Bungie richtet sich unter seiner neuen Führung neu aus und hat ausführlich über die Zukunft von Destiny und Marathon gesprochen. Studioleiter Poria Torkan und Marathon General-Manager Josh Deane räumen Fehler der vergangenen Jahre ein und kündigen mehrere Veränderungen an. Eine zentrale Rolle spielt Destiny 2, für das zuvor entfernte Kampagnen, Schauplätze und Raids zurückkehren sollen. Gleichzeitig soll Marathon über seine bisherigen Genregrenzen hinaus zu einer umfangreicheren Survival-Erfahrung weiterentwickelt werden.

In einem ausführlichen Statement erklären Torkan und Deane, dass Bungie in den vergangenen Jahren den Fokus auf seine Spieler teilweise verloren habe. Dies habe nach Einschätzung der neuen Führung konkrete Folgen gehabt. Das Studio habe Vertrauen eingebüßt, Mitarbeiter verloren und falsche Prioritäten gesetzt.

Die Verantwortlichen wollen deshalb nicht allein mit Versprechen überzeugen. Vertrauen müsse durch die Qualität der Spiele, getroffene Entscheidungen und einen beständigeren Austausch mit den Spielern zurückgewonnen werden.

Destiny bleibt ein zentraler Bestandteil von Bungies Zukunft

Eine besonders deutliche Aussage betrifft die Zukunft von Destiny. Bungie stellt klar, dass die Reihe auch künftig eine zentrale Rolle für das Studio spielen soll.

Nachdem Monuments of Triumph als finales Inhaltsupdate für Destiny 2 angekündigt worden war, habe die Reaktion der Community Bungie noch einmal vor Augen geführt, welche Bedeutung das Universum und seine Geschichte für viele Spieler besitzen.

Das Studio betont deshalb ausdrücklich, dass es mit Destiny noch nicht fertig sei. Langfristig möchte Bungie zu Eigenschaften zurückkehren, die die Reihe ursprünglich ausgezeichnet hätten. Dazu zählt das Unternehmen insbesondere das Gefühl von Geheimnissen und Entdeckungen sowie das gemeinsame Überwinden großer Herausforderungen durch die Community.

Dabei soll es nicht ausschließlich um Destiny 2 gehen. Bungie spricht auch davon, in Zukunft neue Geschichten und Spiele innerhalb des Destiny-Universums entwickeln zu wollen. Dafür möchte das Studio seinen Teams allerdings die notwendige Entwicklungszeit geben.

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Entfernte Kampagnen, Schauplätze und Raids sollen zurückkehren

Ein erster konkreter Schritt betrifft Inhalte aus der Vergangenheit von Destiny 2. Bungie hat mit der Arbeit daran begonnen, zuvor entfernte Kampagnen, Schauplätze und Raids wieder in das Spiel zu integrieren.

Diese Inhalte sollen nach ihrer Rückkehr allen Spielern von Destiny 2 zur Verfügung stehen. Damit reagiert Bungie auf eine Entscheidung, die nach eigener Einschätzung nachhaltige Auswirkungen auf das Vertrauen und die Spielerfahrung der Community hatte.

Das Studio erkennt an, dass Destiny 2 für viele Spieler mehr als lediglich eine Sammlung von Inhalten darstellt. Über Jahre hinweg seien gemeinsame Erinnerungen, Freundschaften und Erlebnisse entstanden, die durch die Entfernung bestimmter Inhalte nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form zugänglich seien.

Rückkehr alter Destiny-Inhalte benötigt umfangreiche Arbeiten

Die Wiederherstellung der entfernten Inhalte ist laut Bungie allerdings deutlich aufwendiger, als lediglich ältere Dateien erneut verfügbar zu machen. Seit Beyond Light wurde Destiny 2 technisch und spielerisch an zahlreichen Stellen verändert.

Zurückkehrende Inhalte müssen deshalb unter anderem hinsichtlich Beleuchtung, Begegnungen, Gegnern und zugrunde liegenden Systemen überarbeitet werden. Bungie möchte gewährleisten, dass die älteren Kampagnen, Gebiete und Raids den heutigen Anforderungen an Stabilität und Gameplay entsprechen.

Dementsprechend nennt das Studio noch keinen konkreten Veröffentlichungstermin. Weitere Informationen über die Rückkehr der entfernten Inhalte sollen in den kommenden Monaten folgen.

Für Bungie bildet diese Wiederherstellung gleichzeitig die Grundlage für die langfristige Zukunft der Marke. Das Studio möchte die Vergangenheit von Destiny stärker bewahren und darauf anschließend neue Geschichten und Spiele aufbauen.

Marathon soll sich über seine bisherigen Genregrenzen hinaus entwickeln

Neben Destiny äußert sich die neue Führung ausführlich zur Zukunft von Marathon. Bungie stellt dabei klar, dass Marathon nie als Ersatz für Destiny vorgesehen gewesen sei.

Das Spiel sei zwar positiv von Kritikern aufgenommen worden und habe eine engagierte Spielerschaft gefunden, allerdings habe Marathon insgesamt nicht so viele Spieler erreicht, wie Bungie ursprünglich erhofft hatte. Das Studio sieht deshalb die Notwendigkeit, das Spiel weiterzuentwickeln.

Bungie möchte an den charakteristischen Eigenschaften von Marathon festhalten, sich gleichzeitig aber von den bisherigen Genregrenzen lösen. Das Spiel soll zu einer umfangreicheren Survival-Erfahrung ausgebaut werden und Spielern mehr Möglichkeiten bieten, sich mit seiner gefährlichen außerirdischen Welt auseinanderzusetzen.

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PvE, PvP und PvPvE sollen gleichermaßen berücksichtigt werden

Während des verbleibenden ersten Jahres von Marathon möchte Bungie insbesondere die Kämpfe, die Spielwelt und die kompetitive Spannung weiterentwickeln. Gleichzeitig sollen Spieler mehr Freiheiten erhalten, wie sie das Spiel erleben möchten.

Dabei will das Studio unterschiedliche Spielweisen berücksichtigen. Sowohl kooperatives PvE als auch kompetitives PvP und die Kombination aus beiden Elementen im PvPvE sollen langfristig bedeutende Bestandteile von Marathon darstellen.

Unabhängig vom bevorzugten Spielstil oder individuellen Fähigkeitsniveau möchte Bungie zudem bessere Möglichkeiten schaffen, Rückmeldungen aus der Community aufzunehmen und anschließend in konkrete Änderungen umzusetzen.

Nightfall Refresh und Symbiosis Update stehen bereits bevor

Die nächsten Schritte für Marathon sind bereits geplant. Im Oktober 2026 soll zunächst der angekündigte Nightfall Refresh erscheinen.

Im Dezember folgt anschließend das Symbiosis Update. Beide Aktualisierungen sind Bestandteil der weiteren Entwicklung während des ersten Jahres von Marathon.

Darüber hinaus möchte das Entwicklerteam weitere Einzelheiten über seine langfristige Vision für das Spiel vorstellen. Marathon bleibt damit neben Destiny eine der zentralen Säulen für Bungies zukünftige Ausrichtung.

Bungie verspricht mehr Transparenz und regelmäßige Kommunikation

Die Neuausrichtung soll sich nicht ausschließlich auf die Spiele selbst beschränken. Bungie möchte auch seine Kommunikation mit der Community verändern und künftig transparenter über Entwicklungsprioritäten sprechen.

Insbesondere bei Änderungen an bereits angekündigten Plänen soll die Kommunikation regelmäßiger erfolgen. Das Studio betont, dass Zuhören allein nicht ausreiche, wenn das erhaltene Feedback anschließend keine sichtbaren Auswirkungen habe.

Zu den langfristigen Zielen gehört deshalb, Destiny eine stabilere Zukunft zu geben und gleichzeitig wichtige Bestandteile seiner Vergangenheit wiederherzustellen. Parallel soll Marathon weiterentwickelt und seine Community vergrößert werden.

Bungie arbeitet zudem mit seinem Community-Team an einer regelmäßigen Form der Berichterstattung, mit der das Unternehmen zeigen möchte, welche Fortschritte bei diesen Vorhaben erzielt werden. Weitere Informationen dazu sollen gemeinsam mit den nächsten größeren Updates für Destiny und Marathon veröffentlicht werden.

Interne Strukturen bei Bungie wurden bereits verändert

Auch innerhalb des Studios wurden laut Bungie bereits Veränderungen vorgenommen. Prioritäten sollen vereinfacht und konkurrierende Projekte beziehungsweise Initiativen reduziert worden sein.

Entscheidungen sollen künftig näher bei den Teams getroffen werden, die unmittelbar an den Spielen arbeiten. Gleichzeitig möchte Bungie den eigenen Erfolg stärker anhand der Zufriedenheit seiner Spieler bewerten.

Die Verantwortlichen räumen allerdings ein, dass diese internen Veränderungen allein noch kein verlorenes Vertrauen zurückbringen. Entscheidend sei letztlich, ob daraus bessere Entscheidungen, hochwertigere Spielerfahrungen und eine transparentere Kommunikation entstehen.

Destiny und Marathon bilden damit die zentralen Säulen der zukünftigen Bungie-Strategie. Während Destiny 2 einen Teil seiner entfernten Geschichte zurückerhalten und langfristig den Grundstein für weitere Geschichten und Spiele legen soll, steht Marathon vor einer umfassenderen Weiterentwicklung. Bungie will seine Fortschritte künftig regelmäßiger kommunizieren und sich daran messen lassen, welche der angekündigten Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden.

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