Einsteigen, Türen schließen und los geht die Fahrt: Mit Bus Simulator 27 steht der nächste große Ableger der beliebten Simulationsreihe unmittelbar vor seiner Veröffentlichung. Auf der Gamescom 2026 hatten wir bei astragon Entertainment die Gelegenheit, den von Simteract entwickelten Bus Simulator 27 ausführlich selbst anzuspielen und erstmals durch die neue Spielwelt Felicia Bay zu fahren.
Bereits unser Hands-on machte deutlich, dass sich der neue Teil nicht damit begnügen möchte, lediglich eine neue Karte und einige zusätzliche Fahrzeuge anzubieten. Felicia Bay fällt deutlich abwechslungsreicher aus als die bisherigen Schauplätze der Reihe, erstmals gehören Überlandfahrten und Reisebusse zum Konzept und mit mehr als 45 offiziell lizenzierten Fahrzeugen von 13 Herstellern wartet die bislang umfangreichste Busflotte der Serie.
Hinzu kommt ein technischer Generationswechsel. Bus Simulator 27 setzt auf die Unreal Engine 5 und erscheint ausschließlich für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Doch wie fühlt sich die nächste Generation der Bus Simulator-Reihe tatsächlich hinter dem Steuer an?
Willkommen in der sonnigen Felicia Bay

Für Bus Simulator 27 verabschiedet sich die Reihe von Angel Shores und Seaside Valley und nimmt uns stattdessen mit in den sonnigen Süden. Schauplatz ist die vollständig neue, fiktive Region Felicia Bay, deren Landschaft und Architektur von Südeuropa und insbesondere der Iberischen Halbinsel inspiriert wurden.
Dabei erwartet uns nicht einfach eine einzelne Großstadt. Felicia Bay besteht aus mehr als 20 unterschiedlichen Distrikten und verbindet urbane Gebiete mit kleineren Ortschaften, Küstenstraßen und bergigen Landschaften.
Die beiden wichtigsten Städte heißen Mequina und Alcaztelar. Während Mequina unmittelbar an der Küste von Felicia Bay liegt und dementsprechend von mediterranem Flair geprägt ist, befindet sich Alcaztelar zwischen zwei großen Gebirgsketten.
Damit entstehen bereits geografisch sehr unterschiedliche Voraussetzungen für unsere Buslinien. Während wir in den Städten durch dichteren Verkehr und enge Straßen navigieren, führen andere Verbindungen entlang der Küste oder durch bergige Regionen.
Gerade diese Abwechslung gehört nach unserem ersten Ausflug zu den interessantesten Eigenschaften der neuen Spielwelt. Felicia Bay vermittelt stärker als zuvor den Eindruck einer zusammenhängenden Region, die nicht nur aus mehreren Stadtteilen besteht.
Erstmals geht es richtig über Land
Eine der wichtigsten Neuerungen von Bus Simulator 27 hängt unmittelbar mit der Größe der Spielwelt zusammen: Überlandfahrten.
Unsere Linien beschränken sich nicht mehr ausschließlich auf den klassischen Stadtverkehr. Wir können Mequina und Alcaztelar mit umliegenden Dörfern und kleineren Ortschaften verbinden und dabei längere Strecken außerhalb der dicht bebauten Gebiete zurücklegen.
Dadurch verändert sich auch der Rhythmus einer Fahrt.
Statt alle paar Augenblicke die nächste Haltestelle anzufahren, Türen zu öffnen, Fahrgäste aufzunehmen und anschließend direkt wieder abzubremsen, können wir auf Überlandverbindungen längere Abschnitte zurücklegen.
Gerade in Verbindung mit den Küstenstraßen und Gebirgspassagen von Felicia Bay verspricht das deutlich mehr landschaftliche Abwechslung.
Für die Reihe ist dieser Schritt besonders interessant, weil dadurch erstmals verschiedene Arten des Busverkehrs stärker miteinander verbunden werden. Klassischer Stadtverkehr bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil, ist aber nicht mehr das einzige Einsatzgebiet unserer Flotte.
Reisebusse feiern ihre Premiere

Passend zu den neuen Überlandverbindungen führt Bus Simulator 27 erstmals Reisebusse ein.
Damit erfüllt astragon Entertainment einen Wunsch, der innerhalb der Community schon länger existiert. Die größeren Fahrzeuge sind insbesondere für längere Verbindungen durch Felicia Bay gedacht und erweitern die bisher hauptsächlich auf den öffentlichen Nahverkehr ausgerichtete Fahrzeugauswahl.
Reisebusse ergänzen Standardbusse, Gelenkbusse, Doppeldecker und Elektrobusse.
Das sorgt nicht nur optisch für Abwechslung. Die unterschiedlichen Fahrzeugtypen besitzen andere Abmessungen und Einsatzgebiete und verlangen entsprechend eine angepasste Fahrweise. Einen großen Reisebus durch enge Straßen zu manövrieren, stellt schließlich andere Anforderungen als die Fahrt mit einem kompakteren Stadtbus.
Durch die Kombination aus neuen Fahrzeugtypen und einer wesentlich vielfältigeren Spielwelt entsteht damit mehr Freiheit bei der Frage, welche Art von Busfahrer wir eigentlich sein möchten.
Mehr als 45 Busse von 13 Herstellern
Auch beim Fuhrpark legt Bus Simulator 27 deutlich zu. Mehr als 45 offiziell lizenzierte Busse von 13 bekannten Herstellern sollen im Spiel verfügbar sein.
Zu den bestätigten Marken gehören unter anderem Solaris, Mercedes-Benz, MAN, IVECO BUS, Scania und Volvo.
Besonders die Aufnahme von Solaris dürfte Fans freuen. Der polnische Hersteller gehört zu den bekanntesten europäischen Produzenten von Stadt- und Elektrobussen und wurde von der Community bereits seit längerer Zeit gewünscht.
Durch die große Fahrzeugauswahl soll für unterschiedliche Einsatzgebiete der passende Bus zur Verfügung stehen. Standard- und Gelenkbusse eignen sich für den regulären Linienverkehr, während Doppeldecker eine andere Art des Personentransports ermöglichen. Elektrobusse erweitern die Flotte um moderne Antriebskonzepte und die neuen Reisebusse kommen insbesondere auf längeren Strecken zur Geltung.
Damit besitzt Bus Simulator 27 nach Angaben der Entwickler die bisher größte und modernste Fahrzeugflotte der gesamten Reihe.
Unser Hands-on auf der Gamescom 2026

Auf der Gamescom konnten wir schließlich selbst hinter dem Steuer Platz nehmen und einen ersten Ausflug durch Felicia Bay unternehmen.
Gerade bei einem Bus Simulator ist ein Hands-on wesentlich aussagekräftiger als ein Trailer. Wie direkt reagiert der Bus auf unsere Eingaben? Wie glaubwürdig fühlt sich das Gewicht des Fahrzeugs an? Wie lebendig wirkt der Verkehr? Und vor allem: Macht es Spaß, einfach nur durch die Spielwelt zu fahren?
Unser erster Eindruck fiel dabei positiv aus. Schon während der kurzen Probefahrt wurde deutlich, dass Felicia Bay einen anderen Charakter besitzt als die Schauplätze der Vorgänger. Das südeuropäische Setting sorgt mit seiner Architektur, der Vegetation und den abwechslungsreichen Landschaften für eine angenehm sommerliche Atmosphäre.
Besonders interessant ist dabei der Wechsel zwischen dicht bebauten Bereichen und offeneren Straßen. Dadurch fühlt sich eine Fahrt weniger gleichförmig an und die neue Spielwelt bietet einen guten Rahmen für die erstmals vorhandenen Überlandverbindungen.
Auch hinter dem Steuer bleibt das grundsätzliche Bus-Simulator-Gefühl erhalten. Wir müssen vorausschauend fahren, auf den übrigen Verkehr achten, Haltestellen korrekt anfahren und mit der Größe unseres Fahrzeugs umgehen. Gleichzeitig wirkt die Präsentation moderner und die Umgebung profitiert sichtbar von der neuen technischen Grundlage.
Unreal Engine 5 wertet Felicia Bay auf
Bus Simulator 27 basiert erstmals auf der Unreal Engine 5. Besonders die Spielwelt soll davon profitieren.
Felicia Bay präsentiert sich detaillierter und abwechslungsreicher, während die unterschiedlichen Landschaften einen stärkeren visuellen Kontrast erzeugen. Küstengebiete, urbane Straßenzüge und Gebirgsregionen unterscheiden sich klar voneinander.
Hinzu kommen ein vollständiger Tag-Nacht-Wechsel und dynamische Wetterbedingungen.
Damit können bekannte Strecken abhängig von Tageszeit und Wetter eine vollkommen andere Atmosphäre entwickeln. Eine sonnige Fahrt entlang der Küste vermittelt schließlich einen anderen Eindruck als dieselbe Route bei schlechtem Wetter oder in der Dunkelheit.
Während unseres Gamescom-Hands-ons machte die Umgebung bereits einen stimmigen Eindruck. Gerade für eine Simulation, in der wir naturgemäß viel Zeit damit verbringen, dieselben Straßen aus der Fahrerperspektive zu betrachten, ist eine abwechslungsreiche und glaubwürdige Umgebung besonders wichtig.
Simteract setzt auf eigene Verkehrstechnologie

Nicht nur optisch soll die Welt lebendiger werden. Entwickler Simteract bringt eigene Technologien in das Projekt ein.
Dazu gehört unter anderem eine selbst entwickelte Traffic AI, die für einen glaubwürdigeren Straßenverkehr sorgen soll. Das ist für einen Bus Simulator ein entscheidender Punkt, denn ein großer Teil des Spielerlebnisses entsteht aus der Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Autos, Kreuzungen, Ampeln und dichter Stadtverkehr beeinflussen unmittelbar, ob wir unseren Fahrplan einhalten können.
Eine überzeugende Verkehrs-KI kann entsprechend den Unterschied zwischen einer glaubwürdigen Busfahrt und einer Strecke voller vorhersehbarer Hindernisse ausmachen.
Daneben nutzt Simteract einen eigenen City Generator, der bei der Erstellung der urbanen Umgebungen zum Einsatz kommt. Gemeinsam mit der Unreal Engine 5 soll dadurch eine größere und gleichzeitig detaillierte offene Welt entstehen.
Das eigene Busunternehmen bleibt ein wichtiger Bestandteil
Natürlich besteht Bus Simulator 27 nicht ausschließlich daraus, gemütlich durch Felicia Bay zu fahren.
Wie schon bei den Vorgängern bauen wir unser eigenes Busunternehmen auf und entwickeln es nach und nach weiter. Das öffentliche Verkehrsnetz von Felicia Bay liegt damit gewissermaßen in unseren Händen.
Wir erschließen neue Gebiete, planen Verbindungen und setzen unterschiedliche Fahrzeuge auf unseren Linien ein.
Die größere Karte eröffnet hierbei zusätzliche Möglichkeiten. Da sich nicht mehr alles auf eine einzelne Stadt konzentriert, müssen unterschiedliche Gebiete miteinander verbunden werden. Stadtlinien und Überlandverbindungen können dadurch Teil eines gemeinsamen Verkehrsnetzes werden.
Genau hier könnte sich langfristig eine der größten Stärken des neuen Ablegers zeigen. Felicia Bay bietet genügend unterschiedliche Regionen, damit der Ausbau des eigenen Unternehmens stärker mit der Erschließung der Spielwelt verbunden werden kann.
Gemeinsam durch Felicia Bay

Wer sein Busunternehmen nicht alleine betreiben möchte, kann auch im neuen Teil wieder gemeinsam mit anderen Spielern unterwegs sein.
Neben dem Singleplayer unterstützt Bus Simulator 27 einen kooperativen Mehrspielermodus.
Gerade bei einer größeren Spielwelt bietet sich das an. Während ein Spieler beispielsweise eine Linie innerhalb der Stadt übernimmt, kann ein anderer Fahrer auf einer längeren Überlandverbindung unterwegs sein.
Das grundlegende Konzept bleibt damit vertraut: Wir können Felicia Bay entweder alleine erschließen oder gemeinsam mit Freunden dafür sorgen, dass die Fahrgäste zuverlässig an ihr Ziel gelangen.
Aktuelle Konsolen statt PS4 und Xbox One
Mit Bus Simulator 27 verabschiedet sich die Reihe zugleich von der vorherigen Konsolengeneration.
Der neue Teil erscheint für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. PlayStation 4 und Xbox One werden nicht mehr unterstützt.
Angesichts des Wechsels auf Unreal Engine 5, der größeren offenen Welt und der neuen technischen Systeme erscheint diese Entscheidung nachvollziehbar.
Simteract muss dadurch bei der Gestaltung von Felicia Bay und der Verkehrs-KI keine Rücksicht auf mehr als zehn Jahre alte Konsolenhardware nehmen.
Gerade langfristig könnte dieser Generationswechsel dabei helfen, eine dichtere Spielwelt und komplexere Simulation zu ermöglichen.
Unser Eindruck von der Gamescom 2026

Nach unserem Hands-on bei astragon Entertainment hinterlässt Bus Simulator 27 einen positiven ersten Eindruck.
Besonders Felicia Bay gefällt uns als neuer Schauplatz. Das von der Iberischen Halbinsel inspirierte Setting bringt einen willkommenen Tapetenwechsel und bietet mit Küsten, Städten, Dörfern und Gebirgsregionen deutlich unterschiedliche Umgebungen.
Noch wichtiger ist jedoch, dass Simteract diese größere Welt spielerisch nutzt.
Die neuen Überlandverbindungen erweitern das bekannte Konzept sinnvoll und ermöglichen längere Fahrten außerhalb des klassischen Stadtverkehrs. Dass gleichzeitig erstmals Reisebusse zur Verfügung stehen, erscheint deshalb nicht wie ein isoliertes zusätzliches Feature, sondern als logische Ergänzung der neuen Spielwelt.
Auch der Fuhrpark kann sich sehen lassen. Mehr als 45 lizenzierte Fahrzeuge von 13 Herstellern bedeuten die bislang größte Auswahl der Reihe. Von klassischen Stadt- und Gelenkbussen über Elektro- und Doppeldeckerbusse bis hin zu Reisebussen deckt Bus Simulator 27 verschiedene Bereiche des Busverkehrs ab.
Technisch hinterließ unser erster Ausflug durch Felicia Bay ebenfalls einen guten Eindruck. Der Wechsel zur Unreal Engine 5 macht sich insbesondere bei der Darstellung der Umgebung bemerkbar und das mediterrane Setting kommt dadurch gut zur Geltung.
Wie gut die Verkehrs-KI langfristig funktioniert, wie abwechslungsreich sich der Aufbau des eigenen Unternehmens gestaltet und ob die große Spielwelt auch nach vielen Stunden genügend Abwechslung bietet, können wir nach einer kurzen Gamescom-Session natürlich noch nicht abschließend beurteilen.
Unser Hands-on hat aber definitiv Lust auf weitere Fahrten gemacht. Bus Simulator 27 wirkt nicht wie ein einfacher Nachfolger mit neuer Karte, sondern wie der Versuch, die bekannte Formel durch Überlandverkehr, Reisebusse, eine größere Fahrzeugauswahl und eine technisch modernere Welt sinnvoll weiterzuentwickeln.
Lange müssen wir auf die finale Version nicht mehr warten. Bus Simulator 27 erscheint am 8. September 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.


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