Capcom hat die Online-Server von Street Fighter V vorübergehend abgeschaltet und den Verkauf des Kampfspiels im PlayStation Store sowie auf Steam ausgesetzt. Grund für die drastischen Maßnahmen sind schwerwiegende Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Programmiersprache PHP, die bei der Online-Infrastruktur des Spiels zum Einsatz kommt. Während sämtliche Online-Funktionen bis auf Weiteres nicht verfügbar sind, können Besitzer den 2016 veröffentlichten Titel weiterhin offline spielen. Wann die Server wieder erreichbar sein werden und Street Fighter V in die digitalen Stores zurückkehrt, ist derzeit nicht bekannt.
Capcom schaltet die Online-Server von Street Fighter V ab
Schlechte Nachrichten für Fans von Street Fighter V. Der japanische Publisher Capcom hat angekündigt, die Online-Dienste des beliebten Kampfspiels vorübergehend einzustellen. Gleichzeitig wurde der digitale Verkauf für PlayStation 4 und PC ausgesetzt, um mögliche Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
Das ursprünglich im Februar 2016 für PlayStation 4 und PC veröffentlichte Kampfspiel feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Trotz seines Alters verfügt Street Fighter V weiterhin über eine aktive Fangemeinde, die sich regelmäßig in Online-Kämpfen miteinander misst.
Mit der überraschenden Abschaltung müssen diese Spieler nun vorerst auf sämtliche internetbasierten Funktionen verzichten. Dazu gehören unter anderem das Online-Matchmaking, Ranglisten-Kämpfe und weitere Dienste, die eine Verbindung zu den Servern voraussetzen.
Wie Capcom über den offiziellen Street Fighter-Account auf X mitteilte, handelt es sich um eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme. Der Publisher arbeitet bereits daran, die zugrunde liegenden Probleme zu beheben und einen sicheren Betrieb der Online-Dienste wiederherzustellen.
Sicherheitslücken in PHP sorgen für umfangreiche Wartungsarbeiten
Auslöser für die vorübergehende Abschaltung sind Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit der Programmiersprache PHP, die innerhalb der technischen Infrastruktur von Street Fighter V verwendet wird.
PHP kommt weltweit bei zahlreichen Webseiten und serverseitigen Anwendungen zum Einsatz. Sicherheitslücken in entsprechenden Systemen können unter bestimmten Umständen ausgenutzt werden, um unbefugten Zugriff auf Daten oder bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Nach den vorliegenden Informationen haben kritische Schwachstellen zuletzt mehrere Unternehmen dazu veranlasst, ihre Systeme vorsorglich abzusichern oder einzelne Dienste zeitweise vom Netz zu nehmen.
Auch Capcom sah sich deshalb gezwungen, entsprechende Schutzmaßnahmen für Street Fighter V einzuleiten. Besonders ältere technische Infrastrukturen können bei notwendigen Sicherheitsanpassungen einen erhöhten Wartungsaufwand verursachen.
Welche konkreten PHP-Schwachstellen für die aktuelle Abschaltung verantwortlich sind und ob tatsächlich ein Angriff auf die Street-Fighter-V-Infrastruktur stattgefunden hat, geht aus der Stellungnahme des Publishers nicht hervor.
Capcom begründet die Entscheidung ausdrücklich mit der Verbesserung der Sicherheit und führt derzeit entsprechende Notfallwartungen durch.
Online-Matches und Ranglisten sind vorerst nicht verfügbar
Die Serverabschaltung hat unmittelbare Auswirkungen auf sämtliche Spieler, die Street Fighter V auf der PlayStation 4 oder über Steam nutzen.
Da die Online-Dienste derzeit nicht erreichbar sind, können keine regulären Online-Partien mehr gestartet werden. Auch das Matchmaking, über das Spieler normalerweise geeignete Gegner finden, steht vorübergehend nicht zur Verfügung.
Darüber hinaus sind Ranglisten-Kämpfe und weitere Funktionen betroffen, die eine aktive Verbindung zur Online-Infrastruktur benötigen.
Damit entfällt vorerst ein wesentlicher Bestandteil des Kampfspiels, das insbesondere durch seine kompetitiven Mehrspieler-Duelle bekannt geworden ist.
Auch bei herunterladbaren Zusatzinhalten können Einschränkungen auftreten. Hintergrund ist, dass bestimmte DLC-Inhalte beziehungsweise deren Freischaltung an einen Online-Lizenzabgleich gekoppelt sein können.
Welche Zusatzinhalte im Einzelnen betroffen sind, wurde bislang nicht näher erläutert. Spieler müssen deshalb gegebenenfalls mit Einschränkungen rechnen, bis die entsprechenden Server wieder erreichbar sind.
Street Fighter V bleibt im Offline-Modus weiterhin spielbar
Trotz der umfangreichen Einschränkungen bedeutet die Serverabschaltung nicht, dass Street Fighter V vollständig unspielbar geworden ist.
Wer das Kampfspiel bereits besitzt und installiert hat, kann weiterhin auf die verfügbaren Offline-Funktionen zugreifen. Dazu gehören beispielsweise lokale Kämpfe gegen computergesteuerte Gegner sowie Duelle mit Freunden an derselben Konsole beziehungsweise am selben PC.
Auch andere Spielinhalte, die keine aktive Online-Verbindung benötigen, können grundsätzlich weiterhin genutzt werden.
Damit bleibt zumindest ein Teil des ursprünglichen Spielerlebnisses erhalten, während Capcom an der Wiederherstellung der Online-Dienste arbeitet.
Allerdings sollten Besitzer berücksichtigen, dass einzelne Funktionen oder Inhalte möglicherweise eine Verbindung zu den Servern voraussetzen. Entsprechend kann es trotz des grundsätzlich verfügbaren Offline-Modus zu Einschränkungen kommen.
Für Spieler, die Street Fighter V hauptsächlich wegen der Online-Kämpfe nutzen, ist die aktuelle Situation dagegen besonders ärgerlich.
Verkauf im PlayStation Store und auf Steam vorübergehend gestoppt
Neben der Abschaltung der Online-Server hat Capcom eine weitere Maßnahme angekündigt. Street Fighter V wird vorübergehend nicht mehr digital verkauft.
Betroffen sind sowohl der PlayStation Store als auch die PC-Vertriebsplattform Steam. Neue Spieler können das Kampfspiel dort während der Aussetzung nicht regulär erwerben.
Capcom erklärte, dass die Verkäufe schrittweise eingestellt werden, solange die notwendigen Sicherheitsarbeiten andauern.
In seiner offiziellen Mitteilung verweist der Publisher darauf, dass Inhalte mit erforderlicher Online-Funktionalität derzeit nicht verfügbar sind. Gleichzeitig werde daran gearbeitet, die Sicherheit der verwendeten PHP-Infrastruktur weiter zu verbessern.
Die vorübergehende Entfernung aus den digitalen Stores soll offenbar verhindern, dass neue Käufer ein Produkt erwerben, dessen Online-Funktionen derzeit nur eingeschränkt beziehungsweise überhaupt nicht zur Verfügung stehen.
Es handelt sich nach aktuellem Kenntnisstand ausdrücklich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme und nicht um die Ankündigung einer dauerhaften Einstellung des Spiels.
Capcom kämpfte zuletzt bereits mit einem umfangreichen Datenleck
Die aktuelle Sicherheitsproblematik trifft Capcom zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Erst wenige Tage zuvor hatte der japanische Publisher wegen eines größeren Datenlecks beim eigenen Online-Dienst Capcom ID für Schlagzeilen gesorgt.
Nach den damaligen Berichten konnten Unbefugte auf mehr als 11,7 Millionen E-Mail-Adressen zugreifen. Der Vorfall führte zu erheblichen Sicherheitsbedenken und rückte den Schutz der Nutzerdaten erneut in den Mittelpunkt.
Nun muss Capcom mit Street Fighter V einen weiteren sicherheitsrelevanten Vorfall bewältigen, der unmittelbare Auswirkungen auf die Spieler hat.
Allerdings gibt es bislang keine bestätigten Informationen darüber, dass die Sicherheitsprobleme von Street Fighter V mit dem zuvor gemeldeten Capcom ID-Datenleck zusammenhängen.
Beide Ereignisse betreffen unterschiedliche Bereiche der technischen Infrastruktur. Ein direkter Zusammenhang sollte deshalb ohne entsprechende Bestätigung durch den Publisher nicht angenommen werden.
Dennoch verdeutlichen die aktuellen Entwicklungen, welche Herausforderungen der langfristige Betrieb von Online-Diensten mit sich bringen kann.
Gerade bei älteren Spielen müssen technische Systeme regelmäßig gewartet und an neue Sicherheitsanforderungen angepasst werden, damit sie weiterhin zuverlässig betrieben werden können.
Street Fighter V erschien 2016 für PlayStation 4 und PC
Street Fighter V wurde im Februar 2016 für PlayStation 4 und PC veröffentlicht und setzte die traditionsreiche Kampfspielreihe von Capcom fort.
Wie seine Vorgänger konzentriert sich der Titel auf direkte Duelle zwischen unterschiedlichen Kämpfern, die jeweils über individuelle Fähigkeiten, Spezialangriffe und Kampfstile verfügen.
Zu den bekanntesten Charakteren gehören unter anderem Ryu, Ken, Chun-Li und Cammy, die seit vielen Jahren fester Bestandteil der Street-Fighter-Reihe sind.
Im Laufe der Jahre erhielt Street Fighter V zahlreiche Updates, neue Kämpfer und zusätzliche Spielinhalte. Mit verschiedenen Erweiterungen und Editionen wurde das ursprünglich veröffentlichte Spiel kontinuierlich ausgebaut.
Besonders im kompetitiven Bereich spielte der Titel über mehrere Jahre hinweg eine wichtige Rolle und war regelmäßig Bestandteil internationaler Fighting-Game-Turniere.
Im Juni 2023 erschien mit Street Fighter 6 schließlich der direkte Nachfolger, der die Reihe mit neuen Spielmechaniken und zusätzlichen Modi fortsetzte.
Trotzdem blieb Street Fighter V für zahlreiche Fans weiterhin interessant, weshalb die aktuelle Abschaltung der Online-Dienste innerhalb der Community für Enttäuschung sorgen dürfte.
Wann kehren die Street Fighter V-Server zurück?
Einen konkreten Termin für die Wiederinbetriebnahme der Online-Server hat Capcom bislang nicht genannt.
Der Publisher bestätigt lediglich, dass derzeit Notfallwartungen durchgeführt werden, um die Sicherheitsprobleme zu beheben.
Erst nach Abschluss dieser Arbeiten sollen die betroffenen Online-Funktionen wieder verfügbar gemacht werden. Auch der digitale Verkauf im PlayStation Store und auf Steam dürfte anschließend wieder aufgenommen werden.
Wie lange die notwendigen Anpassungen dauern werden, lässt sich derzeit nicht zuverlässig einschätzen.
In seiner offiziellen Stellungnahme entschuldigte sich Capcom bei den Spielern für die entstandenen Unannehmlichkeiten und bedankte sich für deren Geduld und Verständnis.
Bis weitere Informationen veröffentlicht werden, müssen Fans auf Online-Duelle, Ranglisten-Kämpfe und andere serverabhängige Funktionen verzichten.
Street Fighter V bleibt somit vorerst ausschließlich mit seinen verfügbaren Offline-Funktionen spielbar. Wann Capcom die Sicherheitsarbeiten abschließt, die Server wieder einschaltet und den digitalen Verkauf fortsetzt, ist weiterhin offen.



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