Seit dem 20. Oktober 2026 können Fans mit Cyberpunk: Edgerunners 2 erneut in die düstere Welt von Night City eintauchen. Anders als die erste Staffel spielt die neue Anime-Serie nach den Ereignissen von Cyberpunk 2077 und wirft damit eine entscheidende Frage auf: Wird eines der verschiedenen Spielenden offiziell zum Kanon erklärt? Besonders eine mysteriöse Szene rund um eine Arasaka-Datenbank sorgt innerhalb der Community für Spekulationen über das Schicksal von V. Showrunner Bartosz Sztybor hat sich nun zu den Theorien geäußert und erklärt, weshalb die Entwickler bewusst darauf verzichten, ein bestimmtes Ende des Rollenspiels festzulegen. Darüber hinaus sprach er über die Möglichkeit einer dritten Staffel und die kreativen Voraussetzungen für eine weitere Fortsetzung.

Cyberpunk Edgerunners 2 führt die Geschichte von Night City nach 2077 fort

Mit der Veröffentlichung von Cyberpunk: Edgerunners 2 am 20. Oktober 2026 kehrte das erfolgreiche Anime-Franchise auf Netflix zurück. Die neue Staffel entstand erneut in Zusammenarbeit zwischen CD Projekt RED und dem japanischen Animationsstudio Trigger und erweitert das Universum des Action-Rollenspiels Cyberpunk 2077 um weitere Geschichten.

Während die erste Staffel zeitlich vor den Ereignissen des Videospiels angesiedelt war und die Geschichte von David Martinez erzählte, geht die Fortsetzung einen anderen Weg. Die Handlung spielt nach den Ereignissen von Cyberpunk 2077 und beschäftigt sich mit einer Welt, die bereits von den Entscheidungen und Konflikten des Spiels geprägt wurde.

Damit stellt sich für viele Fans eine besonders interessante Frage: Wie kann eine offizielle Fortsetzung innerhalb des Cyberpunk-Universums stattfinden, ohne eines der möglichen Enden des Rollenspiels als verbindlich festzulegen?

Schließlich bietet Cyberpunk 2077 mehrere unterschiedliche Abschlüsse, die teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft von V, Arasaka und Night City haben.

Eine eindeutige Entscheidung für einen dieser Handlungsverläufe könnte dazu führen, dass die individuellen Spielerlebnisse vieler Fans nachträglich an Bedeutung verlieren.

Genau dieses Problem wollten die Verantwortlichen hinter Cyberpunk: Edgerunners 2 offenbar vermeiden.

Mysteriöse Arasaka-Szene sorgt für Spekulationen über V

Besonders eine Szene aus der neuen Anime-Staffel hat innerhalb der Community zahlreiche Diskussionen ausgelöst.

In einer Datenbank des mächtigen Arasaka-Konzerns ist das Gesicht einer Person zu erkennen, die der weiblichen Version von V auffallend ähnlich sieht.

Insbesondere die Frisur mit dem charakteristischen roten Undercut erinnert an die Darstellung der weiblichen Hauptfigur aus den offiziellen Werbematerialien von Cyberpunk 2077.

Für einige Zuschauer war diese Ähnlichkeit ein möglicher Hinweis darauf, dass V die Ereignisse des Rollenspiels überlebt hat und auch nach dessen Ende weiterhin eine Rolle innerhalb von Night City spielt.

Andere Fans interpretierten die Szene als bewusst platziertes Easter Egg, das lediglich eine Verbindung zwischen dem Anime und dem Videospiel herstellen soll.

Die Spekulationen wurden zusätzlich dadurch verstärkt, dass die neue Staffel zeitlich nach dem Hauptspiel angesiedelt ist.

Würde es sich bei der gezeigten Person tatsächlich um V handeln, könnten daraus theoretisch Rückschlüsse auf bestimmte Handlungsverläufe des Spiels gezogen werden.

Showrunner Bartosz Sztybor hat sich nun zu diesen Überlegungen geäußert und klargestellt, dass die Verantwortlichen bewusst keine eindeutige Antwort auf das Schicksal der Spielfigur geben möchten.

Showrunner will kein offizielles Ende von Cyberpunk 2077 festlegen

In einem ausführlichen Interview mit IGN, über das auch Kotaku berichtete, sprach Bartosz Sztybor über die erzählerischen Herausforderungen der neuen Anime-Staffel.

Dabei stellte er ausdrücklich klar, dass Cyberpunk: Edgerunners 2 keines der verschiedenen Enden von Cyberpunk 2077 zum offiziellen Kanon erklären soll.

Die Entscheidung sei das Ergebnis umfangreicher Gespräche mit dem Lore-Team von CD Projekt RED gewesen. Gemeinsam habe man nach einer Möglichkeit gesucht, die Geschichte von Night City fortzusetzen, ohne die unterschiedlichen Entscheidungen der Spieler zu entwerten.

Das Ziel bestehe darin, einen Zustand der Spielwelt zu zeigen, der möglichst mit allen wesentlichen Endvarianten vereinbar bleibt.

Gerade bei einem Rollenspiel wie Cyberpunk 2077, in dem persönliche Entscheidungen einen wichtigen Bestandteil des Spielerlebnisses darstellen, sei diese Herangehensweise besonders bedeutsam.

Sztybor machte deutlich, dass man den Spielern nicht nachträglich vorschreiben wolle, welche ihrer Entscheidungen als richtig oder offiziell gültig angesehen werden sollen.

Damit bleibt die Interpretation der jeweiligen Spielenden weiterhin offen.

Das Schicksal von V bleibt bewusst ungeklärt

Die viel diskutierte Szene in der Arasaka-Datenbank ist nach den Aussagen des Showrunners nicht als eindeutige Bestätigung für das Überleben von V zu verstehen.

Stattdessen möchten die Verantwortlichen bewusst Raum für Interpretationen lassen.

Zwar enthält Cyberpunk: Edgerunners 2 verschiedene Hinweise auf den Zustand der Welt nach den Ereignissen des Videospiels, doch sollen diese nicht unmittelbar auf einen bestimmten Handlungsabschluss hinauslaufen.

Sztybor erklärte, dass innerhalb des Kreativteams bereits darüber diskutiert werde, wie sich die Folgen der Ereignisse aus Cyberpunk 2077 künftig in weiteren Geschichten aufgreifen lassen.

Dazu könnten neben Anime-Produktionen auch Comics und andere Medien gehören, die das Cyberpunk-Universum erweitern.

Die Hinweise in der neuen Staffel könnten somit langfristig eine größere Bedeutung erhalten, ohne dass bereits jetzt sämtliche Zusammenhänge erklärt werden.

Für Fans bedeutet dies, dass die verschiedenen möglichen Schicksale von V weiterhin Bestand haben.

Ob die Spielfigur Night City verlässt, sich für einen bestimmten Weg entscheidet oder ein anderes Ende erlebt, bleibt damit von den Entscheidungen innerhalb des Rollenspiels abhängig.

Eine verbindliche Auflösung liefert Cyberpunk: Edgerunners 2 ausdrücklich nicht.

Arasaka ist nach Cyberpunk 2077 geschwächt

Obwohl die neue Anime-Staffel bewusst auf ein kanonisches Ende verzichtet, gibt es laut Bartosz Sztybor zumindest eine wichtige Information über den Zustand der Spielwelt.

Demnach ist der Arasaka-Konzern nach den Ereignissen von Cyberpunk 2077 geschwächt.

Diese Entwicklung bildet einen gemeinsamen Ausgangspunkt für die Zeit nach dem Videospiel, ohne dass dafür ein einzelner Handlungsabschluss offiziell bestätigt werden muss.

Arasaka gehört zu den mächtigsten Konzernen des Cyberpunk-Universums und spielt sowohl innerhalb der Geschichte von Cyberpunk 2077 als auch in der übergeordneten Hintergrundwelt eine zentrale Rolle.

Das Unternehmen verfügt über weitreichenden politischen Einfluss, hochentwickelte Technologien und umfangreiche militärische Ressourcen.

Eine Schwächung des Konzerns könnte deshalb erhebliche Auswirkungen auf die Machtverhältnisse innerhalb von Night City haben.

Für zukünftige Geschichten eröffnet dieser Zustand zahlreiche Möglichkeiten, da andere Unternehmen, Gruppierungen und kriminelle Organisationen versuchen könnten, von der veränderten Situation zu profitieren.

Welche konkreten Folgen die geschwächte Position von Arasaka langfristig haben wird, ließ Sztybor allerdings offen.

Damit bleibt auch weiterhin genügend erzählerischer Spielraum für zukünftige Projekte innerhalb des Cyberpunk-Universums.

Cyberpunk 2077 erhielt passend zum Anime das Update 2.5

Parallel zur Veröffentlichung von Cyberpunk: Edgerunners 2 erhielt auch das Videospiel Cyberpunk 2077 neue Inhalte.

CD Projekt RED veröffentlichte im Oktober 2026 überraschend das umfangreiche Update 2.5, das verschiedene Neuerungen und zusätzliche Verbindungen zur Anime-Serie ins Spiel brachte.

Die Aktualisierung ergänzt unter anderem neue Crossover-Inhalte, die sich an Fans von Cyberpunk: Edgerunners richten.

Darüber hinaus wurden zusätzliche Gameplay-Funktionen eingeführt, die das Spielerlebnis auch unabhängig von der Anime-Kooperation erweitern.

Mit dieser Verbindung zwischen Spiel und Serie möchte CD Projekt RED offenbar dafür sorgen, dass beide Produktionen weiterhin voneinander profitieren.

Während die Anime-Fortsetzung neue Geschichten innerhalb von Night City erzählt, bietet das Update Spielern einen zusätzlichen Anlass, erneut in das Action-Rollenspiel einzutauchen.

Wird es eine dritte Staffel von Cyberpunk Edgerunners geben?

Neben den Fragen zur Handlung von Cyberpunk: Edgerunners 2 wurde Bartosz Sztybor im IGN-Interview auch auf die Zukunft der Anime-Reihe angesprochen.

Insbesondere die Möglichkeit einer dritten Staffel beschäftigt viele Fans, nachdem die erste Serie große Erfolge feierte und die Fortsetzung Ende Oktober 2026 veröffentlicht wurde.

Sztybor zeigte sich grundsätzlich offen für weitere Geschichten aus dem Cyberpunk-Universum.

Nach eigenen Angaben beschäftigt er sich bereits mit verschiedenen Ideen, die sich möglicherweise für eine weitere Anime-Produktion eignen könnten.

Allerdings möchte er eine dritte Staffel nicht allein deshalb entwickeln, weil die bisherigen Produktionen erfolgreich waren.

Für ihn steht vielmehr im Vordergrund, dass eine mögliche Fortsetzung eine eigenständige kreative Vision besitzt und qualitativ an die bisherigen Staffeln anknüpfen kann.

Eine offizielle Ankündigung von Cyberpunk: Edgerunners 3 liegt bislang nicht vor.

Studio Trigger war nach der ersten Staffel zunächst erschöpft

Im Gespräch erinnerte Sztybor außerdem an die Entstehungsgeschichte der zweiten Staffel.

Nach Abschluss der ersten Produktion sei das Team von Studio Trigger zunächst stark erschöpft gewesen. Die aufwendige Animationsarbeit habe erhebliche Ressourcen beansprucht, weshalb das Studio unmittelbar nach der Veröffentlichung zunächst kein Interesse an einer weiteren Staffel zeigte.

Erst nach einer gewissen Erholungsphase seien neue Gespräche über eine mögliche Fortsetzung entstanden.

Dabei wurde deutlich, dass die Beteiligten grundsätzlich offen für weitere Geschichten waren, sofern sich ein überzeugendes kreatives Konzept finden ließe.

Sztybor entwickelte daraufhin einen neuen Vorschlag, der das Team schließlich begeistern konnte.

Besonders wichtig sei gewesen, nicht einfach die erfolgreiche Formel der ersten Staffel zu wiederholen.

Stattdessen sollte Cyberpunk: Edgerunners 2 eine eigenständige Geschichte erzählen, die das Universum erweitert und gleichzeitig neue erzählerische Perspektiven eröffnet.

Diese Herangehensweise möchte der Showrunner auch bei einer möglichen dritten Staffel beibehalten.

Eine dritte Staffel braucht eine überzeugende kreative Vision

Für eine weitere Fortsetzung stellt Sztybor klare Anforderungen an die kreative Umsetzung.

Entscheidend sei nicht allein, ob genügend Ideen für zusätzliche Geschichten vorhanden sind. Vielmehr müsse ein geeignetes Studio beziehungsweise ein Regisseur gefunden werden, der eine überzeugende Vorstellung davon besitzt, wie die nächste Produktion aussehen soll.

Als Beispiel verwies Sztybor auf die kreative Arbeit von Ikarashi, dessen Vision bei der bisherigen Umsetzung eine wichtige Rolle gespielt habe.

Ohne eine vergleichbare kreative Grundlage würde eine weitere Staffel aus seiner Sicht wenig Sinn ergeben.

Der Showrunner betonte, dass die Verantwortlichen keine mittelmäßige Fortsetzung produzieren möchten, die lediglich von der Bekanntheit des Namens Cyberpunk profitiert.

Stattdessen müsse eine neue Geschichte denselben qualitativen Anspruch erfüllen wie die bisherigen Produktionen.

Gleichzeitig zeigte sich Sztybor mit dem bisherigen Gesamtwerk zufrieden.

Seiner Einschätzung nach ergänzen sich die erste und zweite Staffel bereits auf sinnvolle Weise und ergeben gemeinsam ein stimmiges Gesamtbild.

Eine dritte Staffel sei deshalb nicht zwingend notwendig, um die bisherigen Geschichten abzuschließen.

Cyberpunk: Edgerunners könnte auch in anderen Medien fortgesetzt werden

Interessant sind außerdem die Aussagen des Showrunners zu möglichen zukünftigen Geschichten außerhalb der Anime-Serie.

Sztybor deutete an, dass innerhalb des Kreativteams bereits Gespräche darüber stattfinden, wie bestimmte Entwicklungen des Cyberpunk-Universums in weiteren Medien aufgegriffen werden könnten.

Dabei erwähnte er insbesondere Comics und andere erzählerische Formate.

Diese könnten dazu genutzt werden, zusätzliche Hintergründe zu vermitteln und bestimmte Veränderungen innerhalb von Night City näher zu beleuchten.

Gleichzeitig könnte eine solche Erweiterung des Universums ermöglichen, neue Geschichten zu erzählen, ohne die verschiedenen Enden von Cyberpunk 2077 nachträglich auf einen einzigen Handlungsverlauf zu reduzieren.

Konkrete Projekte, Veröffentlichungstermine oder offizielle Ankündigungen nannte Sztybor allerdings nicht.

Die Aussagen verdeutlichen lediglich, dass CD Projekt RED und die beteiligten Kreativen weiterhin Möglichkeiten sehen, das Cyberpunk-Universum über verschiedene Medien hinweg auszubauen.

Beide Staffeln von Cyberpunk Edgerunners sind auf Netflix verfügbar

Wer die bisherigen Geschichten aus Night City erleben möchte, kann sowohl die erste Staffel als auch Cyberpunk: Edgerunners 2 über Netflix ansehen.

Die erste Staffel erzählt die Geschichte von David Martinez, der versucht, sich in der gefährlichen Welt von Night City einen Namen zu machen.

Die Fortsetzung erweitert das Universum um eine weitere Geschichte, die zeitlich nach den Ereignissen von Cyberpunk 2077 angesiedelt ist.

Beide Produktionen greifen die charakteristischen Elemente der Cyberpunk-Welt auf, darunter die gesellschaftliche Ungleichheit, den Einfluss mächtiger Konzerne und die zunehmende Verschmelzung von Mensch und Technologie.

Gleichzeitig zeigen die beiden Staffeln unterschiedliche Perspektiven auf das Leben in Night City.

Damit richtet sich die Anime-Reihe sowohl an langjährige Fans des Videospiels als auch an Zuschauer, die das Cyberpunk-Universum erstmals kennenlernen möchten.

Cyberpunk: Edgerunners 2 lässt alle Enden von Cyberpunk 2077 offen

Mit seinen Aussagen hat Bartosz Sztybor eine der wichtigsten Fragen rund um Cyberpunk: Edgerunners 2 beantwortet.

Obwohl die neue Anime-Staffel nach den Ereignissen von Cyberpunk 2077 spielt, soll keines der verschiedenen Enden des Rollenspiels offiziell zum Kanon erklärt werden.

Die viel diskutierte Szene innerhalb einer Arasaka-Datenbank bestätigt deshalb auch nicht eindeutig, dass V überlebt hat.

Stattdessen möchten die Verantwortlichen bewusst genügend Interpretationsspielraum lassen, damit die individuellen Entscheidungen der Spieler weiterhin ihre Bedeutung behalten.

Als gemeinsame Ausgangslage für die Zeit nach dem Spiel gilt lediglich, dass der Arasaka-Konzern geschwächt ist.

Auch die Zukunft der Anime-Reihe bleibt vorerst offen. Zwar verfügt Sztybor bereits über Ideen für weitere Geschichten, doch soll eine mögliche dritte Staffel nur dann entstehen, wenn eine überzeugende kreative Vision vorhanden ist.

Cyberpunk: Edgerunners 2 und die erste Staffel sind exklusiv auf Netflix verfügbar. Eine dritte Staffel wurde bislang nicht offiziell angekündigt.

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