Kurz vor der Veröffentlichung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Nintendo Switch 2 liegen die ersten internationalen Tests und eine ausführliche technische Analyse vor. Das Remake erreicht bei Metacritic derzeit 96 Punkte auf Grundlage von 80 Rezensionen. Parallel steht bereits Update 1.1.1 bereit, das neben Fehlerkorrekturen die Anbindung an den Smartphone-Begleitdienst Zelda Notes ergänzt.
Das Abenteuer erscheint am morgigen Donnerstag, den 5. November 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Die Neuauflage verbindet eine umfassend modernisierte Präsentation mit dem weitgehend erhaltenen Aufbau des N64-Klassikers.
Internationale Tests loben behutsame Modernisierung
Mit seinem vorläufigen Metascore von 96 Punkten zählt das Remake zu den bestbewerteten Veröffentlichungen des Jahres. Zum Vergleich: Das Original von 1998 kommt auf 99 Punkte, die 2011 erschienene 3DS-Neuauflage auf 94 Punkte. Die aktuelle Durchschnittswertung bleibt eine Momentaufnahme und kann sich durch weitere Rezensionen verändern.
Besonders positiv bewerten die Tester die visuelle Überarbeitung, den neu mit einem Orchester eingespielten Soundtrack von Koji Kondo und die vertonten Zwischensequenzen. Hinzu kommen modernisierte Bedienelemente wie eine frei steuerbare 3D-Kamera, eine eigene Sprungtaste und der Ausrüstungswechsel per Schnellwahl.
Auch das Dungeon-Design und die konzentrierte Abenteuerstruktur erhalten viel Zuspruch. Gegenüber Links jüngeren Open-World-Spielen heben mehrere Rezensionen das straffe Tempo und den klaren Aufbau hervor.
Höchstwertungen stehen vereinzelter Kritik gegenüber
GamesRadar und VGC vergeben jeweils die Höchstwertung. Beide würdigen insbesondere, dass Nintendo den Charakter des Originals bewahrt und zugleich Zugänglichkeit und Präsentation verbessert habe.
IGN bewertet das Spiel mit neun von zehn Punkten. RPG Site fällt mit acht von zehn Punkten etwas zurückhaltender aus, betont aber ebenfalls die anhaltenden Qualitäten der Vorlage.
Kritik richtet sich unter anderem gegen die teilweise unverändert wirkenden Trefferzonen und Angriffsanimationen von Gegnern und Bossen. Dadurch können Gefechte trotz modernisierter Bewegungen stellenweise etwas steif erscheinen. Einige Tests hätten sich außerdem mehr neue Inhalte oder stärkere Überraschungen gewünscht. Nintendo verfolgt demnach vor allem das Ziel, das bekannte Abenteuer zu verfeinern.
Internationale Wertungen im Überblick
Die folgende Auswahl zeigt die im Ausgangsbericht genannten Bewertungen, jeweils auf einer Skala von 100 Punkten dargestellt:
| Medium | Wertung |
|---|---|
| Dexerto | 100 |
| Destructoid | 100 |
| GamesRadar | 100 |
| ComicBook | 100 |
| VGC | 100 |
| Eurogamer | 100 |
| Siliconera | 100 |
| The Guardian | 100 |
| CGMagazine | 100 |
| TheGamer | 100 |
| Wccftech | 95 |
| Game Informer | 93 |
| GameSpot | 90 |
| Screen Rant | 90 |
| IGN | 90 |
| Forbes | 90 |
| The Washington Post | 88 |
| RPG Site | 80 |
| Gamekult | 80 |
Digital Foundry bescheinigt weitgehend stabile 60 FPS
Die Technikanalyse von Digital Foundry zeichnet ebenfalls ein überwiegend positives Bild. Sowohl am Fernseher als auch im Handheld-Betrieb soll das Remake seine angestrebten 60 Bilder pro Sekunde nahezu durchgehend halten. Lediglich bei schnellen Übergängen in der Oberwelt beobachteten die Experten kleinere Nachladeruckler.
Bei der Auflösung und einzelnen Grafikdetails unterscheiden sich die Betriebsarten:
| Technischer Aspekt | TV-Modus | Handheld-Modus |
|---|---|---|
| Zielbildrate | 60 FPS | 60 FPS |
| Dynamische Auflösung | 1080p bis 1440p | 720p bis 1080p |
| Detaildarstellung | Höhere Sichtweite und Detailqualität | Frühere Reduzierung entfernter Details |
| Texturfilterung | Höhere Qualität | Reduziert |
Nach Einschätzung von Digital Foundry deutet die technische Umsetzung auf eine stark weiterentwickelte Version jener Engine hin, die bereits Breath of the Wild und Tears of the Kingdom zugrunde liegt. Eine offizielle Bestätigung dieser technischen Herkunft wird im Bericht nicht genannt.
Neue Beleuchtung und lebendigere Umgebungen
Die Überarbeitung geht deutlich über höher aufgelöste Texturen hinaus. Physikalisch basierte Materialien lassen Holz, Stein, Metall und Kleidung unterschiedlich auf Licht reagieren. Gras und Sträucher bewegen sich im Wind und reagieren auf Links Schwertstreiche, während zerbrochene Tonkrüge einzelne Scherben hinterlassen.
Navi dient in dunklen Umgebungen zudem als dynamische Lichtquelle. Frühere Bereiche mit vorgerenderten Hintergründen wurden durch vollständig dreidimensionale Schauplätze ersetzt, die sich ohne entsprechende Unterbrechungen betreten und verlassen lassen.
Verbesserungspotenzial sieht Digital Foundry bei der Bildaufbereitung. Nintendo setzt laut Analyse auf SMAA-Kantenglättung und FSR 1 statt auf DLSS. Feine Kanten und entfernte Details können dadurch flimmern oder unscharf wirken. Auch die HDR-Darstellung schöpfe ihre Möglichkeiten bei Kontrasten und besonders hellen oder dunklen Szenen nicht vollständig aus.
Update 1.1.1 schaltet Zelda Notes frei
Bereits vor dem Verkaufsstart steht das rund 343 Megabyte große Day-One-Update 1.1.1 zum Download bereit. Laut dem Bericht zum Launch-Patch enthält es Fehlerbehebungen sowie Optimierungen an Leistung und Spielkomfort.
Die wichtigste zusätzliche Funktion ist die Anbindung an Zelda Notes innerhalb der Nintendo Switch App. Nach der Installation führt das Spiel beim ersten Start durch die Einrichtung des Begleitdienstes.
Smartphone wird zur Okarina und Sammelhilfe
Zelda Notes soll mehrere interaktive Funktionen bieten. Über den Touchscreen lässt sich das Smartphone als Okarina verwenden. Eigene Melodien können gespeichert und per QR-Code mit anderen geteilt werden.
Für Spieler, die sämtliche Sammelobjekte finden möchten, gibt es außerdem eine Übersicht über verbleibende Herzteile, goldene Skulltulas und Flascheninhalte. Eine im Spielverlauf wachsende Enzyklopädie ergänzt Informationen zu Figuren, Völkern und Monstern. Hinzu kommt ein tägliches Zelda-Quiz mit mehr als 2.000 Fragen.
Aufgenommene Bilder lassen sich auf Wunsch mit der App synchronisieren und dort mit Rahmen oder Stempeln gestalten. Die Smartphone-Funktionen bleiben optional; das Abenteuer kann vollständig ohne Zweitbildschirm gespielt werden.
Veröffentlichung am 5. November mit besonderer Erstauflage
The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 für Nintendo Switch 2. Die digitale Fassung soll im Nintendo eShop um Mitternacht freigeschaltet werden.
Die physische Erstauflage besitzt ein besonders gestaltetes Cover mit fühlbarer Oberflächenstruktur und metallisch-goldenen Effekten. Die Gestaltung erinnert an das goldene N64-Modul des Originals. Diese Ausgabe ist bei teilnehmenden Händlern erhältlich, solange der Vorrat reicht. Spätere Auflagen sollen das reguläre Hüllendesign verwenden.



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