Mit Prospera arbeiten die Active Fungus Studios gemeinsam mit Publisher Toplitz Productions an einer ungewöhnlichen Mischung aus Städtebau, Wirtschaftssimulation und immersiver Spielerfahrung. Anders als klassische Genrevertreter setzt das kommende Aufbauspiel nicht auf eine isometrische Draufsicht, sondern lässt Spieler ihre selbst erschaffenen Städte aus der Ego- oder Schulterperspektive erleben. In einem ersten Entwickler-Devlog geben die Verantwortlichen nun Einblicke in die Entstehung des Projekts, die grundlegenden Spielmechaniken und ihre Vision eines lebendigen Städtebau-Erlebnisses. Der Early-Access-Start ist für das zweite Quartal 2027 auf PC geplant.

Prospera verbindet klassischen Städtebau mit einer immersiven Spielwelt

Mit Prospera möchte das deutsche Entwicklerteam Active Fungus Studios neue Wege innerhalb des Städtebau-Genres beschreiten. Dabei kombiniert das Studio bekannte Elemente klassischer Aufbauspiele mit einer ungewöhnlichen Perspektive, die Spieler näher an ihre selbst erschaffenen Städte heranführen soll.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau lebendiger Städte, deren Architektur stark von der viktorianischen Epoche inspiriert ist. Prächtige Häuserfassaden, geschäftige Boulevards, Wohngebäude und zahlreiche Geschäfte prägen das Stadtbild. Gleichzeitig entwickelt sich hinter den Kulissen eine komplexe Wirtschaft, in der Produktionsketten, Transportwege und die Bedürfnisse der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen.

Anders als bei vielen traditionellen Städtebausimulationen betrachten Spieler ihre Siedlungen jedoch nicht ausschließlich aus der Vogelperspektive. Stattdessen setzt Prospera auf eine Ego-Ansicht beziehungsweise Schulterperspektive, wodurch sich die Spielwelt aus unmittelbarer Nähe erleben lässt.

Diese besondere Herangehensweise soll dafür sorgen, dass sich Spieler stärker mit ihren Städten identifizieren und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen unmittelbar wahrnehmen können.

Lebendige Städte mit individuellen Bedürfnissen

Ein zentraler Bestandteil von Prospera ist die Simulation einer lebendigen Bevölkerung. Die Bewohner gehen ihrem Alltag nach, bewegen sich durch die Straßen und versuchen, ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zu erfüllen.

Dabei beschränken sich die Anforderungen nicht ausschließlich auf grundlegende Dinge wie die Versorgung mit Lebensmitteln. Mit zunehmender Entwicklung der Städte gewinnen auch Luxusgüter und Unterhaltung an Bedeutung.

Für Spieler bedeutet dies, dass sie beim Ausbau ihrer Siedlungen verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen müssen.

Eine funktionierende Stadt benötigt nicht nur ausreichend Wohnraum, sondern auch Geschäfte, Produktionsstätten und eine zuverlässige Versorgung mit Waren.

Die Herausforderung besteht darin, diese unterschiedlichen Bereiche miteinander zu verbinden und eine Stadt zu erschaffen, die sowohl wirtschaftlich funktioniert als auch den Bedürfnissen ihrer Einwohner gerecht wird.

Durch die unmittelbare Spielerperspektive soll die Bevölkerung dabei nicht lediglich als abstrakte Zahl innerhalb einer Statistik wahrgenommen werden. Stattdessen können Spieler das geschäftige Treiben ihrer Stadt direkt erleben.

Dampfmaschinen und Fabriken treiben die Wirtschaft an

Neben dem eigentlichen Städtebau spielt die wirtschaftliche Entwicklung eine entscheidende Rolle.

Prospera orientiert sich an einer Epoche, in der die Industrialisierung das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben grundlegend veränderte. Entsprechend gehören dampfmaschinenbetriebene Fabriken zu den prägenden Elementen der Spielwelt.

Diese Produktionsstätten bilden eine wichtige Grundlage für die Herstellung unterschiedlicher Waren und die Versorgung der wachsenden Städte.

Während die Bevölkerung verschiedene Güter benötigt, müssen Spieler dafür sorgen, dass ausreichend Rohstoffe zur Verfügung stehen und die entsprechenden Produktionsketten funktionieren.

Dabei entsteht ein Zusammenspiel aus industrieller Entwicklung, wirtschaftlicher Planung und städtischem Wachstum.

Die Fabriken sind somit nicht nur ein Bestandteil der visuellen Gestaltung, sondern sollen auch eine zentrale Rolle innerhalb der Spielmechaniken übernehmen.

Mit zunehmender Größe der Städte dürfte die Koordination der unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche immer wichtiger werden.

Ein umfangreiches Schienennetz verbindet die Spielwelt

Eine weitere Besonderheit von Prospera ist die große offene Spielwelt, in der verschiedene Städte und Produktionsstandorte miteinander verbunden werden können.

Eine wichtige Rolle übernimmt dabei das Eisenbahnnetz.

Spieler sollen Schienenverbindungen errichten können, über die Rohstoffe und Waren zwischen verschiedenen Standorten transportiert werden.

Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen klassischem Städtebau und einer umfangreichen Transport- und Wirtschaftssimulation.

Das Schienennetz dient als wichtige Infrastruktur, um die Versorgung der Städte sicherzustellen und industrielle Produktionsketten miteinander zu verknüpfen.

Gerade bei größeren Entfernungen dürfte eine durchdachte Verkehrsplanung entscheidend sein, damit benötigte Ressourcen zuverlässig an ihren Bestimmungsort gelangen.

Die Kombination aus einer offenen Spielwelt, industriellen Produktionsstätten und dem Aufbau eines eigenen Eisenbahnnetzes soll Prospera zusätzliche strategische Tiefe verleihen.

Gleichzeitig erweitert sie den klassischen Städtebau um einen weiteren Schwerpunkt, der sich nicht ausschließlich auf einzelne Siedlungen beschränkt.

Erster Entwickler-Devlog zeigt die Vision hinter Prospera

Nachdem Prospera bereits mit seiner ursprünglichen Ankündigung auf sich aufmerksam gemacht hat, möchten Active Fungus Studios und Toplitz Productions die Community nun stärker an der weiteren Entwicklung beteiligen.

Dafür wurde eine neue Devlog-Serie gestartet, die regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen des Projekts ermöglichen soll.

In den Entwicklertagebüchern möchten die Verantwortlichen verschiedene Aspekte der Spielentwicklung vorstellen und erklären, welche Ideen hinter den einzelnen Mechaniken stecken.

Dabei soll es nicht nur um bereits bekannte Funktionen gehen. Die Entwickler planen außerdem, bislang unveröffentlichtes Material zu präsentieren und die kreativen Prozesse innerhalb des Studios näher zu beleuchten.

Auch die Design-Philosophie des Spiels wird eine wichtige Rolle spielen.

Die erste Episode beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, warum sich das Team dazu entschieden hat, die traditionellen Grenzen des Städtebau-Genres zu erweitern.

Darüber hinaus liefert das Video einen ersten allgemeinen Überblick über die grundlegenden Spielmechaniken von Prospera.

Damit erhalten interessierte Spieler einen Eindruck davon, welche Richtung das Projekt einschlagen soll und welche Ideen die Entwicklung maßgeblich beeinflussen.

Active Fungus Studios möchte neue Wege im Städtebau gehen

Mit Prospera verfolgt das Entwicklerteam einen Ansatz, der mehrere bekannte Spielmechaniken miteinander verbinden soll.

Während klassische Städtebausimulationen häufig auf die Verwaltung und Optimierung aus einer übergeordneten Perspektive setzen, möchte Prospera das Geschehen stärker aus der Sicht der Bewohner erfahrbar machen.

Die Ego- und Schulterperspektive könnte dabei für ein anderes Spielgefühl sorgen, da Spieler die Straßen, Gebäude und industriellen Anlagen ihrer Städte unmittelbar erleben können.

Gleichzeitig sollen die wirtschaftlichen Herausforderungen erhalten bleiben, die für das Genre typisch sind.

Die Versorgung der Bevölkerung, der Ausbau von Produktionsstätten und der Transport von Rohstoffen bilden weiterhin wichtige Bestandteile des Spielerlebnisses.

Ob die Kombination aus immersiver Perspektive und komplexem Städtebau tatsächlich aufgeht, wird sich allerdings erst zeigen, wenn Spieler selbst Hand anlegen können.

Mit der neuen Devlog-Serie möchten die Entwickler bis dahin weitere Einblicke geben und die unterschiedlichen Systeme schrittweise vorstellen.

Prospera startet im zweiten Quartal 2027 in den Early Access

Bis zur Veröffentlichung von Prospera müssen sich interessierte Städtebauer noch etwas gedulden.

Wie Publisher Toplitz Productions bestätigt hat, ist der Start der Early-Access-Phase derzeit für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Das Spiel soll zunächst für PC über Steam und den Epic Games Store erscheinen.

Ein konkreter Veröffentlichungstag wurde bislang nicht genannt.

Mit dem Early-Access-Start möchten die Entwickler die nächste Phase des Projekts einläuten und Spielern erstmals die Möglichkeit geben, die ungewöhnliche Kombination aus Städtebau, Wirtschaftssimulation und immersiver Perspektive selbst auszuprobieren.

Bis dahin sollen weitere Entwicklertagebücher zusätzliche Details zu den Spielmechaniken, kreativen Entscheidungen und technischen Besonderheiten liefern.

Prospera könnte insbesondere für Spieler interessant werden, die klassische Aufbausimulationen schätzen, ihre selbst errichteten Städte aber nicht nur verwalten, sondern auch aus nächster Nähe erleben möchten. Die Verbindung aus viktorianischer Architektur, industrieller Wirtschaft und einem weitläufigen Eisenbahnnetz bildet dafür eine vielversprechende Grundlage.

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