Die Entlassungswelle bei Electronic Arts geht weiter. Nachdem der Publisher bereits die Schließung von BioWare und die Einstellung des nächsten Mass Effect angekündigt hatte, sind nun auch zahlreiche Mitarbeiter des Entwicklerstudios Full Circle betroffen. Das Team hinter dem Free-to-Play-Skateboardspiel Skate wird erneut verkleinert, obwohl Electronic Arts die langfristige Weiterentwicklung des Live-Service-Titels fortsetzen möchte. Mehrere erfahrene Entwickler haben ihren Abschied inzwischen öffentlich bestätigt.
Electronic Arts setzt seine Sparmaßnahmen bei Full Circle fort
Electronic Arts hat am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, weitere umfangreiche Sparmaßnahmen angekündigt, die mehrere Entwicklerstudios innerhalb des Unternehmens betreffen. Während insbesondere die vollständige Schließung von BioWare für große Aufmerksamkeit sorgte, wurde inzwischen bekannt, dass auch das für Skate verantwortliche Studio Full Circle erneut Stellen abbauen muss.
In der offiziellen Mitteilung ging Electronic Arts zunächst nur kurz auf die Veränderungen beim Skate-Team ein. Konkrete Angaben zur Anzahl der betroffenen Mitarbeiter machte der Publisher nicht. Mittlerweile haben sich jedoch mehrere Entwickler über soziale Netzwerke zu Wort gemeldet und bestätigt, dass ihre Stellen gestrichen wurden.
Den Berichten zufolge sind zahlreiche Beschäftigte von den Kürzungen betroffen. Darunter befinden sich auch langjährige Mitarbeiter und erfahrene Entwickler, die an der kreativen Gestaltung und Weiterentwicklung des Skateboardspiels beteiligt waren.
Die erneuten Entlassungen werfen Fragen zur langfristigen Zukunft von Skate auf. Schließlich wurde das Spiel von Beginn an als dauerhaft unterstützter Live-Service-Titel konzipiert, der regelmäßig neue Inhalte und Funktionen erhalten soll.
EA möchte Skate mit einem kleineren Team langfristig weiterentwickeln
Electronic Arts begründet die Umstrukturierung von Full Circle mit dem Ziel, die Entwicklung von Skate effizienter zu gestalten und das Spiel wirtschaftlich nachhaltiger aufzustellen.
Nach Angaben des Publishers sei es gelungen, zahlreiche Spieler für Skate zu gewinnen. Die eigentliche Herausforderung bestehe jedoch darin, diese langfristig an das Spiel zu binden und eine dauerhaft aktive Community aufzubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, soll Full Circle künftig mit einem kleineren und stärker fokussierten Entwicklerteam arbeiten. Gleichzeitig möchte Electronic Arts eine klar definierte Roadmap verfolgen, die sich an den Bedürfnissen der Community orientiert.
Der Publisher erklärte, dass die Veränderungen notwendig seien, um ein gesünderes und nachhaltigeres Geschäftsmodell für Skate zu schaffen.
Damit deutet Electronic Arts an, dass das Spiel grundsätzlich weiterentwickelt werden soll. Eine Einstellung des Live-Service-Titels wurde im Zusammenhang mit den aktuellen Entlassungen nicht angekündigt.
Allerdings bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Verkleinerung des Teams auf die Geschwindigkeit zukünftiger Updates, saisonaler Inhalte und geplanter Erweiterungen haben wird.
Langjähriger EA-Entwickler John Epler verliert seinen Arbeitsplatz
Zu den betroffenen Mitarbeitern gehört John Epler, der bei Full Circle als Seasonal Creative Director tätig war. In dieser Position war er an der kreativen Planung und Gestaltung der saisonalen Inhalte von Skate beteiligt.
Epler blickt auf eine besonders lange Karriere bei Electronic Arts zurück. Seit nahezu 19 Jahren arbeitet er in der Videospielbranche und verbrachte diese Zeit vollständig innerhalb des EA-Konzerns.
Auf LinkedIn bestätigte er nun, dass seine Stelle bei Full Circle im Rahmen der aktuellen Sparmaßnahmen gestrichen wurde.
Dabei zeigte sich der Entwickler trotz der unerwarteten beruflichen Veränderung vergleichsweise optimistisch. Zwar sei er angesichts seiner Zukunft etwas nervös, gleichzeitig freue er sich jedoch auf neue berufliche Herausforderungen.
Seinen Abschied beschrieb Epler nicht ausschließlich mit Trauer, sondern auch als Gelegenheit, nach fast zwei Jahrzehnten bei Electronic Arts einen neuen Abschnitt seiner Karriere zu beginnen.
Welche Projekte er künftig verfolgen möchte, ließ er zunächst offen.
Weitere erfahrene Entwickler bestätigen ihre Entlassung
Neben John Epler sind auch mehrere Senior Designer von den Stellenstreichungen betroffen.
Senior Game Designer Adam Martinazzi bestätigte ebenfalls über soziale Netzwerke, dass er seinen Arbeitsplatz bei Full Circle verloren habe. Gleichzeitig erklärte er, dass zahlreiche weitere talentierte Kollegen von den Entlassungen betroffen seien.
Martinazzi beschrieb seine Gefühle als Mischung aus Enttäuschung, Frustration und Dankbarkeit. Einerseits bedauere er die Entscheidung des Unternehmens, andererseits sei ihm bewusst, dass Entlassungen inzwischen ein wiederkehrendes Problem innerhalb der Videospielbranche darstellen.
In seinem Beitrag erklärte er, ein Teil von ihm akzeptiere die Situation als etwas, das mittlerweile einfach zur Branche gehöre.
Trotz der schwierigen Umstände blickte Martinazzi positiv auf seine Zeit bei Full Circle zurück. Besonders die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen und die gemeinsame Entwicklung von Skate hätten für ihn einen hohen persönlichen Stellenwert gehabt.
Auch David Milne, der ebenfalls als Senior Designer bei Full Circle beschäftigt war, bestätigte die Streichung seiner Position.
Milne bedauerte seinen Abschied und betonte, dass ihm die Zusammenarbeit mit dem Team sowie die Entwicklung des Skateboardspiels viel Freude bereitet hätten. Nun wolle er sich neuen beruflichen Möglichkeiten widmen.
Wie viele weitere Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren haben, ist bislang nicht bekannt.
Full Circle sollte die traditionsreiche Skate-Reihe wiederbeleben
Full Circle wurde gegründet, um die Skate-Reihe nach einer langen Pause zurückzubringen. Zum Team gehören unter anderem ehemalige Mitarbeiter von EA Black Box, das für die ursprünglichen drei Skate-Spiele verantwortlich war.
Mit Skate, das häufig auch als Skate 4 bezeichnet wird, entschieden sich Electronic Arts und Full Circle allerdings für einen anderen Ansatz als bei den früheren Serienteilen.
Anstatt ein klassisches Einzelspieler-Spiel mit einer abgeschlossenen Karriere zu entwickeln, wurde die Neuauflage als kostenlos spielbarer Live-Service-Titel konzipiert.
Im Mittelpunkt stehen eine offene Spielwelt, gemeinschaftliche Aktivitäten und die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern auszutauschen und eigene Skateboard-Erlebnisse zu gestalten.
Das Konzept soll über einen längeren Zeitraum hinweg durch regelmäßige Updates, neue Herausforderungen und saisonale Inhalte erweitert werden.
Damit verfolgt Electronic Arts eine Strategie, die sich deutlich von den ursprünglichen Skate-Spielen unterscheidet und stärker auf langfristige Spielerbindung sowie wiederkehrende Einnahmen ausgerichtet ist.
Skate steht wegen Monetarisierung und fehlendem Karrieremodus in der Kritik
Obwohl Skate eine feste Community aufgebaut hat, stößt das Live-Service-Konzept nicht bei allen Fans auf Zustimmung.
Insbesondere die Monetarisierung des Free-to-Play-Titels wird von Teilen der Spielerschaft kritisiert. Auch das Belohnungssystem und die langfristige Motivation sorgen immer wieder für Diskussionen.
Ein weiterer häufiger Kritikpunkt ist das Fehlen eines klassischen Einzelspielermodus, wie ihn die ursprünglichen Skate-Ableger boten.
Viele langjährige Fans wünschen sich eine umfangreiche Karriere, in der sie sich durch Wettbewerbe, Herausforderungen und verschiedene Fortschrittssysteme arbeiten können.
Stattdessen konzentriert sich die Neuauflage stärker auf die offene Spielwelt und die gemeinsame Nutzung durch zahlreiche Spieler.
Diese Ausrichtung spricht zwar einen Teil der Community an, konnte nach Einschätzung des Berichts bislang jedoch nicht das erhoffte breitere Publikum dauerhaft überzeugen.
Die jüngsten Aussagen von Electronic Arts legen nahe, dass sich der Publisher dieser Herausforderung bewusst ist. Mit der Umstrukturierung von Full Circle soll die weitere Entwicklung stärker auf Maßnahmen ausgerichtet werden, die Spieler langfristig motivieren und an Skate binden.
Welche konkreten Änderungen dafür vorgesehen sind, wurde allerdings noch nicht erläutert.
Bereits im Februar musste Full Circle Stellen abbauen
Die aktuellen Entlassungen sind nicht die ersten personellen Einschnitte beim Skate-Entwickler.
Bereits im Februar 2026 hatte Full Circle einen Stellenabbau angekündigt. Damals begründeten die Verantwortlichen die Entscheidung ebenfalls mit dem Ziel, die langfristige Zukunft von Skate abzusichern.
Nun folgt innerhalb desselben Jahres eine weitere Umstrukturierung, die erneut zahlreiche Mitarbeiter betrifft.
Die wiederholten Kürzungen verdeutlichen, unter welchem wirtschaftlichen Druck das Entwicklerstudio steht. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Full Circle mit einer kleineren Belegschaft die regelmäßige Bereitstellung neuer Inhalte sicherstellen möchte.
Gerade bei einem Live-Service-Spiel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung entscheidend, um bestehende Spieler zu halten und neue Nutzer zu gewinnen.
Saisonale Veranstaltungen, zusätzliche Aktivitäten, technische Verbesserungen und die Berücksichtigung von Community-Feedback erfordern dauerhaft entsprechende personelle Ressourcen.
Electronic Arts setzt dennoch darauf, dass ein kleineres und klarer strukturiertes Team die zukünftige Entwicklung effizienter gestalten kann.
Ob diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird, lässt sich derzeit noch nicht beurteilen.
Die Zukunft von Skate bleibt trotz der Entlassungen vorerst gesichert
Mit den jüngsten Stellenstreichungen setzt Electronic Arts seine umfassende Umstrukturierung fort. Während BioWare vollständig geschlossen wird und die Entwicklung des nächsten Mass Effect eingestellt wurde, soll Full Circle trotz der personellen Einschnitte weiterhin an Skate arbeiten.
Der Publisher betont, dass man an der langfristigen Zukunft des Skateboardspiels festhalten und mit einem kleineren Team eine klarere Entwicklungsstrategie verfolgen möchte.
Für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet die Entscheidung allerdings das Ende ihrer bisherigen Tätigkeit bei Full Circle. Besonders die Entlassungen erfahrener Entwickler wie John Epler, Adam Martinazzi und David Milne zeigen, dass auch langjährige Beschäftigte von den Sparmaßnahmen nicht verschont bleiben.
Für die Spieler bleibt zunächst offen, ob und in welchem Umfang sich die Umstrukturierung auf kommende Updates, saisonale Inhalte und die Weiterentwicklung des Live-Service-Konzepts auswirken wird.
Fest steht, dass Electronic Arts das Studio Full Circle erneut verkleinert, die Arbeiten an Skate jedoch fortsetzen möchte. Wie sich die personellen Veränderungen auf die Zukunft des Free-to-Play-Titels auswirken, dürften erst die kommenden Monate zeigen.



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