Zwei Jahre lang begleitete ein Filmteam die Entwickler von BioWare in Edmonton. Aus den Aufnahmen entsteht der Dokumentarfilm Massive Effect: The BioWare Story, der die Geschichte des kanadischen Studios bis zu seinen letzten Tagen nachzeichnet. Während die Premiere für 2027 geplant ist, diskutiert der frühere BioWare-Entwickler Trent Oster über die Chancen eines Neustarts für Mass Effect. Zum heutigen N7 Day sind außerdem neue Fanartikel erschienen.
Filmteam erhielt zwei Jahre lang Zugang zum Studio
Der abendfüllende Dokumentarfilm spannt den Bogen von der Gründung 1995 bis zur Schließung durch Electronic Arts. Regisseur Akash Sherman und sein Team hatten laut Deadline zwei Jahre lang Zugang zu den Studioräumen in Edmonton. Die Aufnahmen sollen zeigen, wie die Beschäftigten mit wachsendem Druck, Schwierigkeiten bei der Entwicklung und schließlich der Nachricht vom Aus umgingen.
Gegründet wurde BioWare von Ray Muzyka, Greg Zeschuk und Augustine Yip. Mit Spielen wie Baldur’s Gate und Star Wars: Knights of the Old Republic etablierte sich das Studio als Rollenspielentwickler, bevor es mit Mass Effect und Dragon Age zwei eigene Reihen aufbaute. Am 21. Oktober kündigte EA an, das Studio zu schließen und das nächste Mass Effect einzustellen.
Ehemalige Entwickler und Fans erzählen ihre Geschichte

Vor der Kamera kommen unter anderem Casey Hudson, Mark Darrah, David Gaider und Drew Karpyshyn zu Wort. Auch Jennifer Hale, die weibliche Stimme von Commander Shepard, und der frühere EA-Chef John Riccitiello wirken mit. Die Mitgründer Ray Muzyka und Greg Zeschuk unterstützen das Projekt. Ihnen zufolge soll der Film vor allem den Menschen hinter den Spielen und der langjährigen Fangemeinde Raum geben.
Fans können über die offizielle Website der Dokumentation Fotos, Videos und persönliche Erinnerungen einsenden. Fennessey Films und Score G Productions produzieren den Film in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Sender Super Channel. Die Dokumentation befindet sich in der Postproduktion und soll 2027 auf Festivals Premiere feiern. Anschließend ist eine internationale Auswertung über Streamingdienste und Fernsehsender geplant.
Trent Oster sieht zwei Hürden für ein neues Mass Effect
Der langjährige BioWare-Entwickler Trent Oster hält einen Neustart der Reihe grundsätzlich für denkbar. In einem Beitrag auf X nennt er jedoch zwei zentrale Fragen. Zunächst müsste Electronic Arts bereit sein, die Rechte an Mass Effect abzugeben. Hinzu käme die Finanzierung eines Rollenspiels, das den Erwartungen der Fans an eine große Produktion gerecht wird.
Gemessen an vergleichbaren Spielen rechnet Oster grob mit mehr als 200 Millionen US-Dollar Entwicklungsbudget. Damit sich eine solche Investition trägt, brauche es aus seiner Sicht einen langfristigen Plan für die Reihe. Die Unterstützung für die Kampagne Save Mass Effect wertet er als Zeichen dafür, dass weiterhin Interesse an einem solchen Projekt besteht.
Neuer Shepard-Helm zum N7 Day sorgt für Diskussionen

Am heutigen Samstag, den 7. November, dem traditionellen N7 Day, hat der BioWare Store neue Fanartikel ins Sortiment aufgenommen. Dazu zählen N7-Sneaker und ein T-Shirt mit Garrus Vakarian. Im Mittelpunkt steht eine tragbare Nachbildung von Commander Shepards N7-Helm aus Mass Effect 3. Der Helm lässt sich für 174,99 US-Dollar vorbestellen und besitzt eine Beleuchtung, die zwischen Paragon-Blau und Renegade-Rot wechseln kann. Ein Ständer, eine Plakette und eine Sammlermünze gehören zum Lieferumfang.
Der Zeitpunkt des Verkaufsstarts stößt bei Teilen der Community auf Kritik. Der N7 Day diente in früheren Jahren auch dazu, Einblicke in kommende Spiele zu geben. In diesem Jahr hatte bereits Ende Oktober ein durchgesickerter Trailer zum eingestellten Projekt Mass Effect Universe einen Eindruck davon vermittelt, woran das Team bis zur Schließung gearbeitet hatte.



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