Der kürzlich veröffentlichte Launch-Trailer zu Grand Theft Auto VI begeistert nicht nur mit seiner detaillierten Spielwelt, sondern liefert auch neue Hinweise auf die technische Umsetzung des kommenden Open-World-Blockbusters. Die Technikexperten von Digital Foundry haben das Bildmaterial ausführlich analysiert und kommen zu dem Schluss, dass Rockstar Games auf der regulären PlayStation 5 offenbar nicht auf Sonys neue KI-Upscaling-Technologie Quick Spectral Super Resolution (QSSR) setzt. Gleichzeitig scheint das Entwicklerstudio ein langjähriges Problem seiner RAGE-Engine behoben zu haben. Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und XBOX Series X|S.

Digital Foundry untersucht den Launch-Trailer von Grand Theft Auto VI

Mit dem offiziellen Launch-Trailer zu Grand Theft Auto VI hat Rockstar Games am 15. Oktober 2026 einen weiteren Einblick in seinen kommenden Open-World-Blockbuster gewährt.

Neben den beiden Hauptfiguren Jason und Lucia stehen vor allem die detailreiche Spielwelt von Vice City und dem Bundesstaat Leonida im Mittelpunkt.

Besonders die technische Umsetzung sorgt seit der Veröffentlichung des Trailers für zahlreiche Diskussionen.

Nachdem Sony Anfang Oktober seine neue Upscaling-Technologie Quick Spectral Super Resolution (QSSR) für die reguläre PlayStation 5 angekündigt hatte, stellte sich die Frage, ob Rockstar Games das neue Verfahren bereits bei Grand Theft Auto VI einsetzt.

Die Technikexperten von Digital Foundry haben das aktuelle Bildmaterial deshalb genauer untersucht.

In ihrer Analyse beschäftigen sich Richard Leadbetter, John Linneman und Oliver Mackenzie unter anderem mit der Bildauflösung, der Performance und der Frage, welche Technologien Rockstar für die Darstellung der aufwendigen Spielwelt verwendet.

Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass der Launch-Trailer offenbar keine Hinweise auf den Einsatz von QSSR liefert.

Warum QSSR auf der regulären PS5 möglicherweise nicht sinnvoll ist

Quick Spectral Super Resolution ist eine neue KI-gestützte Upscaling-Technologie von Sony, die speziell für die Hardware der regulären PlayStation 5 angepasst wurde.

Das Verfahren basiert auf einem ähnlichen Grundgedanken wie PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR), das bereits auf der PlayStation 5 Pro zum Einsatz kommt.

Ziel solcher Technologien ist es, Spiele zunächst in einer niedrigeren internen Auflösung zu berechnen und das Bild anschließend mithilfe intelligenter Verfahren auf eine höhere Ausgabeauflösung zu skalieren.

Dadurch können Entwickler theoretisch Rechenleistung einsparen und gleichzeitig eine möglichst hohe Bildqualität erzielen.

Allerdings benötigt auch das Upscaling selbst Rechenleistung.

Genau darin sehen die Experten von Digital Foundry ein mögliches Problem für Grand Theft Auto VI.

Nach ihren Untersuchungen scheint der Launch-Trailer auf einer internen Rendering-Auflösung von ungefähr 1440p zu basieren.

Bei einer derart hohen Ausgangsauflösung könnte der zusätzliche Qualitätsgewinn durch QSSR vergleichsweise gering ausfallen.

Gleichzeitig müsste Rockstar Games einen Teil der ohnehin begrenzten Rechenleistung der Konsole für das Upscaling reservieren.

QSSR könnte rund vier Millisekunden pro Bild benötigen

Richard Leadbetter erläuterte in der Analyse, weshalb der Einsatz von QSSR bei Grand Theft Auto VI aus seiner Sicht wenig wahrscheinlich erscheint.

Als Vergleich zog er Messungen heran, die Digital Foundry zuvor bei Marvel’s Wolverine durchgeführt hatte.

Demnach könnte das Hochskalieren eines Bildes auf 4K mithilfe von QSSR ungefähr vier Millisekunden beanspruchen.

Dieser Wert klingt zunächst gering, spielt bei einem auf 30 Bilder pro Sekunde ausgelegten Spiel jedoch eine wichtige Rolle.

Bei einer Bildrate von 30 FPS stehen dem System für die Berechnung und Ausgabe jedes einzelnen Bildes rund 33,3 Millisekunden zur Verfügung.

Würde das Upscaling davon vier Millisekunden beanspruchen, entspräche dies ungefähr zwölf Prozent des gesamten Zeitbudgets pro Bild.

Diese Zeit stünde anschließend nicht mehr für andere aufwendige Berechnungen zur Verfügung.

Gerade Grand Theft Auto VI stellt mit seiner offenen Spielwelt, den zahlreichen Charakteren, komplexen Beleuchtungssystemen und umfangreichen Simulationen hohe Anforderungen an die Hardware.

Aus Sicht von Digital Foundry könnte es deshalb sinnvoller sein, die verfügbare Rechenleistung direkt in die Darstellung der Spielwelt zu investieren.

Das bedeutet allerdings nicht, dass QSSR grundsätzlich ungeeignet wäre.

Vielmehr hängt der tatsächliche Nutzen einer solchen Technologie stark vom jeweiligen Spiel, der internen Auflösung und den technischen Anforderungen ab.

Rockstar setzt offenbar auf eine hohe interne Auflösung

Die Analyse des Launch-Trailers deutet darauf hin, dass Rockstar Games auf der regulären PlayStation 5 eine vergleichsweise hohe interne Auflösung anstrebt.

Digital Foundry geht anhand des untersuchten Bildmaterials von ungefähr 1440p aus.

Sollte sich dieser Wert auch in der finalen Version bestätigen, würde Grand Theft Auto VI bereits ohne aufwendiges KI-Upscaling eine solide Ausgangsbasis für die Bilddarstellung bieten.

Bei einer höheren internen Auflösung können feine Details, Kanten und entfernte Objekte grundsätzlich präziser dargestellt werden als bei deutlich niedrigeren Auflösungen.

Gleichzeitig erhöht sich allerdings auch die Belastung der Grafikhardware.

Rockstar Games muss deshalb verschiedene technische Aspekte gegeneinander abwägen.

Neben der Bildschärfe spielen insbesondere die Beleuchtung, die Darstellung der Vegetation, die Simulation von Verkehr und Passanten sowie die physikalischen Berechnungen eine wichtige Rolle.

Digital Foundry vermutet, dass das Entwicklerstudio seine Ressourcen bewusst auf diese Bereiche konzentriert.

Eine offizielle Bestätigung, dass Grand Theft Auto VI vollständig auf QSSR verzichtet, liegt bislang jedoch nicht vor.

Die Einschätzung basiert ausschließlich auf der Analyse des veröffentlichten Trailers.

Langjähriges Problem der RAGE-Engine offenbar behoben

Neben der Frage nach dem verwendeten Upscaling-Verfahren entdeckten die Experten von Digital Foundry eine weitere interessante technische Entwicklung.

Demnach scheint Rockstar Games ein Problem behoben zu haben, das die hauseigene RAGE-Engine bereits seit Grand Theft Auto IV begleitet.

Dabei handelt es sich um ungleichmäßige Bewegungsabläufe bei bestimmten Kameraschwenks und Animationen.

Solche Auffälligkeiten können auftreten, obwohl ein Spiel grundsätzlich mit einer stabilen Bildrate läuft.

Das Ergebnis sind leichte Ruckler, die insbesondere bei langsamen Kamerabewegungen sichtbar werden.

Dieses Verhalten war laut Digital Foundry auch in früheren Präsentationen von Grand Theft Auto VI zu beobachten.

Sowohl in älteren Trailern als auch im ausführlichen Extended-Look-Material fielen stellenweise kleinere Unregelmäßigkeiten auf.

Der neue Launch-Trailer vermittelt dagegen einen deutlich verbesserten Eindruck.

Selbst aufwendige Kamerafahrten und komplexe Szenen wirken nach Einschätzung der Experten nun wesentlich gleichmäßiger.

Kameraschwenks wirken deutlich flüssiger

Besonders bei den cineastischen Kamerafahrten des Launch-Trailers scheint Rockstar Games technische Fortschritte erzielt zu haben.

Digital Foundry hebt hervor, dass die Bewegungen im aktuellen Bildmaterial gleichmäßiger dargestellt werden als in früheren Präsentationen.

Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die RAGE-Engine seit vielen Jahren die technische Grundlage für die großen Open-World-Spiele von Rockstar Games bildet.

Bereits bei Grand Theft Auto IV und späteren Produktionen konnten bestimmte Kamerabewegungen trotz stabiler Bildraten unruhig wirken.

Sollte Rockstar Games dieses Problem tatsächlich behoben haben, wäre das eine bedeutende Verbesserung für die gesamte Darstellung.

Gerade bei einem umfangreichen Open-World-Spiel können gleichmäßige Kamerabewegungen erheblich zum subjektiven Eindruck der Flüssigkeit beitragen.

Allerdings lässt sich anhand eines Trailers noch nicht abschließend beurteilen, ob die Verbesserung in sämtlichen Spielsituationen erhalten bleibt.

Erst ausführliche technische Untersuchungen der finalen Version werden zeigen, ob Rockstar das Problem vollständig beseitigen konnte.

Grand Theft Auto VI beeindruckt mit zahlreichen grafischen Details

Abseits der technischen Diskussionen über Upscaling und Bildraten zeigt sich Digital Foundry erneut beeindruckt vom Detailgrad des kommenden Rockstar-Spiels.

Der Launch-Trailer präsentiert zahlreiche aufwendige Effekte, die zur glaubwürdigen Darstellung der Spielwelt beitragen.

Besonders die Beleuchtung und die physikalische Darstellung kleiner Details fallen dabei auf.

Ein Beispiel sind Wassertropfen auf der Haut von Charakteren, in denen sich das Licht realistisch bricht.

Solche Effekte tragen dazu bei, dass Figuren und ihre Umgebung natürlicher wirken.

Auch die Tierwelt wurde offenbar mit großer Sorgfalt gestaltet.

Digital Foundry verweist unter anderem auf ein besonders detailliertes Leguan-Modell, das im Trailer zu sehen ist.

Diese Beispiele verdeutlichen, wie viel Aufwand Rockstar Games in die Darstellung selbst kleiner Elemente investiert.

Neben den großen Städten, weitläufigen Landschaften und zahlreichen Fahrzeugen sollen auch unscheinbare Details zur Atmosphäre von Leonida beitragen.

Gerade die Kombination aus aufwendiger Beleuchtung, detaillierten Charaktermodellen und einer lebendigen Umgebung könnte Grand Theft Auto VI zu einem der technisch ambitioniertesten Konsolenspiele machen.

Welche Vorteile bietet die PlayStation 5 Pro?

Eine weitere offene Frage betrifft die technischen Unterschiede zwischen der regulären PlayStation 5 und der leistungsfähigeren PlayStation 5 Pro.

Während Digital Foundry für die Basisversion anhand des Trailers eine interne Auflösung von ungefähr 1440p vermutet, liegen zur tatsächlichen Darstellung auf der PS5 Pro noch keine abschließenden Informationen vor.

Besonders interessant ist dabei die Frage, ob Rockstar Games auf der leistungsfähigeren Konsole Sonys PSSR-Technologie einsetzen wird.

Durch KI-gestütztes Upscaling könnte die PlayStation 5 Pro möglicherweise eine schärfere Bildausgabe erreichen.

Auch eine Darstellung in 4K wäre grundsätzlich denkbar.

Ob es sich dabei um eine native Auflösung oder eine hochskalierte Ausgabe handeln würde, ist derzeit allerdings unklar.

Ebenso bleibt abzuwarten, ob Rockstar Games auf der PS5 Pro zusätzliche Grafikverbesserungen, eine höhere Auflösung oder andere technische Vorteile anbieten wird.

Eine offizielle Übersicht zu den verschiedenen Grafikmodi und Performance-Zielen der Konsolenversionen wurde bislang nicht genannt.

Deshalb lässt sich aktuell noch nicht zuverlässig beurteilen, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Plattformen tatsächlich ausfallen werden.

Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November 2026

Bis zur Veröffentlichung von Grand Theft Auto VI dauert es nur noch wenige Wochen.

Rockstar Games veröffentlicht den Open-World-Blockbuster am 19. November 2026 für PlayStation 5 und XBOX Series X|S.

Der neue Launch-Trailer liefert bereits jetzt einen eindrucksvollen Ausblick auf die technische Umsetzung.

Besonders die mögliche Behebung der langjährigen Kameraprobleme der RAGE-Engine dürfte für Technikfans eine erfreuliche Entwicklung darstellen.

Gleichzeitig deutet die Analyse von Digital Foundry darauf hin, dass Rockstar Games auf der regulären PlayStation 5 möglicherweise auf Sonys neue QSSR-Technologie verzichtet.

Stattdessen könnte das Entwicklerstudio die verfügbare Rechenleistung gezielt für eine hohe interne Auflösung, komplexe Beleuchtung und die zahlreichen Details der offenen Spielwelt einsetzen.

Ob diese Einschätzungen zutreffen, lässt sich allerdings erst anhand der fertigen Version zuverlässig überprüfen.

Spätestens am 19. November 2026 wird sich zeigen, welche Auflösung Grand Theft Auto VI tatsächlich erreicht, wie stabil die Bildrate ausfällt und welche technischen Unterschiede zwischen PlayStation 5, PlayStation 5 Pro und XBOX Series X|S bestehen.

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