Hubraum, Hinterradantrieb und jede Menge V8-Sound: Project Motor Racing bekommt schon bald lautstarken Nachschub. Im Rahmen der Gamescom 2026 hatten wir bei GIANTS Software und Straight4 Studios die Gelegenheit, uns das kommende V8 Power Pack ausführlich präsentieren zu lassen und anschließend selbst Hand anzulegen.

Die Erweiterung richtet sich vor allem an Motorsportfans, denen moderne Hochleistungsrennwagen allein nicht genug sind. Drei unterschiedliche Epochen beziehungsweise Interpretationen des V8-Rennsports treffen hier aufeinander: moderner australischer Tourenwagensport, amerikanische TA2-Boliden und historische US-Rennwagen aus einer Zeit, in der mechanischer Grip, Karosseriebewegungen und ein sensibles Gaspedal noch eine ganz besondere Rolle spielten.

Passend dazu bekommen die neun neuen Fahrzeuge mit dem Michelin Raceway Road Atlanta eine Rennstrecke spendiert, die wie geschaffen für diese Art von Motorsport erscheint.

Drei neue Klassen und neun V8-Rennwagen

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Das Herzstück des V8 Power Packs bilden insgesamt neun neue Fahrzeuge, die auf drei Klassen verteilt sind. Statt lediglich mehrere ähnlich aufgebaute Autos in eine gemeinsame Kategorie zu stecken, möchten Straight4 Studios und GIANTS Software damit drei unterschiedliche Facetten des V8-Motorsports abbilden.

Den Anfang macht die neue Klasse V8 Evo. Hier treffen zwei moderne australische Rennwagen aufeinander:

  • Chevrolet Camaro AU V8SC (2023)
  • Ford Mustang AU (2023)

Beide Fahrzeuge setzen auf Hinterradantrieb, leistungsfähige Bremsen und ausgeprägte Aerodynamik. Entsprechend geht es hier weniger um gemütliches Abspulen sauberer Runden als um direkten und engen Wettbewerb.

Gerade der australische Tourenwagensport ist für intensive Zweikämpfe bekannt, bei denen sich die Fahrzeuge auf der Strecke kaum etwas schenken. Das V8 Power Pack möchte genau dieses Gefühl in Project Motor Racing übertragen.

USV8: Camaro, Challenger und Mustang im direkten Duell

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Noch stärker in Richtung klassischer amerikanischer Muscle Cars geht die USV8-Klasse.

Hier stehen sich drei bekannte Namen gegenüber:

  • Chevrolet Camaro TA2 (2022)
  • Dodge Challenger TA2 (2022)
  • Ford Mustang TA2 (2022)

Die drei Rennwagen stehen für eine Form des Motorsports, bei der große Motoren und spektakuläre Zweikämpfe wichtiger erscheinen als elektronische Helfer oder hochkomplexe Hybridtechnik.

Gerade im direkten Vergleich könnte diese Klasse besonders viel Spaß machen. Camaro, Challenger und Mustang teilen sich zwar ein ähnliches Grundkonzept, sollen auf der Strecke aber dennoch genügend Eigenheiten besitzen, um unterschiedliche Vorlieben der Fahrer anzusprechen.

Project Motor Racing setzt ohnehin stark darauf, dass sich Fahrzeuge nicht lediglich durch ihre Leistungsdaten unterscheiden. Fahrwerk, Gewichtsverlagerung, Grip und die Reaktion auf Gas- und Bremseingaben sollen dafür sorgen, dass jede Klasse einen eigenen Charakter besitzt.

Bei den USV8-Fahrzeugen dürfte genau dieser Ansatz besonders gut zur Geltung kommen.

Historic USV8: Zurück zu den Wurzeln des amerikanischen Straßenrennsports

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Wer moderne Aerodynamik und ausgefeilte Fahrwerke gegen möglichst ursprünglichen Motorsport eintauschen möchte, dürfte dagegen bei Historic USV8 fündig werden.

Hier warten vier Klassiker des amerikanischen Motorsports:

  • AMC Javelin TA
  • Ford Mustang Boss 302 TA
  • Plymouth Barracuda TA
  • Chevrolet Camaro Z/28 TA

Damit führt uns das V8 Power Pack zurück in eine Ära, in der amerikanische Pony Cars ihren Konkurrenzkampf von der Straße direkt auf die Rennstrecke verlagerten.

Und genau hier sollen sich besonders große Unterschiede zu den modernen Fahrzeugen bemerkbar machen. Statt uns auf aufwendige Aerodynamik verlassen zu können, spielen mechanischer Grip, Karosserieneigung und Gaslenkung eine wesentlich größere Rolle.

Auch die starren Hinterachsen tragen dazu bei, dass die historischen Boliden deutlich mehr Arbeit am Lenkrad verlangen dürften.

Das bedeutet gleichzeitig: Wer mit einem modernen Rennwagen problemlos schnelle Runden fährt, muss seine Fahrweise möglicherweise komplett umstellen, sobald er in einen dieser Klassiker steigt.

Gerade dieses unterschiedliche Fahrverhalten macht die Zusammenstellung des Packs interessant. Wir bekommen nicht einfach neun weitere V8-Fahrzeuge, sondern können unmittelbar erleben, wie stark sich der Rennsport über mehrere Jahrzehnte verändert hat.

Road Atlanta als neue Spielwiese

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Was wären neun neue Rennwagen ohne eine passende Strecke?

Mit dem Michelin Raceway Road Atlanta hält einer der bekanntesten amerikanischen Straßenkurse Einzug in Project Motor Racing. Die Strecke wurde für das Spiel gescannt und soll entsprechend möglichst authentisch umgesetzt werden.

Road Atlanta bietet dabei eine Mischung, die hervorragend zu den neuen Fahrzeugklassen passt. Schnelle S-Kurven wechseln sich mit harten Bremszonen und kaum einsehbaren Kuppen ab. Dazu kommen anspruchsvolle Randsteine, die Fehler konsequent bestrafen können.

Besonders die blinden Kuppen dürften einiges an Vertrauen verlangen. Wer die Strecke noch nicht auswendig kennt, muss sich zunächst an die richtigen Bremspunkte und Linien herantasten.

Gleichzeitig sollte sich hier hervorragend zeigen, wie unterschiedlich die drei neuen Fahrzeugklassen funktionieren. Ein moderner V8-Evo-Rennwagen kann schnelle Kurven dank seiner Aerodynamik ganz anders attackieren als ein historischer USV8, bei dem mechanischer Grip und Gewichtsverlagerung stärker in den Vordergrund rücken.

Das V8 Power Pack umfasst dabei zwei Layouts von Road Atlanta, sodass die neue Strecke nicht nur in einer einzigen Variante gefahren werden kann.

Der Sound gehört zum Erlebnis

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Natürlich darf bei einem Paket namens V8 Power Pack ein Punkt nicht fehlen: der Sound.

Schon die Ausrichtung der Erweiterung macht deutlich, dass Straight4 Studios die neuen Fahrzeuge nicht als sterile Rennmaschinen präsentieren möchte. Der charakteristische Klang der großvolumigen Achtzylinder gehört ebenso zum Erlebnis wie das eigentliche Fahrverhalten.

Gerade die unterschiedlichen Generationen bieten hier Potenzial. Ein moderner australischer V8-Rennwagen klingt und verhält sich anders als ein historischer amerikanischer Bolide.

In Kombination mit der Cockpit-Perspektive soll dadurch die rohe Seite des Motorsports zur Geltung kommen, die Project Motor Racing ohnehin in den Mittelpunkt stellt.

True2Track sorgt weiterhin für eine dynamische Strecke

Die neue Strecke profitiert selbstverständlich auch von der True2Track-Technologie von Project Motor Racing.

Dabei bleibt der Asphalt während eines Rennens nicht statisch. Der Grip kann sich von Kurve zu Kurve und Runde zu Runde verändern. Wetterbedingungen und die Nutzung der Strecke beeinflussen damit, wie viel Haftung den Fahrern zur Verfügung steht.

Gerade bei leistungsstarken Fahrzeugen mit Hinterradantrieb kann das entscheidend sein. Eine Linie, die zu Beginn des Rennens problemlos funktioniert, muss unter veränderten Bedingungen nicht zwangsläufig weiterhin die schnellste oder sicherste Variante darstellen.

Project Motor Racing möchte damit erreichen, dass Fahrer die Strecke lesen und sich an verändernde Bedingungen anpassen müssen.

Zusammen mit den unterschiedlichen Charakteristiken der neuen V8-Klassen könnte Road Atlanta deshalb eine gute Bühne für die physikalischen Systeme des Spiels werden.

720-Hz-Physik trifft auf rohe V8-Power

Unter der Haube setzt Project Motor Racing weiterhin auf seine 720-Hz-Simulation.

Straight4 Studios möchte damit insbesondere erfahrene SimRacer ansprechen. Fahrverhalten und Force Feedback sollen möglichst präzise auf Veränderungen am Fahrzeug und auf der Strecke reagieren.

Das V8 Power Pack erscheint dafür wie ein besonders geeigneter Test. Die neun Fahrzeuge unterscheiden sich nicht nur optisch oder hinsichtlich ihrer Leistung. Vor allem der Wechsel zwischen modernen und historischen Rennwagen sollte zeigen, wie detailliert die Simulation unterschiedliche Fahrwerkskonzepte und Epochen darstellen kann.

Gleichzeitig bleibt Project Motor Racing nicht ausschließlich erfahrenen Spielern vorbehalten. Anpassbare KI, verschiedene Fahrhilfen und eine optimierte Gamepad-Steuerung sollen dafür sorgen, dass auch Spieler ohne komplettes SimRacing-Setup einsteigen können.

Damit verfolgt Straight4 Studios weiterhin den Ansatz, eine anspruchsvolle Rennsimulation zu entwickeln, ohne weniger erfahrene Fahrer bereits an der Boxenausfahrt stehenzulassen.

Unser Hands-on auf der Gamescom 2026

Nach der Präsentation hatten wir auf der Gamescom 2026 schließlich die Gelegenheit, Project Motor Racing selbst anzuspielen und uns einen eigenen Eindruck vom kommenden V8 Power Pack zu verschaffen. Für unser Hands-on nahmen wir im Ford Mustang AU (2023) Platz, der gemeinsam mit dem Chevrolet Camaro AU zur neuen V8-Evo-Klasse gehört. Statt auf der ebenfalls im Power Pack enthaltenen Road-Atlanta-Strecke ging es für uns allerdings auf den Nürburgring.

Der moderne australische V8-Rennwagen erwies sich dabei als interessante Wahl für unsere erste Probefahrt. Der Mustang setzt auf Hinterradantrieb und kombiniert seine V8-Leistung mit großen Bremsen sowie moderner Aerodynamik. Damit unterscheidet er sich deutlich von den historischen USV8-Fahrzeugen des Packs, bei denen mechanischer Grip, Karosseriebewegungen und Gaslenkung eine wesentlich größere Rolle spielen sollen.

Gerade auf dem Nürburgring konnten wir während unserer Anspielsession einen guten ersten Eindruck davon gewinnen, wie sich der Ford Mustang AU innerhalb von Project Motor Racing fährt. Beschleunigen, präzises Anbremsen und das kontrollierte Herausbeschleunigen aus den Kurven verlangen einen entsprechend konzentrierten Umgang mit dem leistungsstarken Hecktriebler. Gleichzeitig vermittelt der kräftige V8-Sound passend zum Namen der Erweiterung die gewünschte Motorsportatmosphäre.

Das Hands-on bot uns außerdem die Gelegenheit, die Fahrzeugphysik und das allgemeine Fahrgefühl abseits einer reinen Präsentation selbst zu erleben. Besonders bei einer Rennsimulation sind solche persönlichen Erfahrungen wichtig, denn erst auf der Strecke zeigt sich, wie unmittelbar ein Fahrzeug auf Lenk-, Gas- und Bremseingaben reagiert und wie nachvollziehbar sich der Grenzbereich anfühlt.

Der Ford Mustang AU (2023) hinterließ während unserer kurzen Probefahrt auf dem Nürburgring insgesamt einen positiven ersten Eindruck. Gleichzeitig machte das Hands-on neugierig darauf, wie stark sich die insgesamt neun Fahrzeuge der drei neuen Klassen im direkten Vergleich voneinander unterscheiden werden. Vor allem der Wechsel von einem modernen V8-Evo-Boliden zu den deutlich ursprünglicheren Historic-USV8-Fahrzeugen dürfte fahrerisch für einen interessanten Kontrast sorgen.

Für ein abschließendes Urteil war unsere Zeit auf der Gamescom naturgemäß zu kurz. Die Kombination aus dem Ford Mustang AU, seinem charakteristischen V8-Auftritt und dem anspruchsvollen Nürburgring machte jedoch bereits deutlich, weshalb sich das V8 Power Pack besonders an Fans leistungsstarker Rennwagen richtet.

Der Lamborghini Temerario feiert ebenfalls seine Premiere

Das V8 Power Pack war allerdings nicht die einzige Neuigkeit, die GIANTS Software und Straight4 Studios zur Gamescom mitgebracht hatten.

Mit dem Lamborghini Temerario feierte ein weiterer Sportwagen seinen ersten öffentlichen spielbaren Auftritt in Project Motor Racing. Besucher der Messe konnten das Fahrzeug erstmals selbst fahren, bevor es im September als kostenloser Inhalt veröffentlicht wird.

Der Temerario ist damit nicht Teil des kostenpflichtigen V8 Power Packs, ergänzt Project Motor Racing aber im selben Zeitraum um einen weiteren prominenten Neuzugang.

Auf der Gamescom war darüber hinaus der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport Teil verschiedener Hot-Lap-Wettbewerbe.

Project Motor Racing wächst weiter

Das V8 Power Pack fügt sich in eine langfristige Erweiterungsstrategie für Project Motor Racing ein.

Bereits das Hauptspiel deckt zahlreiche Epochen und Kategorien des Motorsports ab. Von modernen LMDh-Prototypen über GT-Fahrzeuge bis hin zu historischen Rennwagen reicht das Angebot.

Mit den zusätzlichen V8-Klassen erweitert Straight4 Studios diese Bandbreite nun um drei weitere sehr charakteristische Formen des Motorsports.

Besonders positiv ist dabei, dass nicht ausschließlich neue Fahrzeuge verkauft werden. Mit Road Atlanta kommt gleichzeitig eine passende Strecke hinzu, auf der die neuen Boliden ihre Stärken ausspielen können.

Wer den Year 1 Season Pass besitzt, erhält das V8 Power Pack als Bestandteil des Passes. Alternativ kann die Erweiterung separat erworben werden.

Unser Eindruck von der Gamescom 2026

Nach der Präsentation und unserem Hands-on macht das V8 Power Pack für Project Motor Racing einen interessanten Eindruck. Statt wahllos neun zusätzliche Fahrzeuge zusammenzustellen, haben GIANTS Software und Straight4 Studios ein klares Thema gewählt.

Drei Generationen beziehungsweise Interpretationen des V8-Rennsports treffen aufeinander. Moderne australische Tourenwagen stehen aktuellen amerikanischen TA2-Boliden und historischen Muscle Cars gegenüber.

Gerade die Historic-USV8-Klasse könnte dabei zu einem Highlight werden. Fahrzeuge mit weniger aerodynamischer Unterstützung, deutlich sichtbarer Karosseriebewegung und einem stärkeren Fokus auf mechanischen Grip verlangen eine andere Herangehensweise als moderne Rennwagen.

Gleichzeitig passt der Michelin Raceway Road Atlanta hervorragend zum Konzept. Schnelle S-Kurven, blinde Kuppen und harte Bremszonen dürften sowohl moderne als auch historische V8-Fahrzeuge fordern und reichlich Möglichkeiten für enge Zweikämpfe bieten.

Entscheidend bleibt natürlich, wie überzeugend die unterschiedlichen Fahrzeuge in der finalen Erweiterung voneinander abgegrenzt sind. Gerade bei einer Simulation ist es wichtig, dass sich ein historischer Mustang nicht lediglich wie eine langsamere Variante seines modernen Gegenstücks anfühlt.

Die technischen Grundlagen von Project Motor Racing – darunter die 720-Hz-Simulation und True2Track – bieten dafür jedoch interessante Voraussetzungen.

Nach der Präsentation bei GIANTS Software und Straight4 Studios sowie unserer eigenen Anspielsession bleibt vor allem eines hängen: Das V8 Power Pack möchte nicht leise sein. Es setzt auf neun charakterstarke Rennwagen, drei sehr unterschiedliche Klassen und eine Rennstrecke, die wie geschaffen für laute Motoren und kompromisslose Zweikämpfe wirkt.

Bis zum Start müssen sich Motorsportfans nicht mehr lange gedulden. Das Project Motor Racing: V8 Power Pack erscheint am 15. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC und ist gleichzeitig Bestandteil des Year 1 Season Pass.

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