Microsoft bringt den XBOX Nano Controller am heutigen 4. November 2026 für 49,99 € in den Handel. Erste Praxiseindrücke bescheinigen dem verkleinerten Gamepad eine überraschend angenehme Handhabung, zeigen aber auch Einschränkungen auf. Darüber hinaus berichten Medien von einer bislang nicht offiziell angekündigten WLAN-Funktion, die Eingaben direkt an XBOX Cloud Gaming übertragen soll.
Kleineres Gehäuse mit vollständiger Tastenbelegung
Der Nano Controller ist ungefähr so breit wie ein herkömmlicher XBOX-Controller, fällt jedoch deutlich kürzer aus. Trotz der geschrumpften Bauform bleiben sämtliche Bedienelemente erhalten. Analogsticks, Tasten, Trigger und Bumper sind entsprechend kleiner gestaltet.
Nach den Praxiseindrücken von Windows Central lassen sich die einzelnen Elemente dennoch gut ertasten. Kleine Kanten an den Triggern und leicht hervorstehende Bumper erleichtern den Wechsel zwischen den Schultertasten. Auch für erwachsene Hände soll das kompakte Gehäuse gut nutzbar sein. Microsoft positioniert das Modell zugleich als Option für jüngere Spieler und kleinere Hände.
Vibration fehlt und der Akku ist fest verbaut
Das kleinere Format bringt technische Kompromisse mit sich. Der Nano Controller besitzt keine Vibrationsmotoren, da diese laut den Erfahrungsberichten keinen Platz im Gehäuse gefunden haben. Außerdem lässt sich der eingebaute Akku nicht austauschen.
Eine offizielle Angabe zur Akkulaufzeit liegt dem vorliegenden Bericht zufolge nicht vor. Windows Central meldet allerdings, dass das Testgerät nach einer Woche regelmäßiger Nutzung noch rund 20 Prozent Restladung angezeigt habe. Da konkrete Nutzungsstunden fehlen, lässt sich daraus keine allgemeingültige Laufzeit ableiten.
Direkte WLAN-Verbindung zu Cloud-Servern entdeckt
Die größere Überraschung betrifft eine zusätzliche Verbindungsmöglichkeit. Laut The Verge wird derzeit intern eine Funktion getestet, mit der sich der Nano Controller über WLAN direkt mit den Servern von XBOX Cloud Gaming verbinden kann. Die Einrichtung soll über die XBOX-App auf dem Smartphone erfolgen.
Das Verfahren könnte den üblichen Weg der Eingaben über Bluetooth und das jeweilige Wiedergabegerät verkürzen. Ziel wäre eine geringere Eingabeverzögerung beim Cloud-Spielen. Wie groß der Vorteil in der Praxis ausfällt, ist bislang nicht durch veröffentlichte Vergleichsmessungen belegt.
Öffentlicher Test soll zunächst in den USA starten
Windows Central berichtet unter Berufung auf eigene Quellen ebenfalls von der direkten Cloud-Anbindung. Demnach soll zunächst eine Testphase in den USA vorgesehen sein, bevor die Funktion in weiteren Regionen verfügbar wird. Als Einsatzgebiete werden unter anderem XBOX Cloud Gaming im Browser und auf unterstützten Smart-TVs genannt.
Eine offizielle Ankündigung von Microsoft steht noch aus. Deshalb bleiben sowohl der genaue Starttermin als auch der Zeitplan einer internationalen Freischaltung offen. Die WLAN-Anbindung sollte zum Verkaufsstart entsprechend noch nicht als allgemein verfügbare Funktion betrachtet werden.
Cloud-Technik könnte weitere Controller erreichen
Den Berichten zufolge könnte die direkte WLAN-Verbindung künftig auch in weiteren XBOX-Controllern zum Einsatz kommen. Genannt wird unter anderem ein möglicher XBOX Elite Controller Series 3. Eine verbindliche Bestätigung zur Ausstattung oder Vorstellung dieses Modells liegt jedoch bislang nicht vor.



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