interessantes Gesamtpaket. Wer dagegen lange Zugfahrten oder eine große Fahrzeugauswahl erwartet, sollte sich den Kauf genauer überlegen.

Bewertung

GESAMTBEWERTUNG

8,0 / 10 | Gut

Einzelbewertungen

KategorieBewertung
Streckengestaltung8,5 / 10
Fahrzeugauswahl7,0 / 10
Spielumfang7,5 / 10
Atmosphäre9,0 / 10
Technische Umsetzung7,0 / 10
Preis-Leistungs-Verhältnis9,0 / 10

Positiv

  • Drei unterschiedliche britische Nebenbahnen in einem DLC
  • Atmosphärische Landschaftsgestaltung mit zahlreichen Details
  • Authentischer BR Class 165 Networker Turbo
  • Erstmals integriertes Zugstabverfahren auf der Marlow Branch
  • Interessanter Richtungswechsel in Bourne End
  • Fünf abwechslungsreiche Szenarien
  • Umfangreicher Fahrplan- und Schaffnermodus
  • Kurze Fahrten ideal für zwischendurch
  • Kompatibilität mit Great Western Express
  • Attraktiver Preis von 17,99 €

Negativ

  • Alle drei Strecken vergleichsweise kurz
  • Nur ein Zugtyp enthalten
  • Keine direkte Verbindung zwischen den drei Nebenbahnen
  • Zusätzliche Fahrplanebenen teilweise kostenpflichtig
  • Dokumentierte technische Probleme
  • Für Fans längerer Zugfahrten wenig geeignet
  • Keine vollständig überarbeitete TSW7-Neuauflage

Kurz-Fazit

Train Sim World 7 – Thames Valley überzeugt mit drei charmanten britischen Nebenbahnen, einer atmosphärischen Landschaftsgestaltung und interessanten Betriebsabläufen. Besonders das Zugstabverfahren auf der Marlow Branch und die BR Class 165 sorgen für Abwechslung. Kurze Strecken, eine begrenzte Fahrzeugauswahl und dokumentierte technische Probleme verhindern jedoch eine höhere Bewertung.

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