Mit Train Sim World 7 schickt Dovetail Games seine Eisenbahnsimulation in die nächste Runde. Nachdem sich die Reihe in den vergangenen Jahren zu einer umfangreichen Plattform mit zahlreichen Strecken und Fahrzeugen entwickelt hat, setzt der siebte Teil erneut auf Evolution statt Revolution. Drei neue Strecken bilden das Herzstück, während Live-Wetter, der neue Freight-Hauler-Modus, eine einsteigerfreundlichere Steuerung und grafische Verbesserungen für frischen Wind sorgen sollen.

Train Sim World 7 erscheint am 15. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Sowohl die Entwicklung als auch die Veröffentlichung übernimmt erneut Dovetail Games. Käufer der Deluxe und Ultimate Edition können bereits ab dem 10. September 2026 und damit fünf Tage vor dem offiziellen Release loslegen.

Im Mittelpunkt stehen diesmal drei unterschiedliche Regionen. In Deutschland geht es auf die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg, Großbritannien ist mit dem Airedale & Wharfedale Network vertreten und mit Florida Tri-Rail feiert Südflorida seinen Einstand in Train Sim World. Zusammen mit den unterschiedlichen Fahrzeugen ergibt sich bereits zum Start ein abwechslungsreiches Gesamtpaket.

Doch reichen die neuen Strecken und Funktionen aus, um erneut in den Führerstand zu steigen?

Ersteindruck
Vertraute Schienen mit spürbaren Verbesserungen

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Bereits in den ersten Spielstunden wird deutlich, dass Dovetail Games mit Train Sim World 7 keinen vollständigen Neustart der Reihe anstrebt. Wer bereits Train Sim World 6 oder einen der vorherigen Ableger gespielt hat, findet sich schnell zurecht. Menüs, grundlegende Bedienung und der Aufbau der Simulation fühlen sich vertraut an, während sich die eigentlichen Neuerungen erst nach und nach bemerkbar machen.

Besonders das neue Live-Wetter hinterlässt dabei schnell einen positiven Eindruck. Die Möglichkeit, reale Wetterbedingungen auf die virtuellen Strecken zu übertragen, klingt zunächst nach einer eher kleinen Ergänzung, trägt während der Fahrten aber spürbar zur Atmosphäre bei. Zusammen mit der überarbeiteten Beleuchtung und den verbesserten Schatten wirken vor allem wechselnde Wetterbedingungen deutlich stimmungsvoller.

Auch die drei neuen Strecken vermitteln von Beginn an genügend Abwechslung. Die mehr als 100 Kilometer lange Verbindung zwischen Nürnberg und Würzburg bietet mit Regional-, Fern- und Güterverkehr verschiedene Möglichkeiten, während das britische Airedale & Wharfedale Network einen völlig anderen Streckencharakter besitzt. Florida Tri-Rail hebt sich mit seinem südfloridianischen Setting wiederum deutlich von den beiden europäischen Routen ab.

Auf den ersten Blick wirkt Train Sim World 7 grafisch allerdings nicht wie ein großer Generationssprung. Die detaillierten Züge und Führerstände überzeugen weiterhin, während einige Bereiche neben den Gleisen vergleichsweise schlicht ausfallen. Erst bei längeren Fahrten zeigen die neue Beleuchtung, die Wettereffekte und die verbesserte Darstellung ihre Stärken.

Spielerisch fällt ebenfalls schnell auf, dass Dovetail Games am bewährten Fundament festhält. Das eigentliche Fahrgefühl dürfte Kennern der Reihe unmittelbar vertraut vorkommen. Gleichzeitig sorgen Funktionen wie die vereinfachte Steuerung dafür, dass Neueinsteiger leichter Zugang zur Simulation finden können.

Den interessantesten neuen spielerischen Akzent setzt der Freight-Hauler-Modus. Statt ausschließlich einem festgelegten Fahrplan zu folgen, können Güterwagen rangiert, zusammengestellt und zu ihren jeweiligen Zielen transportiert werden. Dadurch entsteht zusätzliche Freiheit, die insbesondere Fans des Güterverkehrs zu längeren Sessions motivieren dürfte.

Der erste Eindruck von Train Sim World 7 fällt deshalb insgesamt positiv aus. Dovetail Games versucht nicht, eine funktionierende Formel zwanghaft neu zu erfinden, sondern verbessert sie an mehreren Stellen. Live-Wetter, überarbeitete Grafik, neue Strecken und zusätzliche Spielmöglichkeiten sorgen für sichtbare Fortschritte, auch wenn der siebte Teil seine Nähe zum Vorgänger keineswegs versteckt.

Gameplay
Lokführer zwischen Simulation und Entspannung

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Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich wenig verändert. Auch Train Sim World 7 möchte euch möglichst authentisch in den Führerstand unterschiedlicher Züge versetzen. Statt einfach nur einen Zug zu beschleunigen und am nächsten Bahnhof wieder anzuhalten, müsst ihr euch je nach Fahrzeug mit verschiedenen Systemen, Sicherheitseinrichtungen und Bedienelementen auseinandersetzen.

Gerade darin liegt weiterhin eine der größten Stärken der Serie.

Wer möchte, kann eine Fahrt vergleichsweise entspannt angehen und sich von den vorhandenen Hilfestellungen unterstützen lassen. Simulationsfans können dagegen tiefer in die verschiedenen Systeme eintauchen, Sicherheitssysteme aktivieren und versuchen, Fahrpläne möglichst präzise einzuhalten.

Das Fahrgefühl unterscheidet sich dabei deutlich zwischen den einzelnen Fahrzeugen. Ein Regionalzug mit regelmäßigen Halten verlangt einen anderen Fahrstil als ein Hochgeschwindigkeitszug, der über längere Abschnitte mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Noch einmal anders gestaltet sich der Güterverkehr, bei dem Gewicht und Länge des Zuges beim Beschleunigen und Bremsen eine wesentlich größere Rolle spielen.

Gerade beim Bremsen zeigt sich, dass Train Sim World trotz seiner zahlreichen Hilfen eine Simulation bleiben möchte. Wer erst wenige Meter vor dem Bahnsteig reagiert, wird kaum exakt am vorgesehenen Haltepunkt zum Stehen kommen.

Mit etwas Erfahrung entwickelt sich daraus der typische Rhythmus der Reihe: beschleunigen, Signale und Geschwindigkeitsbegrenzungen beobachten, rechtzeitig abbremsen und möglichst pünktlich den nächsten Bahnhof erreichen.

Das mag auf dem Papier unspektakulär klingen, entwickelt während längerer Fahrten aber eine angenehm entspannende Wirkung.

Einsteigerfreundlichkeit
Train Sim World 7 möchte Neulinge besser abholen

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Eine der sinnvollsten Neuerungen betrifft ausgerechnet Spieler, die bislang wenig oder gar keine Erfahrung mit Train Sim World gesammelt haben.

Dovetail Games führt vereinfachte Steuerungsmöglichkeiten ein, durch die der Einstieg weniger abschreckend ausfallen soll. Komplexere Bedienabläufe lassen sich reduzieren, sodass sich neue Spieler zunächst stärker auf das eigentliche Fahren konzentrieren können.

Das ist eine wichtige Verbesserung.

Die Train-Sim-World-Reihe besitzt inzwischen einen enormen Umfang. Für langjährige Spieler ist das ein großer Vorteil, Neueinsteiger können sich von den zahlreichen Funktionen und unterschiedlichen Fahrzeugen jedoch schnell erschlagen fühlen.

Train Sim World 7 versucht diesen Spagat besser zu lösen. Wer einfach losfahren möchte, bekommt die notwendigen Hilfen. Wer später tiefer einsteigen möchte, kann sich anschließend mit den komplexeren Systemen der einzelnen Fahrzeuge beschäftigen.

Damit wird die Simulation zwar nicht plötzlich zu einem Arcade-Spiel, die Einstiegshürde fällt aber niedriger aus.

Deutschland
Mehr als 100 Kilometer von Nürnberg nach Würzburg

Das deutsche Highlight der Standard Edition ist die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg. Auf mehr als 100 Kilometern geht es durch Franken und damit über eine Strecke, die Regional-, Fern- und Güterverkehr miteinander verbindet.

Genau diese Kombination macht die Route interessant.

Mit der DB BR 440 könnt ihr zahlreiche Regionalverbindungen übernehmen und müsst entsprechend regelmäßig an Bahnhöfen halten. Wer lieber mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist, kann dagegen in den ICE 1 wechseln. Für den Güterverkehr steht unter anderem die DB BR 193 Vectron zur Verfügung.

Dadurch fühlt sich die Strecke nicht auf einen einzigen Einsatzzweck beschränkt an.

Besonders die längeren Fahrten kommen dem Charakter von Train Sim World zugute. Statt bereits nach wenigen Minuten das Ende einer Route zu erreichen, könnt ihr euch auf längere Touren einlassen und dabei beobachten, wie sich Umgebung und Bebauung verändern.

Nürnberg selbst wirkt durch die umfangreichen Gleisanlagen und den Bahnverkehr deutlich geschäftiger, während außerhalb der größeren Städte ruhigere Abschnitte dominieren.

Die DB BR 440 gehört dabei zu den Fahrzeugen, die besonders gut zum typischen Train-Sim-World-Spielprinzip passen. Regelmäßiges Beschleunigen und Abbremsen sorgt dafür, dass während der Fahrt genügend zu tun bleibt.

Wer dagegen möglichst lange und schnelle Fahrten bevorzugt, dürfte vor allem mit dem ICE seinen Spaß haben.

Besitzer der Deluxe Edition erhalten zusätzlich die DB BR 412 ICE 4. Damit findet einer der wichtigsten modernen deutschen Hochgeschwindigkeitszüge seinen Weg in Train Sim World 7 und ergänzt den Fuhrpark sinnvoll.

Großbritannien
Regionalverkehr zwischen Leeds, Bradford und Yorkshire

Mit dem Airedale & Wharfedale Network bietet Train Sim World 7 gleichzeitig eine komplett andere Art des Eisenbahnverkehrs.

Hier führen die Strecken von Leeds und Bradford nach Skipton beziehungsweise Ilkley. Statt deutscher Hochgeschwindigkeitszüge stehen britische Regionalverbindungen im Mittelpunkt.

Gerade die unterschiedlichen Streckenäste sorgen dafür, dass sich das Gebiet weniger wie eine einfache Verbindung zwischen zwei Endpunkten anfühlt.

Die dichte Bebauung rund um Leeds und Bradford geht zunehmend in ländlichere Abschnitte über. Dadurch entsteht während einer Fahrt eine angenehm abwechslungsreiche Kulisse.

Wie schon bei früheren britischen Strecken gehört insbesondere das regelmäßige Anfahren verschiedener Bahnhöfe zum Alltag. Entsprechend müsst ihr Geschwindigkeit und Bremsweg ständig im Auge behalten.

Die britische Route bildet damit einen gelungenen Kontrast zur langen deutschen Verbindung und sorgt dafür, dass sich die drei neuen Kernstrecken spielerisch nicht zu ähnlich anfühlen.

USA
Mit Florida Tri-Rail durch Südflorida

Die dritte neue Strecke führt erstmals nach Südflorida.

Florida Tri-Rail verbindet den Miami International Airport über Fort Lauderdale mit Boca Raton und bringt damit ein Szenario in die Serie, das sich optisch deutlich von Deutschland und Großbritannien unterscheidet.

Palmen, sonnige Abschnitte und die typisch amerikanische Bahninfrastruktur sorgen bereits nach kurzer Zeit für ein anderes Gefühl.

Genau davon profitiert das Gesamtpaket.

Drei neue Strecken wären deutlich weniger interessant, wenn sie sich lediglich durch andere Fahrzeuge unterscheiden würden. Train Sim World 7 setzt stattdessen auf drei Regionen mit jeweils eigenem Charakter.

Florida bietet dabei nicht nur Personenverkehr. Auch der Güterverkehr spielt eine Rolle und erweitert die Möglichkeiten der Strecke.

Dadurch lässt sich auch hier zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten wechseln, anstatt ausschließlich dieselben Pendlerdienste abzufahren.

Live-Wetter
Wenn das echte Wetter auf die virtuelle Strecke kommt

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Die wahrscheinlich auffälligste Neuerung von Train Sim World 7 ist das Live-Wetter.

Statt Wetterbedingungen ausschließlich manuell festzulegen, kann die Simulation reale Wetterinformationen für den jeweiligen Streckenstandort verwenden. Herrscht an einem Ort schlechtes Wetter, kann sich dies entsprechend auch innerhalb des Spiels widerspiegeln.

Für eine Simulation ist das eine hervorragende Ergänzung.

Das Wetter beeinflusst zwar nicht plötzlich das komplette Spielprinzip, sorgt aber für wesentlich mehr Atmosphäre. Besonders bei Strecken, die man regelmäßig fährt, entsteht dadurch zusätzliche Abwechslung.

Eine Fahrt kann bei strahlendem Sonnenschein völlig anders wirken als unter einer dichten Wolkendecke oder bei Regen.

In Verbindung mit der überarbeiteten Beleuchtung kommt dieser Effekt besonders gut zur Geltung. Sonnenlicht, Wolken und Schatten geben den Umgebungen mehr Tiefe. Gleichzeitig wirken Übergänge zwischen unterschiedlichen Wetterbedingungen natürlicher.

Das Live-Wetter ist deshalb weniger eine große neue Spielmechanik als vielmehr ein Feature, das hervorragend zum Simulationsanspruch von Train Sim World passt.

Grafik
Schöner, aber kein Generationssprung

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Grafisch macht Train Sim World 7 einen Schritt nach vorne, ohne sich komplett von seinem Vorgänger abzusetzen.

Besonders Licht und Schatten profitieren von den Verbesserungen. Landschaften wirken abhängig von Tageszeit und Wetter natürlicher, während Züge und Bahnhöfe weiterhin mit zahlreichen Details überzeugen.

Die Führerstände gehören erneut zu den optischen Highlights.

Anzeigen, Schalter und Bedienelemente wurden detailliert umgesetzt und tragen viel zur Atmosphäre bei. Gerade aus der Ego-Perspektive entsteht dadurch das Gefühl, tatsächlich im Führerstand eines Zuges zu sitzen.

Weniger überzeugend präsentieren sich teilweise die Bereiche abseits der Gleise.

Vegetation, Gebäude oder weiter entfernte Objekte können stellenweise deutlich schlichter aussehen. Dieser Kontrast begleitet Train Sim World bereits seit mehreren Teilen und verschwindet auch im siebten Ableger nicht vollständig.

Auf dem PC kommt zusätzlich eine neue Epic-Grafikeinstellung hinzu, die unter anderem höhere Sichtweiten und weiter reichende Schatten ermöglichen soll.

Insgesamt sieht Train Sim World 7 besser aus als sein Vorgänger, einen grundlegenden technischen Generationswechsel sollte man allerdings nicht erwarten.

Freight Hauler
Mehr Freiheit im Güterverkehr

Deutlich interessanter fällt der neue Freight-Hauler-Modus aus.

Hier steht nicht der klassische Fahrplan im Vordergrund. Stattdessen werden Güterwagen auf einer Strecke verteilt und müssen zu ihren jeweiligen Zielorten gebracht werden.

Wie ihr diese Aufgabe löst, bleibt weitgehend euch überlassen.

Ihr könnt Lokomotiven einsetzen, Wagen zusammenstellen, rangieren und eure Vorgehensweise planen. Über die Karte lassen sich Informationen zu den jeweiligen Güterwagen abrufen.

Das sorgt für eine willkommene Abwechslung zum normalen Fahrplanbetrieb.

Besonders Spieler, die gerne rangieren und Güterzüge zusammenstellen, erhalten dadurch wesentlich mehr spielerische Freiheit.

Freight Hauler fühlt sich deshalb weniger wie eine einzelne zusätzliche Mission und mehr wie eine kleine Sandbox innerhalb der bestehenden Strecken an.

Zum Start gibt es allerdings eine Einschränkung: Der Modus konzentriert sich zunächst auf die dafür unterstützten Inhalte von Train Sim World 7. Angesichts der inzwischen riesigen Anzahl älterer Train-Sim-World-Routen wäre eine möglichst breite Unterstützung natürlich wünschenswert.

Trotzdem besitzt Freight Hauler viel Potenzial und gehört zu den interessantesten Neuerungen des siebten Teils.

Sound
Das Geräusch der Schienen

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Beim Sound bleibt sich die Reihe weitgehend treu.

Die unterschiedlichen Züge besitzen ihre individuellen Motor-, Brems- und Fahrgeräusche. Gerade im Führerstand tragen die zahlreichen kleinen akustischen Details erheblich zur Immersion bei.

Wer Train Sim World mit Kopfhörern spielt, nimmt dabei wesentlich mehr wahr als lediglich das Rollen der Räder.

Bremsvorgänge, technische Systeme und Umgebungsgeräusche ergeben zusammen eine Soundkulisse, die gerade während längerer Fahrten sehr angenehm funktioniert.

Spektakuläre Musik steht dagegen nicht im Vordergrund – und das ist auch richtig so.

Train Sim World lebt davon, dass der Zug und die Strecke selbst die akustische Hauptrolle übernehmen. Gerade bei längeren Fahrten trägt dieser zurückhaltende Ansatz viel zur typischen Atmosphäre der Serie bei.

Free Starter Edition
Kostenloser Einstieg statt sofortigem Vollpreiskauf

Besonders positiv ist die Free Starter Edition von Train Sim World 7.

Damit lässt sich das grundlegende Train-Sim-World-Erlebnis kostenlos herunterladen. Enthalten sind unter anderem das Training Center und grundlegende Funktionen, während zusätzliche Strecken und Fahrzeuge separat erworben werden können.

Interessant ist dieses Modell vor allem für zwei Gruppen.

Neue Spieler können Train Sim World ausprobieren, ohne sofort eine komplette Edition kaufen zu müssen. Langjährige Fans mit einer umfangreichen Sammlung kompatibler Inhalte erhalten dagegen eine Möglichkeit, auf die neue Plattform umzusteigen, ohne zwingend alle neuen Strecken erwerben zu müssen.

Besonders erfreulich ist, dass das Train Sim World 7 Free Starter Pack dauerhaft verfügbar sein soll und damit nicht wie beim Vorgänger lediglich für einen begrenzten Zeitraum angeboten wird.

Das macht den Einstieg deutlich flexibler.

Gerade bei Train Sim World ist das wichtig, denn über die vergangenen Jahre ist eine enorme Anzahl kostenpflichtiger Strecken und Fahrzeuge erschienen.

Umfang & Langzeitmotivation
Eine Eisenbahnwelt, die mit der eigenen Sammlung wächst

Train Sim World 7 lässt sich inzwischen kaum noch wie ein gewöhnliches Einzelspiel betrachten.

Vielmehr ist die Serie zu einer umfangreichen Plattform geworden, deren tatsächlicher Umfang stark davon abhängt, welche Strecken und Fahrzeuge ihr besitzt.

Die drei neuen Strecken der Standard Edition bieten bereits unterschiedliche Möglichkeiten. Wer zusätzlich kompatible Inhalte aus den Vorgängern besitzt, bekommt jedoch eine erheblich größere Auswahl.

Das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche.

Langjährige Spieler können ihre bestehende Sammlung weiterverwenden und erhalten dadurch ein riesiges Eisenbahnangebot. Neueinsteiger sehen sich dagegen mit einer kaum überschaubaren Menge zusätzlicher Inhalte konfrontiert.

Und wer möglichst viele davon besitzen möchte, muss tief in die Tasche greifen.

Das umfangreiche DLC-Modell bleibt deshalb einer der größten Kritikpunkte der Serie.

Positiv ist immerhin, dass niemand sämtliche Erweiterungen benötigt. Wer sich beispielsweise ausschließlich für deutsche Strecken interessiert, kann seine Sammlung entsprechend darauf beschränken.

Hinzu kommen die unterschiedlichen Fahrpläne und Fahrzeuge. Selbst auf derselben Strecke kann sich eine Fahrt abhängig vom eingesetzten Zug, der Tageszeit und dem Wetter völlig anders anfühlen.

Insbesondere das Live-Wetter erhöht den Wiederspielwert, weil bekannte Strecken unter wechselnden realen Wetterbedingungen immer wieder eine andere Atmosphäre entwickeln können.

Technik
Das bekannte Fundament bleibt sichtbar

Train Sim World 7 zeigt an vielen Stellen, wie weit Dovetail Games die bestehende Plattform inzwischen entwickelt hat.

Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass weiterhin auf einem bekannten technischen Fundament aufgebaut wird.

Die detaillierten Züge und Führerstände stehen teilweise im Kontrast zu einfacheren Umgebungsobjekten. Auch die Präsentation erreicht nicht durchgehend das Niveau, das man von einem komplett neu entwickelten aktuellen Spiel erwarten könnte.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Train Sim World 7 schlecht aussieht.

Gerade wenn Wetter, Beleuchtung und Landschaft zusammenspielen, können sehr atmosphärische Momente entstehen.

Ein Sonnenuntergang während einer längeren Zugfahrt oder Regen auf den Scheiben des Führerstands zeigt, wie stimmungsvoll die Simulation sein kann.

Nur sollte man keinen grafischen Quantensprung gegenüber Train Sim World 6 erwarten.

Fazit
Eine gelungene Weiterentwicklung statt einer Revolution

Train Sim World 7 bleibt seiner bekannten Formel treu und verbessert sie an mehreren entscheidenden Stellen.

Dovetail Games liefert keine komplett neue Eisenbahnsimulation, sondern entwickelt die bestehende Plattform konsequent weiter. Genau das dürfte langjährigen Fans gefallen, macht den Umstieg für Besitzer des Vorgängers aber gleichzeitig zu einer individuellen Entscheidung.

Die drei neuen Strecken gehören zu den größten Stärken.

Nürnberg–Würzburg verbindet Regional-, Fern- und Güterverkehr auf einer mehr als 100 Kilometer langen deutschen Route. Das Airedale & Wharfedale Network bietet abwechslungsreichen britischen Regionalverkehr, während Florida Tri-Rail mit seinem Südflorida-Szenario einen deutlichen optischen Kontrast schafft.

Noch wichtiger sind allerdings die neuen Funktionen.

Das Live-Wetter passt hervorragend zu einer Simulation und lässt Strecken abhängig von den realen Bedingungen immer wieder anders wirken. Die grafischen Verbesserungen sorgen insbesondere bei Licht und Schatten für eine schönere Präsentation.

Der Freight-Hauler-Modus bringt gleichzeitig mehr Freiheit in den Güterverkehr und gehört spielerisch zu den interessantesten Neuerungen.

Auch Neueinsteiger wurden nicht vergessen. Die vereinfachte Steuerung senkt die Einstiegshürde, ohne den Simulationscharakter grundsätzlich aufzugeben. Zusammen mit der Free Starter Edition wird Train Sim World damit zugänglicher als zuvor.

Nicht alles überzeugt gleichermaßen.

Grafisch bleibt der Unterschied zum Vorgänger überschaubar, einige Umgebungsdetails fallen weiterhin gegenüber den hervorragend modellierten Zügen ab und der neue Freight-Hauler-Modus könnte langfristig von einer noch breiteren Unterstützung bestehender Strecken profitieren.

Hinzu kommt das bekannte DLC-Modell. Wer aus Train Sim World 7 eine möglichst vollständige Eisenbahnsammlung machen möchte, muss weiterhin mit zahlreichen zusätzlichen Käufen rechnen.

Trotzdem zeigt Train Sim World 7, dass Dovetail Games an den richtigen Bereichen weiterarbeitet.

Wer Train Sim World hauptsächlich wegen des authentischen Fahrgefühls, der detaillierten Züge und der entspannenden langen Fahrten spielt, bekommt genau das erneut geboten. Live-Wetter, Freight Hauler und die drei abwechslungsreichen neuen Strecken setzen gleichzeitig genügend neue Akzente.

Train Sim World 7 ist damit keine Revolution auf den Schienen, aber eine gelungene und umfangreiche Weiterentwicklung der Eisenbahnsimulation.

Train Sim World 7 erscheint am 15. September 2026 für PlayStation 5, XBOX Series X|S und PC. Entwickelt und veröffentlicht wird das Spiel von Dovetail Games. Besitzer der Deluxe und Ultimate Edition erhalten bereits ab dem 10. September 2026 Early Access.

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