Züge rollen durch dicht besiedelte Städte, Lastwagen versorgen Fabriken mit Rohstoffen, Schiffe transportieren Waren über das Meer und hoch über dem gesamten Verkehrsnetz bringen Flugzeuge ihre Passagiere ans Ziel. Mit der Transport-Fever-Reihe hat sich das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games längst einen Namen unter Fans komplexer Transport- und Wirtschaftssimulationen gemacht. Nun steht mit Transport Fever 3 der bislang ambitionierteste Teil der Serie unmittelbar vor seiner Veröffentlichung.

Auf der Gamescom 2026 hatten wir die Gelegenheit, uns den neuen Ableger zunächst im Rahmen einer Präsentation von Urban Games ausführlicher anzusehen und anschließend selbst Hand anzulegen. Dabei wurde schnell deutlich, dass Transport Fever 3 nicht einfach nur mehr Fahrzeuge, größere Karten und eine hübschere Grafik bieten möchte. Nahezu sämtliche Bereiche wurden überarbeitet oder erweitert.

Intelligentere Städte, komplexere Wirtschaftskreisläufe, mehr Kontrolle über Straßen und Schienen, neue Klimazonen, ein dynamischer Tag-Nacht-Wechsel und erstmals sogar Helikopter sollen dafür sorgen, dass sich unser Transportimperium lebendiger und abwechslungsreicher entwickelt als jemals zuvor.

Vom kleinen Verkehrsunternehmen zum weltweiten Transportimperium

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Das grundlegende Prinzip bleibt Fans der Reihe natürlich vertraut. Wir gründen ein Transportunternehmen und sorgen dafür, dass Menschen sowie Waren zuverlässig ihr Ziel erreichen.

Was zunächst mit einigen überschaubaren Verbindungen beginnt, kann sich über Jahrzehnte hinweg zu einem riesigen Verkehrsnetz entwickeln. Straßen, Schienen, Schifffahrtswege und Flugrouten müssen sinnvoll miteinander verbunden werden, während Städte wachsen und Industrien auf unsere Transportmöglichkeiten reagieren.

Transport Fever 3 deckt dabei erneut mehr als ein Jahrhundert Verkehrsgeschichte ab. Unsere Reise beginnt im Jahr 1900 und führt uns über mehr als 125 Jahre hinweg von einfachen historischen Verkehrsmitteln bis zu modernen Hochgeschwindigkeitszügen und Jets.

Dadurch verändert sich unser Netzwerk permanent. Fahrzeuge, die zu Beginn noch vollkommen ausreichend waren, werden irgendwann von moderneren Alternativen ersetzt. Gleichzeitig wachsen Städte und Warenströme, wodurch einst ausreichend dimensionierte Bahnhöfe, Straßen und Strecken später möglicherweise an ihre Grenzen gelangen.

Genau diese langfristige Entwicklung gehört weiterhin zu den größten Reizen des Spiels.

Mehr als 300 Fahrzeuge halten die Welt in Bewegung

Für ein Spiel namens Transport Fever ist die Fahrzeugauswahl natürlich von zentraler Bedeutung. Und hier legt der dritte Teil noch einmal kräftig zu.

Insgesamt stehen mehr als 300 Fahrzeuge aus unterschiedlichen Epochen zur Verfügung. Dazu gehören Züge, Lastwagen, Busse, Straßenbahnen, Schiffe und Flugzeuge.

Besonders spannend sind allerdings zwei komplette Neuzugänge.

Erstmals können wir Helikopter in unsere Transportnetze integrieren. Die Drehflügler lassen sich sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr einsetzen und eröffnen dadurch völlig neue Möglichkeiten bei der Planung unserer Verbindungen.

Gerade schwer erreichbare Gebiete können davon profitieren. Wo der Bau einer umfangreichen Straße oder Eisenbahnstrecke möglicherweise zu teuer oder aufgrund des Geländes kompliziert wäre, könnte ein Helikopter eine interessante Alternative darstellen.

Ebenfalls neu sind Güterstraßenbahnen beziehungsweise Cargo Trams. Dadurch kann das Straßenbahnnetz nicht mehr ausschließlich für den Personentransport genutzt werden. Waren können ebenfalls auf Schienen durch urbane Gebiete bewegt werden.

Das erweitert insbesondere dicht bebaute Städte um zusätzliche Möglichkeiten und könnte dabei helfen, Lastwagenverkehr auf stark belasteten Straßen zu reduzieren.

Vier Klimazonen sorgen für unterschiedliche Herausforderungen

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Auch die Spielwelt wird abwechslungsreicher.

Transport Fever 3 bietet insgesamt vier unterschiedliche Klimazonen. Neben gemäßigten, tropischen und Wüstenregionen kommt erstmals eine subarktische Klimazone hinzu.

Dabei handelt es sich nicht lediglich um unterschiedliche optische Filter für dieselbe Karte. Die Regionen besitzen verschiedene Landschaften, Vegetationen und geografische Voraussetzungen, die unsere Infrastruktur beeinflussen.

Eine Transportverbindung durch eine weitläufige Wüstenregion stellt andere Anforderungen als ein Netzwerk zwischen Bergen, Wäldern und verschneiten Landschaften.

Besonders die neue subarktische Region bringt einen willkommenen visuellen Kontrast in die Reihe. Schneebedeckte Gebiete und eine entsprechend angepasste Umgebung verleihen unserem Transportimperium einen völlig anderen Charakter.

Durch zufällig generierte Karten und unterschiedliche Biome sollen selbst mehrere Spielstände innerhalb derselben Klimazone nicht zwangsläufig identische Voraussetzungen bieten.

Städte bestehen nicht mehr nur aus einer wachsenden Gebäudemasse

Eine der interessantesten Weiterentwicklungen betrifft die Städte.

In Transport Fever 3 wird das Wachstum stärker auf Ebene der einzelnen Einwohner simuliert. Städte sollen dadurch nachvollziehbarer auf unser Verkehrsnetz reagieren und sich dynamischer entwickeln.

Dabei entstehen unterschiedliche Stadtbezirke mit jeweils eigenen Eigenschaften.

Unsere Entscheidungen beeinflussen unmittelbar, wie attraktiv bestimmte Bereiche werden. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel kann einen Stadtteil beispielsweise attraktiver machen, während Verkehrsprobleme oder andere negative Einflüsse dessen Entwicklung behindern können.

Dadurch bekommen Straßen, Buslinien, Bahnhöfe und Straßenbahnverbindungen eine größere Bedeutung für die eigentliche Stadtentwicklung.

Wir beobachten also nicht mehr nur, wie immer neue Häuser entstehen. Im Idealfall können wir nachvollziehen, warum sich eine bestimmte Region besonders stark entwickelt und welche Auswirkungen unser Transportnetz darauf hat.

Sehenswürdigkeiten verleihen Städten mehr Persönlichkeit

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Passend zur lebendigeren Stadtentwicklung spielen Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten eine größere Rolle.

Diese Gebäude sind von realer Architektur inspiriert und sollen Städten einen stärkeren individuellen Charakter verleihen.

Gleichzeitig sind sie nicht ausschließlich dekorative Objekte. Sehenswürdigkeiten können Einfluss auf ihre Umgebung haben und dadurch zusätzliche Auswirkungen auf die Stadtentwicklung erzeugen.

Damit bekommt das optische Gestalten unserer Welt einen stärkeren spielerischen Nutzen.

Gerade Spieler, die Transport Fever bislang gerne als Mischung aus Wirtschaftssimulation und virtuellem Modelleisenbahnbau genutzt haben, dürften davon profitieren. Eine effizient funktionierende Stadt muss schließlich nicht zwangsläufig hässlich sein.

Mehr als 30 Industrien bilden komplexere Wirtschaftskreisläufe

Natürlich dreht sich Transport Fever 3 nicht ausschließlich um Personenverkehr.

Auch die Wirtschaftssimulation wurde erweitert. Mehr als 30 unterschiedliche Industrien sind über die Spielwelt verteilt und müssen mit Rohstoffen beziehungsweise Waren versorgt werden.

Dabei befinden sich Produktionsstätten nicht ausschließlich an Land. Auch auf dem Wasser können entsprechende Industrien entstehen.

Die grundlegende Herausforderung bleibt vertraut: Rohstoffe müssen von ihrem Ursprungsort zu weiterverarbeitenden Betrieben transportiert werden. Die daraus entstehenden Produkte gelangen anschließend über weitere Transportketten zu ihren Abnehmern.

Mit zunehmender Größe unseres Unternehmens entstehen daraus immer komplexere Logistiknetzwerke.

Ein einzelner Lastwagen reicht dann längst nicht mehr aus. Güterzüge, Schiffe, Lastwagen und gegebenenfalls sogar Flugzeuge oder Helikopter müssen miteinander kombiniert werden, damit Waren möglichst effizient ihr Ziel erreichen.

Industrien stellen uns vor neue Herausforderungen

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Urban Games möchte die Industrie allerdings nicht einfach nur durch zusätzliche Produktionsstätten erweitern.

Unternehmen können mit bestimmten Herausforderungen und Anforderungen verbunden sein. Dadurch müssen wir unser Netzwerk stärker an die jeweilige Situation anpassen.

Auch die Umwelt spielt eine Rolle. Unterschiedliche Industrien können ihre Umgebung beeinflussen und damit Auswirkungen auf angrenzende Gebiete haben.

Das sorgt für zusätzliche Entscheidungen. Der wirtschaftlich kürzeste Transportweg muss nicht zwangsläufig die langfristig beste Lösung darstellen.

Genau hier zeigt sich der stärkere Tycoon-Fokus von Transport Fever 3. Unser Unternehmen soll nicht ausschließlich möglichst viele Fahrzeuge besitzen. Wir müssen ein wirtschaftliches System verstehen, optimieren und auf Veränderungen reagieren.

Straßenbau mit deutlich mehr Kontrolle

Ein Bereich, den Urban Games besonders stark überarbeitet hat, ist der Straßenbau.

Spieler erhalten wesentlich mehr Kontrolle darüber, wie Straßen aufgebaut und genutzt werden. Dazu gehören unter anderem detailliertere Fahrspurkonfigurationen.

Spuren können gezielt bestimmten Fahrtrichtungen zugewiesen werden. Damit lassen sich komplizierte Kreuzungen wesentlich genauer optimieren.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, kann bei großen Städten aber enorme Auswirkungen haben.

Wer Transport Fever 2 ausgiebig gespielt hat, kennt das Problem: Eine schlecht funktionierende Kreuzung kann schnell einen Rückstau verursachen, der sich durch halbe Stadtteile zieht und letztendlich auch Bus- und Lastwagenlinien beeinträchtigt.

In Transport Fever 3 können wir stärker eingreifen und versuchen, genau solche Engpässe gezielt zu beseitigen.

Die Verkehrs-KI wird realistischer

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Die zusätzlichen Straßenwerkzeuge wären allerdings nur halb so interessant, wenn sich die Fahrzeuge weiterhin vollkommen starr verhalten würden.

Deshalb wurde auch die Verkehrssimulation überarbeitet.

Fahrzeuge sollen sich realistischer im Straßenverkehr bewegen und können unter anderem Überholmanöver durchführen.

Dadurch entsteht ein dynamischeres Straßenbild und gleichzeitig eine neue Herausforderung bei der Verkehrsplanung.

Denn eine Straße besteht nicht ausschließlich aus unseren eigenen Bussen und Lastwagen. Der Individualverkehr wächst gemeinsam mit den Städten und konkurriert mit unserem Verkehrsunternehmen um den verfügbaren Platz.

Eine gut geplante Straßeninfrastruktur wird deshalb mit zunehmender Größe der Städte immer wichtiger.

Auch Schienen lassen sich flexibler verlegen

Nicht nur der Straßenbau wurde überarbeitet. Eisenbahnfans bekommen ebenfalls zusätzliche Werkzeuge.

Das Verlegen von Schienen soll intuitiver funktionieren und gleichzeitig mehr Möglichkeiten für Spieler bieten, die ihre Strecken möglichst detailliert planen möchten.

Urban Games verfolgt dabei einen interessanten Ansatz: Der Einstieg soll einfacher werden, ohne erfahrenen Spielern Möglichkeiten wegzunehmen.

Wer schnell eine funktionierende Strecke bauen möchte, soll dies ohne unnötige Hürden erledigen können. Wer dagegen jeden Meter seiner Gleisanlagen optimieren möchte, bekommt weiterhin die dafür notwendigen Werkzeuge.

Gerade diese Balance ist bei einer komplexen Simulation entscheidend. Zusätzliche Möglichkeiten bringen schließlich wenig, wenn bereits der Bau einer einfachen Bahnverbindung unnötig kompliziert wird.

Modulare Bahnhöfe und Flughäfen wachsen mit

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Auch die Infrastruktur selbst entwickelt sich über die unterschiedlichen Epochen hinweg weiter.

Bahnhöfe und Flughäfen können modular aufgebaut und erweitert werden. Dadurch müssen wir nicht zwangsläufig eine komplett neue Anlage errichten, sobald die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen stößt.

Ein kleiner Bahnhof kann mit unserem Verkehrsnetz wachsen.

Zusätzliche Gleise, Bahnsteige und weitere Elemente ermöglichen es, vorhandene Anlagen an steigende Passagier- oder Warenmengen anzupassen.

Das passt hervorragend zur langfristigen Entwicklung des Spiels. Eine Station aus den frühen Jahren unseres Unternehmens kann Jahrzehnte später zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt geworden sein.

Tag und Nacht verändern die Atmosphäre

Eine der auffälligsten visuellen Neuerungen ist der vollständige Tag-Nacht-Zyklus.

Unsere Transportwelt befindet sich nicht länger dauerhaft unter nahezu identischen Lichtbedingungen. Stattdessen verändert sich die Beleuchtung dynamisch.

Züge rollen bei Nacht durch beleuchtete Bahnhöfe, Städte erstrahlen im Dunkeln und Fahrzeuge bewegen sich mit eingeschalteten Scheinwerfern durch die Straßen.

Zusätzlich setzt Urban Games auf eine physikalisch berechnete Atmosphäre und Wolkendecke.

Das mag spielmechanisch zunächst weniger bedeutend erscheinen als neue Wirtschaftssysteme oder Infrastrukturwerkzeuge, trägt aber erheblich zur Atmosphäre bei.

Gerade wenn wir unser Verkehrsnetz aus größerer Entfernung beobachten, kann eine beleuchtete Metropole bei Nacht einen völlig anderen Eindruck vermitteln als dieselbe Stadt am helllichten Tag.

Tycoon-Modus für Wirtschaftsfans

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Wer die wirtschaftliche Herausforderung sucht, bekommt mit dem Tycoon-Modus das passende Spielfeld.

Hier steht der Aufbau eines erfolgreichen Verkehrsunternehmens im Mittelpunkt.

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich umfangreich anpassen. Dadurch können Spieler selbst entscheiden, wie anspruchsvoll die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausfallen sollen.

Das ist besonders sinnvoll, weil Transport Fever von sehr unterschiedlichen Spielertypen gespielt wird.

Einige möchten jede Strecke auf maximale Rentabilität trimmen, während andere hauptsächlich ein riesiges und möglichst schönes Verkehrsnetz erschaffen möchten.

Transport Fever 3 versucht deshalb nicht, allen Spielern dieselbe Herausforderung aufzuzwingen.

Sandbox-Modus für kreative Verkehrsplaner

Wer sich überhaupt nicht mit wirtschaftlichem Druck beschäftigen möchte, kann sich im Sandbox-Modus austoben.

Hier steht die kreative Freiheit im Mittelpunkt.

Wir können umfangreiche Verkehrsnetze aufbauen, Städte gestalten und die zahlreichen Bauwerkzeuge nutzen, ohne uns ständig Gedanken über die Wirtschaftlichkeit jedes einzelnen Projekts machen zu müssen.

Gerade zusammen mit dem Karteneditor und der Mod-Unterstützung dürfte dieser Modus erneut für enorme Langzeitmotivation sorgen.

Transport Fever war schließlich schon immer mehr als eine reine Wirtschaftssimulation. Für einen Teil der Community ist die Reihe gleichzeitig eine riesige digitale Modelleisenbahn.

Eine neue Kampagne führt durch die Transportgeschichte

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Daneben kehrt auch der Kampagnenmodus zurück.

Die neue Kampagne umfasst Missionen, die von realen historischen Ereignissen inspiriert sind und uns durch mehr als ein Jahrhundert Transportgeschichte führen.

Damit eignet sich die Kampagne gleichzeitig als strukturierter Einstieg in die zahlreichen Systeme.

Während erfahrene Spieler wahrscheinlich relativ schnell eigene Unternehmen im Tycoon- oder Sandbox-Modus gründen, können Neueinsteiger anhand konkreter Aufgaben lernen, wie Infrastruktur, Fahrzeuge und Wirtschaftskreisläufe zusammenspielen.

Neue Tutorials und ein überarbeitetes Hilfesystem sollen den Einstieg zusätzlich erleichtern.

Mods erstmals plattformübergreifend ab dem ersten Tag

Ein besonders wichtiger Punkt für die langfristige Zukunft von Transport Fever 3 ist die Mod-Unterstützung.

Mods gehören bereits seit Jahren zu den wichtigsten Bestandteilen der Community. Neue Fahrzeuge, Gebäude, Karten und zahlreiche weitere Inhalte sorgen dafür, dass die Vorgänger weit über ihre eigentlichen Veröffentlichungszeiträume hinaus gespielt werden.

Transport Fever 3 geht hier einen entscheidenden Schritt weiter.

Cross-Plattform-Mods sollen bereits ab dem ersten Tag verfügbar sein.

Damit profitieren nicht nur PC-Spieler von den Kreationen der Community. Auch auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S soll die Mod-Unterstützung eine zentrale Rolle spielen.

Gerade für Konsolenspieler ist das ein enormer Mehrwert und könnte dafür sorgen, dass sich die verfügbaren Inhalte langfristig weit über den ohnehin umfangreichen Umfang des Hauptspiels hinaus entwickeln.

Unser Hands-on auf der Gamescom 2026

Nach der Präsentation von Urban Games konnten wir Transport Fever 3 schließlich selbst ausprobieren und uns einen eigenen Eindruck vom aktuellen Entwicklungsstand verschaffen.

Gerade bei einer derart komplexen Wirtschaftssimulation ist ein Hands-on besonders wichtig. Viele Verbesserungen klingen auf dem Papier zunächst unspektakulär, machen sich in der Bedienung aber schnell bemerkbar.

Das gilt insbesondere für das überarbeitete Benutzerinterface. Trotz der deutlich größeren Zahl an Systemen und Informationen versucht Urban Games, wichtige Zusammenhänge übersichtlich darzustellen. Dadurch lässt sich schneller erkennen, wo Probleme innerhalb unseres Verkehrsnetzes entstehen und welche Bereiche unserer Städte oder Industrien von bestimmten Maßnahmen profitieren.

Auch beim Bauen fällt auf, dass viele Abläufe zugänglicher gestaltet wurden. Straßen und Schienen lassen sich komfortabler planen, während erfahrene Spieler weiterhin genügend Möglichkeiten bekommen, ihre Infrastruktur bis ins Detail zu optimieren.

Gerade diese Mischung machte während unseres Hands-ons einen guten Eindruck. Transport Fever 3 wirkt nicht so, als würde es seine Simulationstiefe zugunsten einer einfacheren Bedienung reduzieren. Stattdessen versucht Urban Games, die vorhandene Komplexität verständlicher zu präsentieren.

Eine Welt, die stärker auf unsere Entscheidungen reagiert

Während unserer Anspielsession wurde außerdem deutlich, wie wichtig die dynamischere Welt für den dritten Teil ist.

Städte, Verkehr und Wirtschaft stehen stärker miteinander in Verbindung. Eine neue Verbindung verändert nicht ausschließlich die Einnahmen unseres Unternehmens, sondern kann Einfluss darauf haben, wie sich ganze Stadtbereiche entwickeln.

Das macht die Beobachtung der Spielwelt interessanter.

Wir bauen beispielsweise eine neue Bahnverbindung und können anschließend verfolgen, welche Auswirkungen diese auf Pendler, Straßenverkehr und Stadtwachstum hat. Neue Industrieverbindungen verändern wiederum Warenströme und können weitere Anpassungen unseres Netzwerks notwendig machen.

Dadurch entsteht stärker das Gefühl eines Systems, in dem zahlreiche Zahnräder ineinandergreifen.

Genau das ist für eine Transport- und Wirtschaftssimulation entscheidend. Die beste Belohnung für eine clever geplante Strecke ist schließlich nicht irgendeine eingeblendete Punktzahl, sondern sichtbar zu beobachten, wie sie die virtuelle Welt verändert.

Mehr Möglichkeiten, ohne Veteranen oder Einsteiger zu vergessen

Unser Hands-on machte außerdem deutlich, dass Urban Games viel Arbeit in die Zugänglichkeit investiert hat.

Transport Fever 3 ist weiterhin ein komplexes Spiel. Wer sämtliche Wirtschaftskreisläufe optimieren, riesige Bahnhöfe errichten und komplette Metropolregionen effizient miteinander verbinden möchte, kann problemlos viele Stunden mit einzelnen Karten verbringen.

Gleichzeitig sollen neue Spieler schneller verstehen, warum etwas funktioniert oder eben nicht funktioniert.

Das überarbeitete Interface, neue Tutorials und klarere Visualisierungen sind deshalb keineswegs nebensächlich. Sie können entscheidend dafür sein, dass aus anfänglicher Überforderung irgendwann die Freude daran entsteht, ein komplexes Netzwerk immer weiter zu verbessern.

Nach unserer Anspielsession wirkt dieser Ansatz vielversprechend.

Unser Eindruck von der Gamescom 2026

Nach der Präsentation und unserem Hands-on bei Urban Games hinterlässt Transport Fever 3 einen sehr positiven ersten Eindruck.

Der dritte Teil versucht nicht, die bewährte Formel der Reihe komplett neu zu erfinden. Stattdessen nimmt sich Urban Games nahezu jedes bestehende System vor und erweitert es an entscheidenden Stellen.

Das beginnt beim Fuhrpark. Mehr als 300 Fahrzeuge aus über einem Jahrhundert Transportgeschichte bieten bereits im Basisspiel eine enorme Auswahl. Helikopter und Güterstraßenbahnen erweitern die bekannten Transportmöglichkeiten zusätzlich.

Noch wichtiger sind jedoch die Systeme hinter diesen Fahrzeugen.

Dynamischere Städte, detailliertere Wirtschaftskreisläufe, mehr als 30 Industrien, eine überarbeitete Verkehrssimulation und zusätzliche Kontrollmöglichkeiten beim Straßen- und Schienenbau sorgen dafür, dass wir wesentlich stärker in die Entwicklung unserer Welt eingreifen können.

Gleichzeitig gewinnt die Präsentation der Spielwelt. Vier Klimazonen einschließlich der neuen subarktischen Region, dynamische Beleuchtung, eine physikalisch berechnete Atmosphäre sowie der Tag-Nacht-Wechsel sorgen dafür, dass unsere Verkehrsnetze nicht nur komplexer, sondern auch deutlich stimmungsvoller wirken.

Besonders wichtig erscheint uns jedoch, dass all diese zusätzlichen Systeme nicht automatisch zu einer komplizierteren Bedienung führen sollen. Das überarbeitete Benutzerinterface und die verbesserten Bauwerkzeuge machten während unseres Hands-ons bereits einen zugänglicheren Eindruck, ohne dass Transport Fever dadurch seine Tiefe verliert.

Auch langfristig stehen die Zeichen gut. Der Karteneditor, der umfangreiche Sandbox-Modus und vor allem die plattformübergreifende Mod-Unterstützung ab dem ersten Tag könnten dafür sorgen, dass die Community das Spiel über viele Jahre hinweg mit neuen Inhalten versorgt.

Nach unserer Gamescom-Anspielsession wirkt Transport Fever 3 deshalb weniger wie eine radikale Neuerfindung und vielmehr wie die konsequente Weiterentwicklung einer bereits sehr starken Grundlage. Urban Games möchte größer, detaillierter und dynamischer werden, ohne dabei zu vergessen, was die Reihe ursprünglich so faszinierend gemacht hat: zuzusehen, wie aus einer einfachen Verbindung zwischen zwei Orten irgendwann ein gewaltiges Transportimperium entsteht.

Lange müssen wir nicht mehr warten, bis wir dieses Imperium selbst aufbauen können. Transport Fever 3 erscheint am 29. September 2026 für PC, Mac, Linux, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

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