id Software setzt nach den jüngsten Stellenkürzungen auf eine engere Zusammenarbeit mit MachineGames. Wie Co-Studiochef Marty Stratton bei einem Presse-Event zur Erweiterung „Revelations“ für „Doom: The Dark Ages“ erklärte, arbeiten die beiden Bethesda-Studios insbesondere bei der Technologieentwicklung stärker zusammen. Trotz erheblicher personeller Einschnitte äußerte er sich optimistisch über die Zukunft des Teams.
Stratton spricht über die Folgen der Stellenkürzungen
Im Gespräch mit IGN betonte Stratton, dass es id Software gut gehe, ohne die Auswirkungen der Entlassungen herunterspielen zu wollen. Nach seinen Angaben verlor das Studio im Zuge der Maßnahmen ungefähr die Hälfte seiner Mitarbeiter.
Bei der anschließenden Aufstellung habe die Führung darauf geachtet, die Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Bereichen zu erhalten. Das betreffe sowohl die Entwicklung neuer Spiele als auch die Technologieabteilung. Die Kürzungen erfolgten im Rahmen einer umfassenderen Neuausrichtung bei XBOX.
Gemeinsame Technologieentwicklung gewinnt an Bedeutung
Eine zentrale Rolle spielt künftig die Kooperation mit MachineGames, dem Entwickler hinter den jüngeren „Wolfenstein“-Spielen und „Indiana Jones und der Große Kreis“. Laut Stratton arbeiten die beiden Teams enger zusammen als jemals zuvor. Diese Entwicklung habe bereits Anfang des Jahres und damit vor den Entlassungen begonnen.
Die Studios verbindet eine gemeinsame technische Grundlage. „Doom: The Dark Ages“ verwendet id Tech 8, während MachineGames für „Indiana Jones und der Große Kreis“ eine angepasste Fassung von id Tech 7 einsetzte, die auch als „Motor“ bezeichnet wird. Stratton sieht die beteiligten Ingenieurteams bei der weiteren Technologieentwicklung auf einem guten Weg.
Zukunft von id Tech nach Einschnitten in Frankfurt im Fokus
Die Entlassungen betrafen Berichten zufolge besonders den Frankfurter Standort von id Software, an dem zahlreiche Spezialisten für die Engine-Entwicklung beschäftigt waren. Die Einschnitte hatten deshalb Befürchtungen über die Zukunft von id Tech ausgelöst.
Die nun hervorgehobene Zusammenarbeit mit MachineGames liefert einen Hinweis darauf, wie die Technologieentwicklung künftig organisiert werden könnte. Dass Engine-Programmierer von MachineGames zusätzliche Aufgaben bei der Weiterentwicklung übernehmen, ist allerdings bislang eine Vermutung. Eine konkrete Aufgabenverteilung hat Stratton mit seinen Aussagen nicht bestätigt.
Gemeinsames Wolfenstein-Projekt bleibt Spekulation
Über die technische Kooperation hinaus gibt es Spekulationen, dass beide Studios gemeinsam an einem neuen „Wolfenstein“ arbeiten könnten. Eine offizielle Ankündigung für „Wolfenstein 3“ liegt jedoch nicht vor. MachineGames-Studiochef Jerk Gustafsson hatte lediglich deutlich gemacht, dass das Team mit der Marke noch nicht abgeschlossen habe.
Da die aktive Entwicklung von „Doom: The Dark Ages“ mit der Veröffentlichung von „Revelations“ abgeschlossen ist, wird über mögliche freie Kapazitäten bei id Software diskutiert. Daraus lässt sich bisher aber keine Beteiligung an einem bestimmten Projekt ableiten. Bestätigt ist zunächst die engere Zusammenarbeit der beiden Studios bei ihrer Technologie.



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