Mit Avatar: Die sieben Häfen erhält das Avatar-Universum im Oktober eine neue Animationsserie, die sich erzählerisch deutlich von Avatar: Der Herr der Elemente und Die Legende von Korra unterscheiden soll. Mitschöpfer Michael Dante DiMartino hat nun weitere Details zur Entstehung des Projekts verraten. Im Mittelpunkt stehen eine Welt nach einer verheerenden Katastrophe, eine junge Erdbändigerin als neuer Avatar und zahlreiche Geheimnisse, die sich erst im Laufe der Geschichte aufklären sollen.
Die neue Serie spielt rund 225 Jahre nach dem Ende von Die Legende von Korra und stellt mit Pavi einen neuen Avatar vor. Anders als Aang und Korra wird sie von Teilen der Bevölkerung allerdings nicht als Hoffnungsträgerin angesehen. Stattdessen gilt der Avatar in der veränderten Welt zunehmend als Gefahr.
Eine Katastrophe bildete den Ausgangspunkt der neuen Geschichte
Wie Michael Dante DiMartino in einem Interview mit Polygon erklärte, reichen die ersten Überlegungen zu Avatar: Die sieben Häfen bis Anfang 2021 zurück. Interessanterweise stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, wer der nächste Avatar werden sollte.
Die Verantwortlichen entwickelten zunächst die Vorstellung einer Welt, die durch eine verheerende Katastrophe grundlegend verändert wurde. Erst anschließend beschäftigte sich das Team mit der Frage, welcher Avatar zu diesem Szenario und der geplanten Geschichte passen könnte.
Die Entscheidung fiel schließlich auf Pavi, eine junge Erdbändigerin, die im Verborgenen lebt. Zu Beginn ihrer Geschichte ist sie jünger als Aang und Korra zu Beginn ihrer jeweiligen Abenteuer.
Für die Macher liegt ein besonderer Reiz im Kontrast zwischen Pavis Persönlichkeit und der Welt, in der sie leben muss. Während die junge Erdbändigerin als warmherzig beschrieben wird, befindet sich die Zivilisation am Rande des Zusammenbruchs.
Der Avatar wird nicht mehr als Retter angesehen
Damit verändert Avatar: Die sieben Häfen auch die gesellschaftliche Stellung des Avatars. Während Aang und Korra trotz verschiedener Konflikte grundsätzlich als wichtige Beschützer des Gleichgewichts wahrgenommen wurden, begegnet die Bevölkerung Pavi mit deutlich mehr Misstrauen.
Der Avatar wird in dieser neuen Welt nicht mehr automatisch als Retter betrachtet, sondern zunehmend als potenzielle Gefahr. Warum sich diese Wahrnehmung so grundlegend verändert hat, gehört zu den zentralen Fragen der Serie.
Auch die Ursache der Katastrophe, die die bekannte Welt verändert hat, soll zunächst ein Geheimnis bleiben. Die Zuschauer sollen gemeinsam mit den Figuren nach und nach herausfinden, welche Ereignisse zu den aktuellen Verhältnissen geführt haben.
Avatar: Die sieben Häfen setzt stärker auf Mystery
Der Mystery-Aspekt gehört laut DiMartino zu den wichtigsten Unterschieden gegenüber Avatar: Der Herr der Elemente und Die Legende von Korra. Bereits früh in der Entwicklung sei entschieden worden, dass ungeklärte Fragen einen wesentlich größeren Teil der Erzählung ausmachen sollen.
Neben der Ursache der Katastrophe und der Ablehnung des Avatars steht dabei auch Pavis eigene Vergangenheit im Mittelpunkt. Ihre Herkunft ist von Geheimnissen umgeben, die sie im Verlauf der Handlung aufdecken muss.
Damit soll sich die Geschichte stärker darauf konzentrieren, Informationen schrittweise preiszugeben und die Zuschauer über längere Zeit über die Hintergründe der Welt und ihrer Figuren rätseln zu lassen.
Pavi sucht gemeinsam mit ihrer verschollenen Zwillingsschwester nach Antworten
Die Handlung von Avatar: Die sieben Häfen setzt ungefähr 225 Jahre nach dem Ende von Die Legende von Korra ein. Nach der Katastrophe sind von der früheren Zivilisation nur noch sieben große Zufluchtsorte übrig geblieben, die der neuen Serie ihren Namen geben.
Pavi muss ihre mysteriöse Herkunft aufdecken und gleichzeitig versuchen, diese sieben letzten Zufluchtsorte der Zivilisation vor dem Untergang zu bewahren.
Dabei spielt auch ihre lange verschollene Zwillingsschwester Nisha eine wichtige Rolle. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche nach Antworten, während sie sowohl von Menschen als auch von Geistern verfolgt werden.
Die Ausgangslage unterscheidet sich damit deutlich von den Reisen von Aang und Korra. Statt in einer weitgehend funktionierenden Welt das Gleichgewicht wiederherzustellen, beginnt Pavis Geschichte in einer Zivilisation, die bereits durch eine Katastrophe auseinandergebrochen ist.
Avatar: Die sieben Häfen startet im Oktober bei Paramount+
Lange müssen sich Fans nicht mehr gedulden. Avatar: Die sieben Häfen startet am 9. Oktober 2026 bei Paramount+ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Auftakt werden direkt die ersten drei Episoden veröffentlicht.
Das erste Buch der neuen Animationsserie besteht aus insgesamt 13 Episoden. Die weiteren Folgen sollen anschließend in wöchentlichen Blöcken veröffentlicht werden, sodass das erste Buch bis zum 30. Oktober 2026 vollständig verfügbar sein soll.
Damit ist Pavis Geschichte allerdings noch nicht abgeschlossen. Ein zweites Buch mit weiteren 13 Episoden ist bereits geplant. Insgesamt kommt Avatar: Die sieben Häfen damit auf mindestens 26 angekündigte Folgen und schlägt mit seinem postkatastrophalen Szenario sowie dem stärkeren Mystery-Fokus ein neues Kapitel innerhalb des Avatar-Universums auf.


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