Für Arkane Lyon zeichnet sich möglicherweise ein Ausweg aus der ungewissen Zukunft unter Microsoft ab. Laut einem Bericht von Bloomberg haben mehrere Unternehmen Angebote für das französische Entwicklerstudio eingereicht. Zu den Interessenten soll Ubisoft gehören. Eine abgeschlossene Übernahme oder eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Macher von Marvel’s Blade gibt es bislang allerdings nicht.
Ubisoft und mindestens zwei weitere Unternehmen interessiert
Bloomberg-Journalist Jason Schreier beruft sich auf Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Demnach soll neben Ubisoft mindestens zwei weiteren Gaming-Unternehmen an einer Übernahme gelegen sein. Namen der übrigen Bieter und finanzielle Einzelheiten der Angebote wurden nicht genannt.
Parallel prüft Microsoft dem Bericht zufolge einen Verkauf an die Führungsebene von Arkane Lyon. Bei einem solchen Management-Buy-out würde das bestehende Management das Studio übernehmen und unabhängig weiterführen. Damit stehen offenbar mehrere mögliche Wege für den Fortbestand des Teams zur Diskussion.
Frist für die Zukunftsentscheidung wurde verlängert
Die Suche nach einer Lösung läuft vor dem Hintergrund der umfassenden Umstrukturierung bei XBOX. Während andere Studios bereits aus dem Konzernverbund ausgeschieden sind, blieb die Zukunft von Arkane Lyon zunächst offen. Rund 217 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Ursprünglich galt der 13. November als wichtiger Stichtag im laufenden Konsultationsverfahren. Microsoft hat diesen Zeitraum inzwischen um einen Monat verlängert. Das Unternehmen erklärte, weiterhin verschiedene Optionen zu prüfen, darunter einen Partner, der das Studio bei den verbleibenden Entwicklungsarbeiten unterstützt. Eine endgültige Einigung wurde damit nicht bekannt gegeben.
Übernahme könnte Entwicklung von Marvel’s Blade absichern
Besonders im Fokus steht das Ende 2023 angekündigte Marvel’s Blade. Arkane Lyon entwickelt ein Einzelspieler-Abenteuer aus der Third-Person-Perspektive, dessen Handlung im Herzen von Paris angesiedelt ist. Ein erfolgreicher Verkauf könnte dem Team ermöglichen, die Arbeiten an dem Projekt fortzusetzen.
Zum Entwicklungsstand liegen allerdings unterschiedliche Einschätzungen vor. Ein Gewerkschaftsvertreter bezeichnete die Produktion gegenüber Le Monde als weit fortgeschritten. Andere Berichte lassen darauf schließen, dass bis zur Veröffentlichung noch mehrere Jahre vergehen könnten. Ein konkretes Veröffentlichungsfenster lässt sich daraus derzeit nicht zuverlässig ableiten.
Schließung ist bislang nicht endgültig ausgeschlossen
Die gemeldeten Kaufangebote verbessern die Aussichten auf eine Fortführung des Studios. Sie bedeuten jedoch noch keine gesicherte Rettung. Welcher Interessent den Zuschlag erhalten könnte, ob das Management selbst übernimmt und unter welchen Bedingungen Marvel’s Blade weiterentwickelt würde, bleibt offen.
Für die Beschäftigten und das laufende Projekt ist damit entscheidend, ob aus den Angeboten eine verbindliche Vereinbarung entsteht. Bis dahin bleibt die Zukunft von Arkane Lyon Gegenstand der laufenden Verhandlungen.



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