Marvel Studios bringt Avengers: Endgame in einer erweiterten Encore-Fassung zurück auf die große Leinwand. Noch vor dem deutschen Kinostart am 25. September 2026 sind jedoch zahlreiche Details zu den neuen Szenen durchgesickert. Die rund acht Minuten zusätzliches Material sollen eine direkte Verbindung zu Avengers: Doomsday herstellen und unter anderem Doctor Doom, Loki, die TVA und das X-Men-Universum einbeziehen.
Nach ersten Vorführungen in Ländern wie Südkorea verbreiten sich bereits detaillierte Beschreibungen des veränderten Endes und der zusätzlichen Abspannszenen im Netz. Die folgenden Informationen basieren auf diesen Leaks und wurden bislang nicht im Rahmen des regulären deutschen Kinostarts bestätigt.
Achtung, Spoiler: Im Folgenden werden die geleakten neuen Szenen und das veränderte Ende von Avengers: Endgame Encore ausführlich beschrieben.
Loki besucht Steve Rogers und Peggy Carter
Eine der größten Veränderungen soll direkt das bekannte Ende von Avengers: Endgame betreffen. In der ursprünglichen Fassung entscheidet sich Steve Rogers dafür, nach seiner Zeitreise in der Vergangenheit zu bleiben und sein Leben gemeinsam mit Peggy Carter zu verbringen. Die letzte Szene zeigt die beiden beim gemeinsamen Tanz.
In Avengers: Endgame Encore soll diese Sequenz verlängert worden sein. Während Steve und Peggy zusammen sind, klopft es plötzlich an der Tür. Steve versteckt sich daraufhin, während Peggy die Tür öffnet und dort auf Loki in seiner TVA-Kleidung trifft.
Auf Peggys Frage, ob sie ihm helfen könne, soll Loki erklären, dass vielmehr er ihr helfen könne – und zwar sowohl ihr als auch Steve. Die Szene stellt damit eine direkte Verbindung zur TVA her und könnte für die weitere Handlung der beiden Figuren im Zusammenhang mit der drohenden Multiversum-Katastrophe von Bedeutung sein.
Doctor Doom trifft auf Bruce Banner
Eine weitere geleakte Szene soll Bruce Banner nach den Ereignissen von Spider-Man: Brand New Day zeigen. Banner befindet sich demnach isoliert in einem unterirdischen Militärbunker und arbeitet dort an einem neuartigen Gamma-Serum.
Während einer Aufzeichnung erklärt Banner, dass der Hulk den Bunker nicht verlassen könne und gleichzeitig niemand von außen hineingelangen könne. Kurz darauf fällt die Kamera zu Boden und eine unbekannte Person meldet sich aus dem Hintergrund zu Wort.
Bei der Stimme soll es sich um Doctor Doom handeln. Dieser erklärt Banner, dass er gekommen sei, um ihn abzuholen. Welche Absichten Doom mit Hulk verfolgt, geht aus der beschriebenen Szene allerdings nicht eindeutig hervor.
Die TVA warnt vor dem Zusammenbruch des Multiversums
Auch die aus Loki bekannten TVA-Figuren Mobius und O.B. sollen einen Auftritt in Avengers: Endgame Encore erhalten. Die beiden beobachten laut den geleakten Beschreibungen mehrere Universen auf den Monitoren der Time Variance Authority.
Besonders im Mittelpunkt stehen dabei Erde-10005, die mit dem klassischen X-Men-Filmuniversum von Fox verbunden wird, und Erde-1127. Beide Realitäten sollen sich auf einem direkten Kollisionskurs befinden und gegeneinander kämpfen.
Die Situation verschärft sich anschließend weiter. Ein Alarm weist darauf hin, dass bereits mehr als 3.000 Universen von Inkursionen betroffen sind. O.B. fasst die Situation schließlich mit der Feststellung zusammen, dass das Multiversum kollabiert.
Damit würde die neue Szene die Bedrohung für Avengers: Doomsday unmittelbar vorbereiten und gleichzeitig das bisherige X-Men-Universum stärker in die Multiversum-Handlung des MCU einbinden.
Doctor Doom erhält eine deutliche Iron-Man-Parallele
Die letzte zusätzliche Szene soll eine auffällige Verbindung zum Beginn des Marvel Cinematic Universe herstellen. Zu sehen ist laut Leak, wie eine Rüstungsmaske mit einem Hammer geschmiedet wird.
Inszenierung, Geräuschkulisse und Rhythmus sollen bewusst an die Entstehung von Tony Starks erster Iron-Man-Rüstung aus dem Film von 2008 erinnern. Erst am Ende wird enthüllt, dass es sich bei der geschmiedeten Maske nicht um einen Iron-Man-Helm, sondern um die charakteristische Maske von Doctor Doom handelt.
Welche Bedeutung diese Parallele tatsächlich für Avengers: Doomsday besitzt, geht aus dem geleakten Material nicht hervor. Die Inszenierung stellt allerdings bewusst eine visuelle Verbindung zwischen Doctor Doom und einem der prägendsten Momente aus Tony Starks Geschichte her.
X-Men-Universum rückt stärker in den Mittelpunkt
Die beschriebenen Szenen würden gleichzeitig verdeutlichen, welche Bedeutung das klassische X-Men-Universum für Avengers: Doomsday erhalten könnte. Erde-10005 befindet sich laut der TVA-Sequenz unmittelbar in einer existenziellen Krise.
Damit würden die neuen Szenen auch an bisheriges Material mit Professor X und Magneto anknüpfen, das die beiden Figuren während einer Schachpartie vor dem Hintergrund einer drohenden Katastrophe zeigt.
Die TVA, Inkursionen und der Zusammenbruch verschiedener Realitäten scheinen damit wichtige Bestandteile der Verbindung zwischen Avengers: Endgame Encore und Avengers: Doomsday zu bilden.
Avengers: Endgame Encore erscheint in zwei unterschiedlichen Fassungen
Kinobesucher sollten außerdem beachten, dass Avengers: Endgame Encore in zwei unterschiedlichen Versionen gezeigt werden soll. Die Standardfassung in regulären Kinos besitzt dem vorliegenden Bericht zufolge eine Laufzeit von ungefähr 183 Minuten.
In IMAX-Kinos und speziellen Sälen mit Infinity Vision soll dagegen eine rund 186 Minuten lange Extended-Fassung laufen. Zuschauer sollten daher bei der Auswahl ihrer Vorstellung darauf achten, welche Version das jeweilige Kino zeigt.
Avengers: Endgame Encore startet am 25. September 2026 in den deutschen Kinos. Avengers: Doomsday soll anschließend am 17. Dezember 2026 erscheinen. Den Abschluss der Multiversum-Saga bildet Avengers: Secret Wars, dessen Kinostart für Dezember 2027 vorgesehen ist.


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