Die Nintendo Switch 2-Version von Call of Duty: Modern Warfare 4 überträgt zahlreiche Grafikfunktionen der anderen Fassungen auf Nintendos Konsole. Eine Technik-Analyse von Digital Foundry bescheinigt der Umsetzung eine beachtliche technische Leistung, zeigt allerdings auch Schwächen auf. Besonders die hohe Eingabeverzögerung kann im kompetitiven Multiplayer zum Nachteil werden.
Moderne Grafikfunktionen mit angepasster Leistung
Laut der Analyse von Digital Foundry bleiben wesentliche Funktionen der aktuellen IW-Engine erhalten. Dazu zählen Ray-Marched-Smoke, Echtzeit-Wettersimulationen und aktualisierte Verfahren für die globale Beleuchtung. Die Umsetzung von Digital Legends und Infinity Ward nimmt dafür Abstriche bei Bildrate und Auflösung in Kauf.
Die Kampagne läuft mit einer Begrenzung auf 30 Bilder pro Sekunde, die den Messungen zufolge stabil eingehalten wird. Im DMZ-Modus sind bei Verwendung eines 120-Hz-Displays stabile 40 FPS möglich. Der klassische Multiplayer zielt dagegen auf 60 Bilder pro Sekunde ab.
DLSS unterstützt die Bilddarstellung
Im TV-Betrieb arbeitet Modern Warfare 4 mit einer dynamischen Auflösung im Bereich von 900p. Nvidias DLSS übernimmt die Bildrekonstruktion und liefert nach Einschätzung der Technikexperten deutlich bessere Ergebnisse als die alternativ verfügbare SMAA-Kantenglättung. Im Handheld-Modus liegt die Auflösung bei 720p.
Die grafische Umsetzung bewahrt damit viele Merkmale der technisch aufwendigeren Fassungen. Bei der Reaktionsgeschwindigkeit zeigen sich jedoch Unterschiede, die vor allem in direkten Multiplayer-Duellen relevant werden.
Eingabeverzögerung fällt deutlich höher als auf PS5 aus
Digital Foundry ermittelte auf der PlayStation 5 im 60-Hz-Modus eine Eingabelatenz von 49,1 Millisekunden. Die Switch 2 erreichte im Dock-Modus dagegen 80,7 Millisekunden. Im Handheld-Betrieb wurden rund 100 Millisekunden gemessen, in ungünstigen Fällen sogar bis zu 125 Millisekunden.
Damit liegt die Verzögerung im Dock rund 64 Prozent über dem PS5-Vergleichswert. Im Handheld-Modus fällt sie etwa doppelt so hoch aus. Zwischen einer Eingabe und ihrer sichtbaren Umsetzung vergeht entsprechend mehr Zeit, was schnelle Reaktionen und präzises Zielen erschweren kann. Digital Foundry sieht darin einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Spielern auf anderen Konsolen.
Bildrate sinkt in anspruchsvollen Gefechten
Zusätzlich hält der Multiplayer seine angestrebten 60 FPS nicht durchgehend. Bei dichtem Rauch, hektischen Feuergefechten oder dem Blick durch das transparente Visier eines Schutzschildes kann die Bildrate in den 50er-Bereich und teilweise bis in die hohen 40er-Werte fallen.
Die Kombination aus schwankender Bildrate und erhöhter Eingabelatenz schmälert damit insbesondere für ambitionierte Multiplayer-Spieler den ansonsten positiven technischen Eindruck. Digital Foundry würdigt die Portierung dennoch als gelungene Übertragung der Engine auf die Nintendo-Hardware.
Call of Duty: Modern Warfare 4 ist seit dem 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, XBOX Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC erhältlich.



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