Mit Cyberpunk: Edgerunners 2 ist am 20. Oktober 2026 die Fortsetzung der erfolgreichen Anime-Serie auf Netflix gestartet. Die neue, zehnteilige Produktion erzählt eine eigenständige Geschichte mit neuen Hauptfiguren und schlägt auch optisch eine andere Richtung ein. Wie Showrunner Bartosz Sztybor in aktuellen Interviews verriet, orientierte sich das Produktionsteam bewusst an klassischen Anime aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Ursprünglich standen allerdings bekannte Kinofilme wie Pulp Fiction und Léon – Der Profi als Inspirationsquellen im Mittelpunkt. Auch bei der Gestaltung von Night City ging das Animationsstudio Trigger ungewöhnliche Wege und erkundete die Spielwelt von Cyberpunk 2077 direkt mit einer virtuellen Kamera.

Cyberpunk: Edgerunners 2 schlägt eine neue künstlerische Richtung ein

Nach dem großen Erfolg der ersten Serie aus dem Jahr 2022 kehrt Cyberpunk: Edgerunners mit einer eigenständigen Fortsetzung zurück. Während das ursprüngliche Anime-Abenteuer vor allem durch seine emotionale Geschichte, die außergewöhnliche Inszenierung und den markanten Animationsstil Aufmerksamkeit erregte, wollten die Verantwortlichen beim Nachfolger bewusst neue kreative Wege einschlagen.

Wie Showrunner Bartosz Sztybor in einem Interview mit Gizmodo erklärte, stand bereits zu Beginn der Entwicklung fest, dass Cyberpunk: Edgerunners 2 nicht einfach eine optische Wiederholung seines Vorgängers werden sollte. Stattdessen wollte das Produktionsteam eine eigene visuelle Identität entwickeln, die sich zwar weiterhin in das bekannte Cyberpunk-Universum einfügt, gleichzeitig aber neue künstlerische Akzente setzt.

Für die Umsetzung arbeitet CD PROJEKT RED erneut mit dem japanischen Animationsstudio Trigger zusammen. Das Studio war bereits für die erste Serie verantwortlich und ist für seine dynamischen Animationen, ausdrucksstarken Charakterdesigns und außergewöhnlichen visuellen Inszenierungen bekannt.

Bei der zweiten Produktion spielte insbesondere Regisseur Kai Ikarashi eine wichtige Rolle. Er griff die ursprünglichen Ideen von Sztybor auf, entwickelte daraus jedoch eine eigene gestalterische Richtung, die sich stärker an klassischen japanischen Anime orientiert.

Pulp Fiction und Léon – Der Profi dienten ursprünglich als Inspiration

Zu Beginn der kreativen Planung hatte Bartosz Sztybor eine andere Vorstellung davon, wie sich die Fortsetzung optisch und atmosphärisch von der ersten Serie unterscheiden könnte. Gegenüber Gizmodo erklärte er, dass er dem Animationsstudio Trigger zunächst eine Hommage an das Kino der 1990er-Jahre vorgeschlagen hatte.

Als konkrete Inspirationsquellen nannte er die beiden bekannten Filme Pulp Fiction und Léon – Der Profi. Beide Produktionen zählen zu den prägenden Werken ihres Jahrzehnts und zeichnen sich durch eine markante Bildsprache sowie ungewöhnliche Figurenkonstellationen aus.

Pulp Fiction von Regisseur Quentin Tarantino wurde insbesondere durch seine verschachtelte Erzählweise, die stilisierten Dialoge und die Verbindung von Gewalt, Humor und Kriminalgeschichte bekannt. Léon – Der Profi von Luc Besson setzt dagegen stärker auf die Beziehung seiner Hauptfiguren und verbindet intensive Action mit emotionalen Konflikten.

Diese unterschiedlichen Einflüsse sollten ursprünglich als kreative Grundlage dienen, um Cyberpunk: Edgerunners 2 eine neue Atmosphäre zu verleihen. Dabei ging es laut Sztybor nicht darum, die genannten Filme unmittelbar nachzuahmen, sondern sich von deren künstlerischer Herangehensweise inspirieren zu lassen.

Regisseur Kai Ikarashi entschied sich bei der visuellen Umsetzung schließlich für einen anderen Schwerpunkt. Anstelle einer direkten Hommage an das westliche Kino der 1990er-Jahre rückten klassische japanische Animationsproduktionen in den Mittelpunkt.

Klassische Anime der 1980er- und 1990er-Jahre prägen den neuen Look

Die visuelle Gestaltung von Cyberpunk: Edgerunners 2 orientiert sich bewusst an Anime-Produktionen aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Damit greift das Produktionsteam eine Ästhetik auf, die für viele Fans eng mit der Entwicklung des Cyberpunk-Genres verbunden ist.

Gerade in diesen Jahrzehnten entstanden zahlreiche japanische Animationswerke, die futuristische Großstädte, technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Konflikte in den Mittelpunkt stellten. Ihre Bildsprache prägte die Wahrnehmung des Genres nachhaltig und beeinflusst bis heute moderne Science-Fiction-Produktionen.

Für Cyberpunk: Edgerunners 2 bedeutet die Entscheidung, dass sich die Fortsetzung nicht ausschließlich an der visuellen Gestaltung der ersten Serie orientiert. Stattdessen soll der neue Anime eine eigenständige künstlerische Handschrift erhalten, die bewusst an frühere Animationsstile erinnert.

Dabei bleibt die grundlegende Verbindung zum Cyberpunk-Universum erhalten. Die Geschichte spielt weiterhin in der dystopischen Welt von Cyberpunk 2077, in der mächtige Konzerne, technische Körpermodifikationen und gesellschaftliche Gegensätze den Alltag bestimmen.

Die Kombination aus einer vertrauten Spielwelt und einer veränderten visuellen Ausrichtung soll der neuen Serie eine eigene Identität verleihen. Zugleich unterstreicht sie den Anspruch der Verantwortlichen, das Universum nicht lediglich mit einer weiteren Geschichte zu erweitern, sondern auch künstlerisch neue Möglichkeiten auszuprobieren.

Trigger und CD PROJEKT RED entwickelten die Charakterdesigns gemeinsam

Nicht nur der allgemeine Animationsstil, sondern auch die Gestaltung der neuen Figuren spielte bei der Entwicklung eine wichtige Rolle. Wie Bartosz Sztybor erklärte, arbeiteten das japanische Animationsstudio Trigger und der polnische Spieleentwickler CD PROJEKT RED bei den Charakterdesigns eng zusammen.

Dabei durchliefen einige Figuren mehrere Überarbeitungen, bevor ihre endgültige Gestaltung feststand. Dieser kreative Austausch sollte sicherstellen, dass die Charaktere sowohl zur neuen visuellen Ausrichtung als auch zur bestehenden Welt von Cyberpunk passen.

Besonders interessant ist die Entstehung der Figuren Avida und Weak. Deren ursprüngliche Entwürfe stammen direkt von CD PROJEKT RED und wurden anschließend in die gemeinsame Entwicklungsarbeit eingebracht.

Damit war der Spieleentwickler nicht nur an der inhaltlichen Ausrichtung der Serie beteiligt, sondern lieferte auch konkrete gestalterische Grundlagen für einzelne Charaktere.

Die Zusammenarbeit verdeutlicht, wie eng die Produktion des Anime mit dem ursprünglichen Videospieluniversum verbunden ist. Während Trigger seine Erfahrung mit japanischer Animation einbringt, sorgt CD PROJEKT RED für die Verbindung zur etablierten Welt von Cyberpunk 2077.

Durch diese gemeinsame Herangehensweise können neue Figuren entstehen, die sich optisch in Night City einfügen und gleichzeitig den eigenständigen Stil der Fortsetzung widerspiegeln.

Night City wurde direkt in Cyberpunk 2077 erkundet

Eine weitere Besonderheit der Produktion betrifft die Auswahl der Schauplätze. Statt sämtliche Orte ausschließlich anhand von Konzeptzeichnungen oder schriftlichen Beschreibungen zu entwickeln, nutzte Regisseur Kai Ikarashi die Spielwelt von Cyberpunk 2077 als direkte Inspirationsquelle.

Wie Bartosz Sztybor gegenüber GamesRadar+ erklärte, erkundete Ikarashi Night City mithilfe einer virtuellen Kamera. Dabei suchte er gezielt nach Straßen, Gebäuden und anderen Schauplätzen, die sich für bestimmte Szenen der Anime-Serie eignen könnten.

Die virtuelle Stadt diente somit nicht nur als allgemeine Vorlage für die Gestaltung der Umgebung, sondern wurde aktiv in den kreativen Entwicklungsprozess eingebunden.

Auf diese Weise konnte der Regisseur verschiedene Orte betrachten und entscheiden, welche Bereiche von Night City besonders gut zur gewünschten Atmosphäre einer Szene passen.

Die Vorgehensweise ermöglicht eine enge Verbindung zwischen der Anime-Serie und dem Videospiel. Zuschauer, die Cyberpunk 2077 bereits gespielt haben, könnten dadurch bekannte Orte wiedererkennen, während neue Schauplätze gleichzeitig aus einer anderen Perspektive präsentiert werden.

Die Nutzung einer virtuellen Kamera zeigt außerdem, wie digitale Spielwelten inzwischen als Grundlage für andere Medienproduktionen eingesetzt werden können.

Die Drehbücher legen nicht jeden Schauplatz im Voraus fest

Besonders ungewöhnlich ist dabei die Arbeitsweise von Showrunner Bartosz Sztybor. Nach eigenen Angaben verzichtet er darauf, in seinen Drehbüchern sämtliche Schauplätze von Cyberpunk: Edgerunners 2 genau festzulegen.

Der Grund dafür liegt im großen Vertrauen in das Produktionsteam von Trigger. Die Mitarbeiter seien mit Night City und der Welt von Cyberpunk 2077 so vertraut, dass sie selbst geeignete Orte für die jeweiligen Szenen auswählen könnten.

Damit erhalten die Animatoren und der Regisseur einen vergleichsweise großen kreativen Spielraum bei der visuellen Umsetzung.

Während das Drehbuch die Handlung, die Figuren und die grundlegenden Abläufe vorgibt, können die Verantwortlichen für die Animation entscheiden, welche Straßen, Gebäude oder Stadtteile am besten zur jeweiligen Situation passen.

Diese Vorgehensweise unterscheidet sich von einer Produktion, bei der sämtliche Schauplätze bereits während der Drehbuchentwicklung verbindlich festgelegt werden.

Für Cyberpunk: Edgerunners 2 bedeutet dies, dass die Gestaltung von Night City stärker aus der visuellen Perspektive heraus entsteht. Das Produktionsteam kann die vorhandene Spielwelt gezielt durchsuchen und diejenigen Orte auswählen, die eine Szene besonders wirkungsvoll unterstützen.

Gleichzeitig bleibt die Verbindung zum ursprünglichen Videospiel erhalten, da die ausgewählten Schauplätze unmittelbar auf der digitalen Umgebung von Cyberpunk 2077 basieren.

Cyberpunk 2077 bildet weiterhin die Grundlage der Anime-Welt

Obwohl Cyberpunk: Edgerunners 2 eine neue Geschichte erzählt und einen anderen visuellen Stil verfolgt, bleibt das Universum von Cyberpunk 2077 die zentrale Grundlage der Produktion.

Das Rollenspiel von CD PROJEKT RED spielt in Night City, einer futuristischen Metropole, die von wirtschaftlicher Ungleichheit, mächtigen Konzernen und technologischen Entwicklungen geprägt ist. Körpermodifikationen und hochentwickelte Technik gehören ebenso zum Alltag wie Kriminalität und gesellschaftliche Konflikte.

Diese Welt bietet zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedliche Geschichten und Figuren. Bereits die erste Anime-Serie zeigte, dass sich das Cyberpunk-Universum auch unabhängig von der Handlung des Videospiels für eigenständige Erzählungen eignet.

Mit der zweiten Serie wird dieser Ansatz fortgesetzt. Anstatt die Geschichte der ursprünglichen Hauptfiguren einfach weiterzuführen, setzen die Verantwortlichen auf neue Charaktere und eine eigenständige Handlung.

Die vertraute Umgebung von Night City schafft dabei die Verbindung zwischen den verschiedenen Geschichten. Gleichzeitig ermöglicht die Stadt mit ihren unterschiedlichen Vierteln und Schauplätzen eine große gestalterische Vielfalt.

Durch die direkte Erkundung der Spielwelt möchte das Produktionsteam diese Möglichkeiten gezielt nutzen und die Stadt aus neuen Blickwinkeln präsentieren.

Cyberpunk: Edgerunners 2 erzählt eine eigenständige Geschichte

Die zweite Cyberpunk: Edgerunners-Serie ist keine unmittelbare Fortsetzung der Geschichte um David Martinez und Lucy. Stattdessen steht eine neue Handlung mit neuen Hauptfiguren im Mittelpunkt.

Damit verfolgen die Verantwortlichen einen Ansatz, der das bestehende Universum erweitert, ohne die Erzählung der ersten Serie zwangsläufig fortsetzen zu müssen.

Die Entscheidung ermöglicht es dem Produktionsteam, andere Aspekte von Night City zu beleuchten und neue Figuren mit eigenen Konflikten und Motivationen einzuführen.

Gleichzeitig können sich die Entwickler stärker von den erzählerischen und visuellen Vorgaben der ursprünglichen Produktion lösen.

Die bewusste Orientierung an Retro-Anime aus den 1980er- und 1990er-Jahren passt zu dieser Neuausrichtung. Sie unterstreicht, dass Cyberpunk: Edgerunners 2 als eigenständige Produktion wahrgenommen werden soll, die zwar im bekannten Universum spielt, aber eine eigene kreative Identität besitzt.

Trotz der Veränderungen bleibt die Zusammenarbeit zwischen CD PROJEKT RED und Studio Trigger ein zentraler Bestandteil der Serie.

Beide Unternehmen verbinden ihre jeweiligen Stärken, um die Welt von Cyberpunk erneut als japanische Animationsproduktion umzusetzen.

Die erste Cyberpunk: Edgerunners-Serie erschien bereits 2022

Der Erfolg der ersten Cyberpunk: Edgerunners-Serie bildet die Grundlage für die Fortsetzung. Der zehnteilige Anime erschien im September 2022 auf Netflix und wurde von Studio Trigger in Zusammenarbeit mit CD PROJEKT RED produziert.

Im Mittelpunkt stand David Martinez, ein junger Mann aus Night City, der nach einschneidenden persönlichen Ereignissen in die gefährliche Welt der Edgerunner gerät.

Die Serie verband actionreiche Kämpfe mit einer emotionalen Geschichte über persönliche Träume, gesellschaftliche Ungleichheit und die Risiken technologischer Körpermodifikationen.

Besonders die Charaktere, die Musik und die außergewöhnliche visuelle Gestaltung trugen zur Bekanntheit der Produktion bei.

Zugleich weckte die Serie erneut das Interesse an Cyberpunk 2077 und zeigte, welches erzählerische Potenzial in der Spielwelt steckt.

Mit Cyberpunk: Edgerunners 2 erhalten die Verantwortlichen nun die Möglichkeit, weitere Geschichten aus diesem Universum zu erzählen und dabei neue künstlerische Ansätze auszuprobieren.

Erste Staffel auch als Blu-ray in Deutschland erhältlich

Während die zweite Serie bereits auf Netflix verfügbar ist, können Fans die ursprüngliche Produktion inzwischen auch auf einem physischen Datenträger erwerben.

In Deutschland wurde die erste Staffel von Cyberpunk: Edgerunners durch KSM Anime veröffentlicht. Unter anderem erschien eine limitierte Ultimate Edition auf Blu-ray.

Damit haben Sammler die Möglichkeit, die zehn Episoden der ursprünglichen Serie unabhängig vom Streamingangebot in ihre Sammlung aufzunehmen.

Gerade für Fans physischer Medien stellt die Veröffentlichung eine Alternative zum ausschließlichen Abruf über Netflix dar.

Ob und wann auch Cyberpunk: Edgerunners 2 eine entsprechende Blu-ray-Veröffentlichung erhalten wird, ist derzeit nicht bekannt.

Eine offizielle Ankündigung für eine deutsche Heimkinoauswertung der zweiten Serie liegt bislang nicht vor.

Cyberpunk: Edgerunners 2 ist seit dem 20. Oktober auf Netflix verfügbar

Die zweite Cyberpunk: Edgerunners-Serie wurde am 20. Oktober 2026 weltweit auf Netflix veröffentlicht. Wie bereits die erste Produktion umfasst auch der Nachfolger insgesamt zehn Episoden.

Fans können damit eine neue Geschichte aus Night City erleben, die sich sowohl durch ihre Figuren als auch durch ihre künstlerische Ausrichtung von der ursprünglichen Serie unterscheidet.

Besonders die Orientierung an klassischen Anime der 1980er- und 1990er-Jahre stellt eine bewusste kreative Entscheidung dar. Hinzu kommt die ungewöhnliche Arbeitsweise von Regisseur Kai Ikarashi, der die Schauplätze direkt innerhalb von Cyberpunk 2077 erkundete.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Studio Trigger und CD PROJEKT RED bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil der Produktion. Während der japanische Animationsspezialist die visuelle Umsetzung verantwortet, bringt der polnische Entwickler seine Kenntnisse der Spielwelt und eigene Charakterentwürfe ein.

Cyberpunk: Edgerunners 2 zeigt damit, dass die Verantwortlichen nicht einfach den Erfolg der ersten Serie wiederholen möchten. Stattdessen setzen sie auf eine eigenständige Geschichte, einen bewusst nostalgischen Anime-Stil und eine enge Verbindung zur digitalen Welt von Night City. Alle zehn Episoden sind seit dem 20. Oktober 2026 weltweit auf Netflix verfügbar.

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