Die PlayStation 5 steht kurz vor dem nächsten großen Auslieferungsmeilenstein. Nach Sonys aktuellen Geschäftszahlen wurden bis Ende September 2026 weltweit 97,9 Millionen Konsolen an den Handel geliefert. Im Vergleich zur PS4 nach derselben Zeit seit Marktstart fällt die aktuelle Generation allerdings wieder weiter zurück. Der Abstand beträgt inzwischen 4,9 Millionen Geräte.

PS5-Auslieferungen sinken im Jahresvergleich

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das den Zeitraum von Juli bis September umfasst, hat Sony 2,6 Millionen PS5-Konsolen ausgeliefert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch vier Millionen Geräte. Das entspricht einem Rückgang um 35 Prozent.

Für die erste Hälfte des Geschäftsjahres ergeben sich damit 4,2 Millionen ausgelieferte Konsolen nach 6,5 Millionen im Vorjahr. Bei diesen Angaben handelt es sich um Sell-in-Zahlen, also Lieferungen an Händler und Distributoren. Sie sind nicht mit Verkäufen an Endkunden gleichzusetzen. Neue Angaben zum sogenannten Sell-through liegen nicht vor.

Lieferengpässe bremsten die ersten PS5-Jahre

Zum jeweiligen Marktstart lagen PS4 und PS5 zunächst gleichauf: Beide erreichten im ersten Quartal 4,5 Millionen ausgelieferte Geräte. Anschließend geriet die PS5 jedoch ins Hintertreffen. Die COVID-19-Pandemie und beeinträchtigte Lieferketten schränkten die Produktion ein, während die Konsole im Handel über längere Zeit schwer erhältlich war.

Nach neun Quartalen kam die PS5 Ende 2022 auf 32,1 Millionen Einheiten. Die PS4 hatte nach derselben Zeit bereits 37,8 Millionen erreicht. Mit der verbesserten Verfügbarkeit konnte Sony später aufholen. Allein zwischen Januar und März 2023 wurden 6,3 Millionen PS5-Konsolen ausgeliefert.

Bis Ende März 2025 schrumpfte der Rückstand gegenüber dem entsprechenden PS4-Zeitraum auf 1,4 Millionen Geräte.

Rückstand wächst auf 4,9 Millionen Konsolen

Seit Anfang 2026 entwickelt sich der Vergleich wieder zugunsten der PS4. In den vergangenen drei Quartalen lieferte Sony insgesamt 5,7 Millionen PS5-Konsolen aus. Der Vorgänger hatte im entsprechenden Abschnitt seines Lebenszyklus 8,6 Millionen Geräte erreicht.

Zeitraum im jeweiligen LebenszyklusPS4-AuslieferungenPS5-Auslieferungen
Erstes Quartal seit Marktstart4,5 Millionen4,5 Millionen
Nach neun Quartalen37,8 Millionen32,1 Millionen
Nach 24 Quartalen102,8 Millionen97,9 Millionen

Nach 24 Quartalen liegt die PS5 damit rund 4,8 Prozent unter dem damaligen Auslieferungsstand der PS4. Für die Marke von 100 Millionen fehlen der aktuellen Konsole noch 2,1 Millionen Geräte.

Unterschiedliche Preisentwicklung prägt den Vergleich

Zu den veränderten Rahmenbedingungen gehört die Preisentwicklung. Während die PS4 im Laufe ihrer Marktpräsenz günstiger wurde, hat Sony die Preise der PS5-Familie mehrfach angehoben.

Seit der Preiserhöhung im April 2026 gelten in Deutschland folgende Preise:

ModellPreis
PS5 mit Laufwerk649,99 €
PS5 Digital Edition599,99 €
PS5 Pro899,99 €

Die Anpassung betrug jeweils 100 €. Sony verwies zur Begründung auf den anhaltenden Druck durch die weltwirtschaftliche Lage. Gestiegene Komponentenkosten, insbesondere für Speicher, belasten zudem die Kalkulation neuer Hardware.

Welchen Anteil die höheren Preise konkret am Rückgang der Auslieferungen haben, lässt sich aus den Quartalszahlen allein allerdings nicht bestimmen.

Spieleverkäufe legen trotz schwächerer Hardwarezahlen zu

Bei der Software meldet Sony dagegen Wachstum. Von Juli bis September 2026 wurden insgesamt 88,2 Millionen Spiele für PS4 und PS5 verkauft. Das sind 7,9 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Davon entfielen 8,2 Millionen Exemplare auf Spiele aus eigener Entwicklung. Für Marvel’s Wolverine nennt ein Bericht zu den offiziellen Verkaufszahlen rund 2,4 Millionen verkaufte Exemplare bis zum 4. November.

Damit zeigen die aktuellen Ergebnisse zwei unterschiedliche Entwicklungen: Die PS5 nähert sich zwar 100 Millionen ausgelieferten Geräten, bleibt beim Tempo aber hinter ihrem Vorgänger zurück. Gleichzeitig wächst der gemeinsame Spieleabsatz auf PS4 und PS5.

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