Wie geht es mit Destiny 2 weiter und welche Rolle spielt der Erfolg von Marathon für die Zukunft des beliebten Online-Shooters? Diese Fragen beschäftigen derzeit zahlreiche Spieler, nachdem Bungies Produktchef Josh Deane in einem umfangreichen Community-Update über die langfristigen Pläne des Studios gesprochen hatte. Eine Aussage zur wirtschaftlichen Bedeutung von Marathon sorgte dabei für Verunsicherung und ließ einige Fans befürchten, dass die Zukunft von Destiny 2 vom Erfolg des Extraction-Shooters abhängen könnte. Mittlerweile hat Deane auf X reagiert und unmissverständlich klargestellt, dass beide Projekte unabhängig voneinander geplant werden. Gleichzeitig arbeitet Bungie an der Rückkehr klassischer Destiny-Inhalte und umfangreichen Neuerungen für Marathon.
Bungies Community-Update sorgt für Diskussionen über die Zukunft von Destiny 2
Bungie hat sich in einem ausführlichen Community-Update zu den langfristigen Plänen für Destiny 2 und Marathon geäußert. Dabei ging Produktchef Josh Deane unter anderem auf die Zukunft des Destiny-Franchise, die Rückkehr früherer Spielinhalte und die Weiterentwicklung des Extraction-Shooters ein.
Besonders interessant für langjährige Destiny-Spieler ist das Vorhaben, zahlreiche Inhalte zurückzubringen, die in den vergangenen Jahren aus Destiny 2 entfernt wurden. Dazu gehören frühere Kampagnen, Aktivitäten und weitere Bestandteile des ursprünglichen Spielerlebnisses.
Bungie verfolgt damit das Ziel, die Geschichte und die verschiedenen Inhalte des Franchise langfristig wieder zugänglich zu machen. Im Zusammenhang mit diesen Plänen sprach Deane bereits von einer neuen Ausrichtung, die innerhalb der Community als „Forever Destiny“ bezeichnet wird.
Allerdings sorgte ein Abschnitt des Community-Updates für unerwartete Diskussionen. Darin ging Deane auf die Bedeutung von Marathon für Bungie ein und erklärte, dass die erfolgreiche Weiterentwicklung des Shooters dem gesamten Studio dabei helfen könne, seine Zukunft zu gestalten.
Einige Spieler interpretierten diese Aussage als Hinweis darauf, dass die langfristige Unterstützung von Destiny 2 unmittelbar vom Erfolg von Marathon abhängig sein könnte.
Josh Deane erklärt die Bedeutung von Marathon für Bungie
In seinem Community-Beitrag beschrieb Deane die enge Verbindung zwischen den Entwicklungsteams von Destiny und Marathon. Demnach stammen zahlreiche Mitarbeiter, die aktuell am Extraction-Shooter arbeiten, ursprünglich aus der Destiny-Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund hob der Produktchef hervor, wie wichtig die kommenden Monate für Marathon und das gesamte Studio seien.
„Wir alle werden euch sagen, dass uns nichts mehr helfen kann, die Brücke in die Zukunft zu schlagen, als dass sich Marathon rasch weiterentwickelt und tragfähig wird“, erklärte Deane sinngemäß in seinem Beitrag.
Besonders die geplanten Updates im Dezember 2026 und März 2027 bezeichnete er als wichtige Phase für Bungie.
Diese Formulierung löste bei Teilen der Community jedoch Sorgen aus. Einige Fans befürchteten, dass Bungie seine weiteren Investitionen in Destiny 2 möglicherweise vom wirtschaftlichen Erfolg von Marathon abhängig machen könnte.
Die Diskussion ging teilweise sogar so weit, dass einzelne Spieler darüber nachdachten, Marathon ausschließlich zur finanziellen Unterstützung des Studios zu kaufen, obwohl sie selbst kein Interesse am Extraction-Shooter hatten.
Die Zukunft von Destiny 2 hängt nicht vom Erfolg von Marathon ab
Nachdem sich die Diskussionen in den sozialen Medien ausgebreitet hatten, reagierte Josh Deane persönlich auf X und stellte seine ursprüngliche Aussage richtig.
Dabei machte der Produktchef deutlich, dass die Zukunftspläne für Destiny nicht an die Entwicklung von Marathon gekoppelt seien.
„Der Destiny-Plan hängt in keiner Weise von Marathon ab“, erklärte Deane ausdrücklich.
Gleichzeitig räumte er ein, dass seine ursprüngliche Formulierung missverständlich gewesen sei und dadurch einen falschen Eindruck vermittelt habe.
„Mir ist klar, dass meine Absicht hier falsch verstanden wird, und das geht auf meine Kappe“, ergänzte der Bungie-Verantwortliche.
Mit dieser Klarstellung möchte Deane offenbar verhindern, dass Destiny-Spieler das Gefühl bekommen, sie müssten den Extraction-Shooter unterstützen, um die Zukunft ihrer bevorzugten Spielereihe zu sichern.
Vielmehr sollen beide Titel ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten erhalten und unabhängig voneinander weitergeführt werden.
Die Aussage bedeutet allerdings nicht, dass die wirtschaftliche Entwicklung von Marathon für Bungie insgesamt bedeutungslos wäre. Deane unterscheidet ausdrücklich zwischen der allgemeinen Situation des Studios und den konkreten Plänen für Destiny.
Bungie fordert Fans nicht zum Kauf von Marathon auf
Besonders deutlich wurde Josh Deane in einer weiteren Antwort auf die Sorgen der Community.
Darin betonte er, dass Bungie von seinen Spielern nicht erwarte, einen Titel ausschließlich zur Unterstützung eines anderen Projekts zu kaufen.
„Kauft oder spielt nur etwas von uns, das euch inspiriert oder das ihr cool findet! Wir werden mit Destiny unseren Weg zurück nach Hause finden“, erklärte Deane gegenüber einem Nutzer auf X.
Damit stellt Bungie klar, dass die Spieler selbst entscheiden sollen, welche Produkte des Studios sie unterstützen möchten.
Wer ausschließlich an Destiny 2 interessiert ist, muss sich nach dieser Aussage nicht verpflichtet fühlen, zusätzlich Marathon zu erwerben.
Die Klarstellung dürfte insbesondere für langjährige Destiny-Fans wichtig sein, die nach den jüngsten Veränderungen innerhalb des Studios verunsichert sind.
Gleichzeitig verdeutlicht sie, dass Bungie weiterhin an einer eigenständigen Zukunft für Destiny arbeitet und die Spielereihe nicht zugunsten von Marathon aufgeben möchte.
Marathon kämpft weiterhin mit rückläufigen Spielerzahlen
Die Sorgen der Community stehen auch im Zusammenhang mit der bisherigen Entwicklung von Marathon.
Der Extraction-Shooter konnte nach seiner Veröffentlichung zunächst eine größere Zahl von Spielern erreichen. Auf Steam lag der bisherige Höchstwert laut den vorliegenden Angaben bei rund 88.000 gleichzeitig aktiven Nutzern.
Inzwischen ist die Zahl der Spieler jedoch deutlich zurückgegangen. Im Tagesdurchschnitt sollen auf Steam derzeit nur noch etwa 2.000 bis 3.000 Nutzer gleichzeitig aktiv sein.
Dabei handelt es sich ausschließlich um Werte der PC-Plattform Steam. Vergleichbare Angaben für die Konsolenversionen liegen nicht vor, weshalb sich daraus keine vollständige Aussage über die gesamte aktive Spielerschaft ableiten lässt.
Bereits im September 2026 hatte Bungie eingeräumt, dass Marathon weniger Spieler erreichte als ursprünglich erhofft.
Auch die bisherigen saisonalen Updates konnten den Rückgang offenbar nicht nachhaltig aufhalten.
Besonders problematisch ist laut den Berichten die Situation für Gelegenheitsspieler und Neueinsteiger. Da ein Teil der weniger erfahrenen Nutzer das Spiel verlassen hat, treffen neue Spieler häufiger auf erfahrene Veteranen.
Dadurch können Matches für Einsteiger schwieriger werden, was wiederum die langfristige Bindung neuer Spieler erschweren könnte.
Wechsel in der Entwicklung und Neuausrichtung von Marathon
Neben den rückläufigen Spielerzahlen musste Marathon in den vergangenen Monaten auch personelle Veränderungen verkraften.
Im Juli 2026 wurde bekannt, dass Game Director Joe Ziegler das Projekt verlassen hatte. Sein Abgang erfolgte in einer Phase, in der Bungie bereits an Anpassungen und einer neuen Ausrichtung des Shooters arbeitete.
Ziegler hatte zuvor betont, dass Marathon niemals als Ersatz für Destiny 2 konzipiert worden sei.
Diese Aussage passt zu Deanes aktueller Klarstellung, wonach beide Marken unterschiedliche Rollen innerhalb des Unternehmens einnehmen sollen.
Während Destiny weiterhin auf seine langfristig gewachsene Community und das bekannte Online-Shooter-Konzept setzt, verfolgt Marathon mit seinen Extraction-Mechaniken einen anderen spielerischen Ansatz.
Bungie versucht derzeit, die Attraktivität des Shooters durch zusätzliche Inhalte und neue Spielmöglichkeiten zu verbessern.
Dabei sollen sowohl bestehende Spieler als auch neue Zielgruppen angesprochen werden.
Marathon erhält im Dezember das Update Symbiosis
Ein wichtiger Bestandteil der weiteren Entwicklung ist das für Dezember 2026 angekündigte Update „Symbiosis“.
Mit dieser Aktualisierung möchte Bungie zusätzliche Inhalte bereitstellen und die Weiterentwicklung des Extraction-Shooters vorantreiben.
Darüber hinaus arbeitet das Studio an neuen Spielmodi, die das bisherige Angebot ergänzen sollen.
Zu den getesteten Konzepten gehört unter anderem ein PvE-Modus, bei dem der Kampf gegen computergesteuerte Gegner stärker im Mittelpunkt steht.
Außerdem experimentiert Bungie mit einem Deathmatch-Modus, der stärker auf direkte Gefechte zwischen Spielern ausgerichtet ist.
Trotz dieser Neuerungen soll das grundlegende Extraction-Konzept erhalten bleiben. Das erfolgreiche Bergen von Beute und das Verlassen eines Einsatzgebiets bleiben somit zentrale Bestandteile des Spiels.
Die neuen Modi sollen das bestehende Gameplay ergänzen und zusätzliche Möglichkeiten bieten, Marathon auf unterschiedliche Weise zu erleben.
Nach dem Dezember-Update ist bereits eine weitere größere Aktualisierung für März 2027 vorgesehen. Welche konkreten Inhalte diese umfassen wird, ist bislang nicht vollständig bekannt.
Destiny 2 soll klassische Kampagnen und Aktivitäten zurückerhalten
Während Bungie an der Weiterentwicklung von Marathon arbeitet, verfolgt das Studio gleichzeitig umfangreiche Pläne für Destiny.
Ein besonders wichtiger Bestandteil ist die Rückkehr früherer Inhalte, die im Zuge der sogenannten Destiny Content Vault aus Destiny 2 entfernt wurden.
Zu den geplanten Rückkehrern gehören die Kampagnen „Der Rote Krieg“, „Fluch des Osiris“, „Kriegsgeist“ und „Forsaken“.
Darüber hinaus sollen frühere Strikes, Raids beziehungsweise Raid-Trakte und weitere Aktivitäten wieder zugänglich gemacht werden. Auch die beliebte Menagerie gehört zu den vorgesehenen Inhalten.
Bungie möchte diese zurückkehrenden Bestandteile grundsätzlich kostenlos für alle Spieler bereitstellen.
Allerdings befindet sich das Vorhaben noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die Verantwortlichen müssen zunächst prüfen, wie sich die älteren Inhalte technisch und spielerisch in die aktuelle Version von Destiny 2 integrieren lassen.
Ein konkreter Veröffentlichungstermin für die vollständige Rückkehr der klassischen Inhalte wurde deshalb noch nicht genannt.
Zusätzliche Ideen wie die Wiedereinführung bestimmter Schauplätze, saisonaler Aktivitäten oder weiterer PvP-Karten gelten derzeit als mögliche Erweiterungen und sind noch nicht verbindlich bestätigt.
Destiny Legacy und Celebration-Updates gehören zu Bungies Zukunftsplänen
Neben der Rückkehr früherer Inhalte arbeitet Bungie an weiteren Projekten innerhalb des Destiny-Franchise.
Dazu gehört unter anderem Destiny Legacy, zu dem das Studio im Februar 2027 zusätzliche Informationen veröffentlichen möchte.
Außerdem sind sogenannte Celebration-Inhaltsupdates geplant, mit denen Bungie die bestehende Spielerschaft weiterhin unterstützen und die Entwicklung von Destiny begleiten will.
Darüber hinaus befindet sich ein weiteres Projekt in Planung, über das bislang keine konkreten Informationen vorliegen.
Bungie möchte damit offenbar unterschiedliche Möglichkeiten schaffen, um sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft des Franchise zu berücksichtigen.
Während die Rückkehr klassischer Inhalte insbesondere langjährige Fans ansprechen dürfte, könnten die weiteren Projekte neue Perspektiven für die Spielereihe eröffnen.
Welche langfristige Form Destiny letztlich annehmen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
Bungie will im Februar 2027 weitere Informationen veröffentlichen
Für Destiny-Spieler dürfte der Februar 2027 besonders interessant werden.
Bungie hat angekündigt, zu diesem Zeitpunkt weitere Einzelheiten über die Zukunft des Franchise und die laufenden Projekte bekannt zu geben.
Bis dahin arbeitet das Studio an der Vorbereitung der geplanten Inhalte und an der weiteren Ausarbeitung seiner langfristigen Strategie.
Auch für Marathon stehen mit dem Dezember-Update Symbiosis und der Aktualisierung im März 2027 wichtige Termine bevor.
Die kommenden Monate werden damit für beide Marken eine entscheidende Entwicklungsphase darstellen.
Allerdings hat Josh Deane mit seiner Klarstellung deutlich gemacht, dass Spieler die beiden Projekte nicht als unmittelbar voneinander abhängige Produkte betrachten sollen.
Destiny 2 und Marathon sollen unabhängig voneinander weiterentwickelt werden
Die jüngsten Aussagen von Josh Deane schaffen zumindest in einem wichtigen Punkt Klarheit: Die Zukunft von Destiny 2 hängt nach Angaben des Bungie-Produktchefs nicht vom Erfolg von Marathon ab.
Damit widerspricht Bungie den Befürchtungen einiger Spieler, die nach dem Community-Update einen direkten Zusammenhang zwischen den wirtschaftlichen Aussichten des Extraction-Shooters und den weiteren Destiny-Plänen vermutet hatten.
Gleichzeitig bleibt Marathon für das Studio ein wichtiges Projekt, dessen Entwicklung in den kommenden Monaten durch neue Inhalte und zusätzliche Spielmodi vorangetrieben werden soll.
Für Destiny stehen hingegen die Rückkehr klassischer Kampagnen und Aktivitäten, Destiny Legacy sowie weitere Inhaltsupdates im Mittelpunkt.
Bungie möchte beide Spielereihen langfristig weiterentwickeln, ohne von den Fans zu verlangen, ein Spiel zur Rettung des anderen zu unterstützen. Weitere Informationen zur Zukunft von Destiny sollen im Februar 2027 folgen.



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